Muss Social Gaming reguliert werden?

Muss Social Gaming reguliert werden?

13 Sep 2016 | 01:37 Autor: Melissa Körner

Die Welt der Sozialen Medien ist voller Spiele, anfangen von FarmVille über Angry Birds bis hin zu Online Casinos. Spiele, bei denen die Menschen direkt gegen- bzw. miteinander spielen können, sind nach wie vor Trend. Experten warnen jetzt vor diesen Spielen und fordern, auch sie zu regulieren, um verantwortungsvolle Spielen möglich zu machen.

Social Gaming hat zunächst einmal nichts mit Glücksspiel zu tun, einer jüngsten Diskussion auf einem internationalen Treffen der Regulierungsbehörden zufolge, braucht aber auch das Social Gaming Regeln. Bei Sozialen Spielen sind Spiele gemeint, die die Interaktion mit anderen Spielern verlangen, darunter Multiplayer Online Slots, aber auch Quiz-Spiele und Spiele, die Sozialen Netzwerken angehören, wie FarmVille.

In den vergangenen Jahren, die es diese Art von Spielen nun schon gibt, wurden sie immer als harmlos eingestuft – sie sollen Unterhaltung bieten. Ein Risiko gibt es nicht. Die meisten gibt es sogar kostenlos. Doch diese Ansicht scheint sich gerade zu verändern, nicht zuletzt wegen den immer weiter verbreiteten so genannten „In-App-Käufen“. Bei vielen Spielen sind es erst diese kleinen Ausgaben, die man für Fähigkeiten, Waffen oder ähnliches macht, die einen Spieler weiter bringen.

FarmVille 2 In-App Purchases

In-App-Käufe in FarmVille 2

 

Experten haben doch Bedenken

Bei einem Treffen internationaler Regulierungsbehörden (World Regulatory Briefing) äußerten Experten ihre Bedenken gegenüber den Sozialen Spielen und der Gefahr, die sie für junge Spieler darstellen.

So BetBuddy CEO Simo Dragicevic während der einer Diskussion zum Thema:

Die jungen Leute sind es, die am meisten riskieren. Sie sind noch nicht erwachsen genug, um wirklich kluge Entscheidungen zu treffen. Wenn sie um Geld spielen wollen, finden sie einen Weg.

Dragicevic muss es wissen, denn er hat eine Plattform entwickelt, die das Verhalten von Online Glücksspielern analysiert.

 

Ein Geschäft mit Risiken

Das Ziel verantwortungsvollen Spielens und der Regulierung von Spielen ist es, die Bedürfnisse der Spieler zu achten und die Spiele vermarkten zu können, ohne dabei die Menschen zu gefährden. Bei dem Treffen der Spiele-Experten in London vergangene Woche schien sich abzuzeichnen, dass gewisse Spiele gerade der Jugend gegenüber weniger verlockend sein dürften und mehr Regeln benötigen.

eSports

eSports: DotA 2 Turnier

Auch die immer größer werdende Popularität von eSports und den Wetten auf diese virtuellen Spiele, aber auch dem anhaltenden Erfolg von Social Games, wird es immer wichtiger, auch die Kehrseite der Medaille zu betrachten und herauszufinden, inwieweit auch die auf den ersten Blick so harmlos wirkenden Sozialen Spiele ein konkretes Regelwerk bedürfen. Denn während der Markt sich mit Anzeigen und In-App-Käufen ein goldenes Näschen verdient, fehlt es an einer Regulierung des selben.

 

Casinos locken mit Online Casinos 

Auch im Bereich von Online Glücksspiel gibt es Soziale Spiele, die den Experten Schweißperlen auf die Stirn treiben. Damit sind aber nicht die Angebote der modernen Online Casinos gemeint, denn diese sind durch die Vorgaben im Land des Lizenzgebers reguliert und dürfen vielerorts nicht beworben, in  Deutschland sogar gar nicht erst besucht werden – zuordnest darf nicht um echtes Geld gespielt werden. Es geht um die Online Angebote stationärer Spielbanken und Casinos, mit denen die Spielbanken Kunden locken.

Das Plainridge Park Casino im US-Bundesstaat Massachusetts beispielsweise beherbergt merh als 1.200 Spielautomaten. Und auch Online bietet das Casinos eine ganze Bandbreite an Spielen an, darunter Online Slots und Video Poker. Die Spieler des Casinos erhalten alle paar Stunden kostenlose Credits für die Online Spiele, können aber auch Credits für echts Geld kaufen.

Weil aber Online Glücksspiel in Massachusetts nicht erlaubt ist, können die Spieler im Online Casino kein Geld gewinnen. Trotzdem ist das Spiel-Erlebnis echt. Das Casino hat sogar die Chancen an seinen Online Slots verändert, damit die Spieler, die ja nur zum Spaß spielen und nicht um Geld, häufiger gewinnen. In einem Test konnte ein Spieler aus einem Einsatz in Höhe von 750 Credits in kürzester Zeit einen Gewinn in Höhe von 16.375 Credits machen.

PlainridgeParkCasinoSlots

Habe die Slots selbst ausprobiert:
schon beim dritten Spin spuckte der Slot eine ungewöhnlich große Anzahl an Credits raus.

Das alles ist doch nur zum Spaß?! Keiner riskiert etwas? Das mag sein, aber dieses ständige und besonders leichte Gewinnen kann die Spieler ins Echtgeld-Casino treiben. Für das Plainridge Park Casino ist das Angebot schlicht und ergreifend Werbung, um die Spieler ins Casino zu locken. Werbung, die auf Kosten der Spieler geht?

 

Social Games regulieren oder nicht?

Denn – und so kommen wir wieder zum eigentlichen Thema, dem Social Gaming: Es ist das Spiel selbst und nicht der Preis, den es kostet, das die Abhängigkeit schafft. Es ist belegt, dass auch Computerspiele zu einer Abhängigkeit führen können.

Doch braucht es deshalb eine Regulierung des Marktes des Social Gamings? Vermutlich ja, aber nicht die Spieler selbst müssen reguliert werden, sondern der Markt und wie die Marktteilnehmer um ihre Kunden werben dürfen.

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