Die zehn wichtigsten Verbesserungen in Pokersendungen

Die zehn wichtigsten Verbesserungen in Pokersendungen

21 Nov 2013 | 11:48 Autor: Oliver Waberschek

Seit Johnny Chans Sieg gegen Erik Seidel bei der WSOP 1988 hat sich Poker im Fernsehen enorm weiter entwickelt. Das liegt vor allem daran, dass die Produzenten dieser Sendungen grandiose Ideen hatten, wie sie ihr Produkt verbessern konnten. Einige dieser Ideen sind noch recht jung, während andere über zehn Jahre alt sind bzw. (leider) schon gar nicht mehr umgesetzt werden.

Hier meine Liste der zehn wichtigsten Verbesserungen in Pokersendungen.

10. Rabbit Cam

Pokerpuristen wehren sich zwar gegen die so genannte Rabbit Cam (mit der die Board-Karten angezeigt werden, die wegen eines Folds nicht mehr aufgedeckt wurden), doch als Fan von Pokersendungen und als Spieler, der regelmäßig an Homegames teilnimmt, in denen die restlichen Karten oft gezeigt werden, mag ich sie sehr gern.

Leider haben sich die Puristen, die darauf beharren, dass nur die richtige Entscheidung zählt, und nicht die Frage, ob der Draw noch angekommen wäre, offensichtlich durchgesetzt.

Früher zeigte der Dealer, wenn eine Hand vorzeitig beendet wurde, was auf Turn und River gekommen wäre, ohne dass den Spielern am Tisch diese Informationen zugänglich waren.

Die Idee war großartig, doch in den letzten Jahren kam sie leider aus der Mode.

9. Echtes Geld auf dem Tisch

Hört man, dass jemand 2,5 Millionen Dollar gewinnt, erregt das Aufmerksamkeit. Sieht man das Geld jedoch auf dem Tisch, haut das einen um.

Zumindest war das bei mir so, als Chris Moneymaker 2003 das Main Event der WSOP gewann. Seit Jahren ist es bei der WSOP Tradition, das Preisgeld des Siegers auf den Tisch zu legen, und viele Pokerturniere sind diesem Beispiel gefolgt, damit die Zuschauer wissen, worum es geht.

Auch in Cashgame-Sendungen wie High Stakes Poker gab es echtes Geld auf dem Tisch. Wirft ein Spieler ein Bündel mit 50.000 Dollar in die Mitte, kommt ein Element ins Spiel, das Chips nicht vermitteln können. Es wird echtes Geld gesetzt, mit echten Siegern und Verlierern.

8. Wild-Card-Hand

In mehreren Pokersendungen gibt es eine Hand, bei der der Zuschauer zum „Mitspielen“ aufgefordert wird und raten muss, was einer der Spieler hält.

Am besten gelungen ist das bei den Übertragungen der WSOP von ESPN, wenn Norman Chad alles gibt und sich trotzdem oft täuscht.

7. Außenreporter

Shana Hiatt war die erste Frau, die diese Aufgabe übernahm. Als Außenreporterin der ersten drei Saisons der World Poker Tour bestand Hiatts wenig beneidenswerte Aufgabe darin, die Profis nach deren Ausscheiden aus einem wichtigen Turnier zu interviewen.

In den frühen Jahren des Pokerbooms waren die Spieler es außerdem noch nicht so gewohnt, mit den Medien zu sprechen, und insbesondere nicht, nachdem sie kein gutes Ergebnis erzielt hatten.

Die Tätigkeit hat sich weiterentwickelt und hängt stark von der Sendung ab. Amanda Leatherman schlug sich als Außenreporterin beim Big Game von PokerStars ausgezeichnet, während Kara Scott ihre Rolle als Live-Reporterin während der Übertragungen der WSOP auf ESPN revolutionierte.

Scotts Auftritte sprechen Bände, wie stark sich das Pokerbusiness entwickelt hat, da sie einer Pam Oliver an der Seitenlinie eines NFL-Spiels in nichts nachsteht.

Sieht man sich ihre Leistung während eines bizarren Interviews mit Huck Seed (bizarr seinetwegen, nicht ihretwegen ) an, erkennt man, dass sie nicht so leicht aus der Fassung zu bringen ist.

6. Messung der Pulsfrequenz der Spieler

Die Kommentatoren machen sich einen Spaß daraus, wenn sie anmerken, dass „Daniel Negreanus Ruhepuls dem eines Triathleten entspricht, während Mike Matusows Ruhepuls im Bereich eines leichten Herzinfarkts liegt“.

Es ist einfach interessant zu beobachten, wie stark Negreanus Puls steigt, wenn er Top Pair floppt.

Und die Reaktionen der beiden Spieler bekommen einen Sinn, wenn sie feststellen, dass der Pot höchstwahrscheinlich geteilt wird. Zuvor standen sie nämlich unter großem Stress, der nun von ihnen abfällt, da sie das gesetzte Geld nicht verlieren werden.

5. Anzeige der Outs und der Gewinnwahrscheinlichkeiten

Für meine Frau ist dies vermutlich die wichtigste Anzeige auf dem Bildschirm. Sie spielt kein Poker, hat aber ein sehr eigenes Gefühl für die Wahrscheinlichkeiten.

Floppt jemand gegen ein Underpair einen Open-ended Straight Draw, könnte sie auf die Idee kommen, dass das Underpair Favorit wäre.

Erst wenn die Wahrscheinlichkeiten neben der Hand angezeigt werden, versteht sie, dass der Spieler mit dem Draw sich mit vielen Karten verbessern kann und wie stark daher sein Draw ist.

Und ich weiß zwar die Outs, doch vor allem bei Händen mit mehr als zwei Spielern kenne auch ich nicht die exakten Wahrscheinlichkeiten.

Außerdem ist es toll mitanzusehen, wie ein Spieler, der gegen Phil Hellmuth gerade einmal 15 Prozent hat, entgegen aller Wahrscheinlichkeit in drei von vier Fällen gewinnt.

4. Spaßelemente

Niemand gelang dies besser als ESPN mit der Serie “The Nuts”. Leider wurde dieser zweiminütige Film schon letztes Jahr aus dem Programm genommen, um pro Folge mehr Hände zeigen zu können.

Aus meiner Sicht ist dies ein grober Fehler, da von den WSOP-Übertragungen der ESPN in den letzten Jahren bei mir nicht irgendwelche Hände im Gedächtnis geblieben sind, in denen jemand mit dem Second Nut Flush bluffte oder jemand anders einen heldenhaften Call machte.

Nein, ich erinnere mich daran, wie Billy Gazes von einem Football mitten im Gesicht getroffen wird, der von einem Mitarbeiter von ESPN geworfen wurde. 

3. Wiederholungen mit Analyse

Bei der World Poker Tour hat vor einiger Zeit Tony Dunst eine Serie mit dem Titel "The Raw Deal“ übernommen. Dabei äußert er sich zu Händen im Rahmen der Übertragung, und dies oftmals kritisch. Eri hat keine Angst, auszuteilen und Spieler schlecht aussehen zu lassen.

Dunsts Perspektive ist erfrischend und seine Analysen verhelfen dem Zuschauer zu einem besseren Verständnis der Feinheiten des Pokerspiels.

Bei den WSOP-Übertragungen von ESPN gibt es ähnliche Elemente mit Pokerprofis wie Andy Bloch und dem ehemaligen FBI-Agenten Joe Navarro, der Verhaltensmuster analysiert.

2. Live-Übertragung

Die Live-Übertragung ist zwar noch recht neu, bei großen Turnieren ist sie mittlerweile aber fast eine Selbstverständlichkeit.

Die meisten Turniere werden zwar nicht im Fernsehen übertragen (das Main Event der World Series of Poker ist da die Ausnahme), doch gibt es von den Finaltischen der World Poker Tour genauso Live-Streams im Internet wie von den Finaltischen der EPT oder NAPT, sofern die jeweiligen Gesetze dies zulassen.

Ein Live-Stream ist nicht gerade das Spannendste auf der Welt (in vielen Händen kommt es nicht zum Flop), doch in Kombination mit den Anmerkungen der besten Spieler der Welt, lohnt es sich allemal, sich einen anzuschauen.

1. Kamera für die Hole Cards

Diese Idee hat Poker im Fernsehen definitiv revolutioniert. Die Kamera für die Hole Cards ist ein Patent von Henry Orenstein und wurde zum ersten Mal in Europa bei Late Night Poker eingesetzt.

Erstmals in den USA zum Einsatz kam diese Kamera bei einer Dokumentation von Steven Liscomb über Poker für den Discovery Channel, später wurde sie dann auch bei den Übertragungen der Finaltische der World Poker Tour verwendet.

Schließlich wurden solche Kameras auch bei den WSOP-Sendungen benutzt und hatten gewaltigen Anteil am Pokerboom. Als die Zuschauer die Karten der Spieler sehen konnten, konnten sie sich in deren Lage am Tisch versetzen und dabei hautnah grandiose Bluffs und Calls der besten Spieler der Welt erleben.

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