Millionengewinn im Roulette - möglich oder nicht? - Teil 2

Millionengewinn im Roulette - möglich oder nicht? - Teil 2

23 Feb 2011 | 04:41 Autor: Pia, Harald

Es ist der Traum von vielen. Ein Roulette-Millionengewinn im Casino! Viele Gerüchte gibt es darüber, aber wenn man sie hinterfragt, dann sind es meistens nur  phantasievoll ausgeschmückte Erzählungen, des sicher belegten Millionengewinns von Charles Deville Wells. Dieser Herr hat tatsächlich im Casino von Monte Carlo Millionen gewonnen, aber das geschah schon im Jahr 1891. Kein Mythos, Realität und gerade deshalb eine verführerische kleine Geschichte. Diese Geschichte ist nicht von mir, aber sie bedient (bis auf ihr Ende) einen alten Traum, und so gebe ich sie gerne wieder.

Im Jahre 1863 erhielt der französische Mathematiker und Finanzier François Blanc eine 50-jährige Konzession für den Betrieb der Spielbank von Monte Carlo. In dieser Funktion war Blanc im Grunde genommen begeistert über jeden Zeitungsbericht, den die Nachricht über einen neuen sensationellen Roulette-Gewinn auslöste. Das war die wirksamste Publicity, die er sich nur vorstellen konnte. Die größte Story schlechthin wäre es gewesen, wenn es einem Spieler gelingen würde, “die Bank zu sprengen”. Dieser Ausdruck entstammt dem französischen “Faire sauter la banque” – die Bank brechen. Um die Bank zu brechen bzw. zu sprengen, müsste ein Spieler mehr Chips gewinnen, als auf dem Tisch liegen. In diesem Fall sah die Regel vor, ein schwarzes Tuch über den Tisch zu legen, bis Ersatz-Chips gebracht werden. Allerdings hatte es zur damaligen Zeit kein Spieler jemals geschafft, auch nur in die Nähe eines Gewinns zu kommen, der die gesamten Reserven des Casinos beanspruchen würde. Bis im Juli des Jahres 1891 ein gewisser Charles Deville Wells das Casino de Monte Carlo mit den £ 4.000 betrat, um die er kurz zuvor gutgläubige Investoren betrogen hatte. Seine Geldgeber dachten, sie hätten in ein “musikalische Springseil” investiert.

In einer Elf-Stunden-Sitzung sprengte Wells die Bank zwölf Mal und gewann insgesamt eine Million Französische Francs. In der intensivsten seiner Glückssträhnen gewann er bei 30 aufeinander folgenden Ziehungen insgesamt 23 Mal. Im November des gleichen Jahres kehrte Wells wieder zurück nach Monte Carlo – und gewann wieder. Während dieses Besuchs machte er eine weitere Million Francs in drei Tagen. Ihm gelang u.a. die erfolgreiche Wette auf die Nummer “5″, die tatsächlich in fünf aufeinander folgenden Ziehungen kam. François Blanc setzte mehrere Privatdetektive auf ihn an, die allerdings keinerlei Unregelmäßigkeiten entdecken konnten. Das Misstrauen von Blanc kam nicht von ungefähr, er selbst war schließlich auch kein Kind von Traurigkeit. Sein erstes Vermögen verdiente Blanc mit Insidergeschäften an der Pariser Börse. Durch Beamtenbestechung war er bereits im Vorfeld über Kursschwankungen informiert und nutzte diesen Informationsvorsprung geschickt aus. Wells selbst versicherte auch später immer wieder, es hätte sich tatsächlich um eine Glückssträhne gehandelt. Das von ihm gespielte System war schlichtweg das von mir schon häufig geächtete Martingale System: die fortwährende Verdopplung des Einsatzes, um Verluste auszugleichen. Wells war hauptberuflich ein brillanter Ingenieur, der u.a. ein Verfahren erfand, den Verbrauch von Dampf-Schiffen zu senken. Hinzu kam, dass er über ein hohes Maß an Überzeugungskraft verfügte. So überredete er immer wieder wohlhabende Leute, in seine Erfindungen zu investieren.

Im Winter 1892 reiste Wells mit seiner Geliebten auf einer großen dampfbetriebenen Yacht erneut nach Monte Carlo. Wells erklärte seinen Geldgebern, dass er die Yacht benötigte, um seine Erfindung zu testen. Im Monte Carlo angekommen sprengte Wells die Bank weiter sechs Male. Doch dann verlor er sein gesamtes Geld und bedauerlicherweise auch das Geld seiner Investoren. (Ein Happy End wäre ja auch zu schön gewesen) Diese hatten ihm teilweise sogar noch zusätzliches Geld angewiesen, damit Wells – wie er vorgab – seine Erfindung reparieren könne. Wells wurde in Le Havre festgenommen und nach England ausgeliefert. In Old Bailey wurde Wells des Betrugs für schuldig befunden und zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Später kassierte Wells drei weitere Jahre Haft wegen Betrugs. Die nachfolgende Emigration nach Frankreich brachte ihm auch nicht das erhoffte neue Leben. In seinem neuen Heimatland wurde er wegen Betrugs erneut zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Im Jahre 1926 verstarb Wells völlig verarmt in Paris. Im Jahr 1935 gab es einen Film namens “The Man Who Broke der Bank in Monte Carlo”, und im Jahr 1983, schrieb Michael Butterworth ein Buch mit dem gleichen Namen.

 

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