Betrugsversuch bei Bridge-WM

17 Apr 2014 | 08:04 Autor: Melissa Körner

Da haben wir's mal wieder: Nicht nur beim Poker oder im Casino wird betrogen, auch bei eher von Senioren geschätzten Kartenspielen sind mitunter dunkle Machenschaften im Gange. So offenbar auch bei der Bridge-Weltmeisterschaft auf Bali – dort hatten es zwei deutsche Senioren faustdick hinter den Ohren und versuchten, mit Hilfe von Betrügereien den Sieg zu erlangen.

Mit Bridge ist es ein bisschen wie mit dem Bingo: Denkt man an das Spiel, sieht man erst einmal betagte Damen mit gut gelegtem Haar vor seinem inneren Auge, die im Senioren- oder Gemeinde-Heim die Karten tanzen lassen.

Beim Bingo ist es ganz ähnlich, auch da sieht man vor allem Senioren, die laut Bingo rufen und dabei fast ihr Gebiss verlieren. Dabei ist zumindest Bingo auch bei jungen Leuten inzwischen sehr beliebt.

Aber kehren wir zurück zum Skandal, der die Reihen der Bridge-Freunde auf der ganzen Welt erschüttert hat: Bei der 41. Bridge-WM, die in Bali ausgetragen wurde, versuchten zwei deutsche Ärzte mit Hilfe eines Husten-Codes zu betrügen.

Und offenbar ist es ihnen gelungen, sich damit den Titel zu erschleichen.

Es geht um zwei Mitglieder der Senioren-Mannschaft aus Deutschland, Michael Elinescu (links) und Enscho Wladow (rechts) – beides gute Spieler, die aber in der Bridge-Szene nicht nur Fans haben.

Nun wird vermutet: Haben die zwei Mediziner betrogen? Sie haben doch andauernd gehustet während des Spiels.

Haben sie sich so gegenseitig über ihr Blatt informiert? Wenn dem so wäre, wäre das ein faustdicker Skandal, denn beim Bridge ist man ehrlich und so etwas wie Betrug gibt es nicht.

Aber wie kommt man überhaupt darauf, dass es sich bei den Hustern um Betrug gehandelt haben könnte?

Ein Spieler aus den USA, Eddie Wold, ist das Dauerhusten der beiden Teilnehmer irgendwann aufgefallen, er schrieb sich jedes Räuspern auf und meldete seinen Verdacht der Turnierleitung.

Die wollte davon zunächst nichts wissen, setze aber eine Videoüberwachung ein als noch mehr Beschwerden eingingen.

Vier Monate später schließlich wurden die beiden mutmaßlichen Betrüger vom Weltverband „World Bridge Federation“ nach Texas vor Gericht geladen um sich wegen den Betrugs zu verantworten.

Die beiden Spieler aber wollten von den Vorwürfen nichts wissen und reisten nicht nach Texas.

Das Gericht jedenfalls kam trotzdem zu einem Urteil: Die beiden sollen lebenslang für große Turniere gesperrt werden und erst wieder in zehn Jahren mit anderen Partnern spielen dürfen.

Für die beiden Spieler, die offenbar schon bei anderen Turnieren durch ihr ständiges Gehuste aufgefallen waren, eine Frechheit. Wladow sagte er sei an Asthma erkrankt: „Man kennt mich als Huster.“

Für die Bridge-Welt und vor allem die deutschen Teams ist das Ganze ein echter Skandal. Am liebsten wäre allen, man könne alles rückgängig machen und hätte die Doktoren niemals spielen lassen.

Doch dafür ist es jetzt zu spät – die Welt des Bridge scheint zu bröckeln.

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