Poker - Limit und No Limit Hold'em

Poker - Limit und No Limit Hold'em

14 Okt 2011 | 10:35 Autor: Pia, Harald

Eure Stärken liegen gerade in der Psychologie und dem richtigen Einschätzen der „Tells“ und „Reads“. Deshalb beabsichtigt ihr nicht vor allem Online-Poker zu spielen sondern sucht auf Turnieren die direkte, persönliche Auseinandersetzung mit euren Gegnern. Ob ihr Limit oder No-Limit Turnier dabei spielt, ist ein entscheidender Faktor für eure weitere Poker Strategie.

Limit oder No Limit Hold'em

Bevor ich auf diese Unterschiede näher eingehe, erläutere ich zuerst die verschiedenen Varianten die bei Texas Hold´em gebräuchlich sind. Dazu gehört auch der Begriff des Stack.

- Als Stack (deutsch „Stapel“) bezeichnet man beim Pokern die Summe der Werte der Chips eines Spielers. Viele Spieler versuchen, möglichst viele kleinwertige Chips zu sammeln, um ihren Stapel höher erscheinen zu lassen. So hinterlassen sie bei den gegnerischen Spielern einen zusätzlichen psychologischen Eindruck des „Winners“. Bedeutend ist aber immer nur die Summe der gesamten Chipwerte.

Seid ihr euch nicht sicher, so dürft ihr während eines Turniers die Frage nach der Größe des Stacks jederzeit stellen. Hier gibt es dann auch kein Drumherumgerede sondern sie muss euch korrekt beantwortet werden. Besitzt ihr dann immer noch Zweifel, so könnt ihr auch verlangen, dass der Dealer die Chips nachzählt. Die Spieler, die am wenigsten Chips (Summe der Chipwerte) haben, werden als Shortstacks oder auch Smallstacks bezeichnet, in Gegensatz zu den Bigstacks (die Spieler mit vielen Chips) oder auch dem Chipleader, dem Spieler mit den meisten Chips. Hat ein Spieler keine Chips mehr, so ist er aus dem laufenden Turnier ausgeschieden.

Bei einigen Turnieren ist es aber auch möglich, ein sogenanntes Rebuy zu tätigen, also Chips erneut zu kaufen. Bei Spielen ohne Turniercharakter (Cash Games) ist dies immer möglich.

Grundsätzlich werden bei Texas Hold´em in vier Limits unterschieden. No-Limit und drei Varianten von Limit Turnieren.

No-Limit Turniere: Bei diesenTurnieren besteht ein Minimum für ein Bet bzw. ein Raise und der Maximaleinsatz ist nur durch die Höhe der Stack der Spieler begrenzt. Sein persönliches Maximum kennt jeder selbst, da er weiß wie viele (oder zumindest wissen sollte) Chips er noch besitzt. Entscheidend ist eben aber auch, dass bei No-Limit Turnieren ein Minimum für jeden Bet existiert.

In den meisten Casinos wird nach der Regel gespielt, dass der so genannte Minimum-Bet dem jeweils aktuellen Big Blind bzw. dem in der letzten Wettrunde gebrachten Einsatz entsprechen muss. Will ein Spieler aber erhöhen (Raisen) so hat er den Bet zumindest zu verdoppeln. Eine weitere Erhöhung (Reraise) muss dann wiederum der Differenz zwischen Bet und Raise entsprechen. Ich erkläre euch dieses noch einmal an konkreten Zahlen. Sind die Blinds also zum Beispiel bei 100 (Smallblind) und 200 (Bigblind), so muss eine Bet mindestens den Wert von 200 haben. Eine Erhöhung bei einem Bet von 200 findet dann demzufolge bei 400 statt.

Wird aber der Bet von 200 auf 500 erhöht, so braucht ihr dann für ein eventueller Reraise nicht erneut den Betrag zu verdoppeln, sondern nur der Differenz von Bet und Raise zu entsprechen. In diesem Fall also um 300 auf 800. Setzt ein Spieler seinen gesamten Stack (Table stake), so ist dieses das bekannte All-In.

 

Drei Varianten mit Limit

Pot Limit

Ihr dürft nur höchstens so viel setzen, wie sich zurzeit im Pot befindet.

Split Limit (auch Spread Limit)

In den ersten beiden Wettrunden darf maximal bis zum Lower limit, ab der dritten Wettrunde bis maximal zum Higher limit gesetzt werden. Beträgt zum Beispiel das Small blind 20 € und das Big blind 40 €, so beträgt das Lower Limit 40 € und das Higher Limit zumeist 80 €. In jeder Wettrunde darf dazu der Einsatz höchstens drei Mal gesteigert werden.

D. h. ein Spieler eröffnet die Runde mit einem Einsatz (Bet), dieser kann nun erhöht (Raise), weiter gesteigert (Reraise) und die Wettrunde mit einer letzten Steigerung (Cap) abgeschlossen werden. Sind nur noch zwei Spieler im Spiel, so darf solange erhöht werden, bis ein Spieler entweder gleichzieht (hält) oder aufgibt.

Fixed Limit

Verhält sich dem Split Limit sehr ähnlich,  allerdings sind hier die Einsatzhöhen fest vorgegeben. In den ersten beiden Wettrunden beträgt der Fixed Limit ein Big Blind, in den letzten beiden Runden zwei Big Blinds. Jede weitere Erhöhung (Reraise) beträgt dann ebenfalls ein Big Blind bzw. zwei Big Blinds. Zusätzlich werden beim Fixed Limit von der Turnierleitung noch die maximale Zahl der Erhöhungen festgelegt, z.B. auf fünf (2 Raise,  2 Reraise, Cap).

Das No Limit und das Limit Spiel verlangen unterschiedliche Denkansätze. Viele professionelle Poker Spieler bevorzugen No Limit, besonders dann, wenn sie realisieren, dass ihre Gegner ungeübter sind. Eine Pott- Kontrolle ist hier wesentlich schwieriger.

Die permanente Möglichkeit, dass ein Spieler eine große Erhöhung tätigt und somit seine Gegenüber aus dem Pott zwingt, verändert die Dynamik des Spiels. Gerade unerfahrene Spieler sind dann nicht in der Lage ihre Strategie dieser Änderung anzupassen. Ich versuche euch die jetzt einmal die entscheidenden Denkunterschiede zu erläutern.

Ein Schlagwort ist die Kontrolle der Pottgröße. Gleich ob ihr Position spielt oder euch an dem Hutchison Punktesystem orientiert, bei Limit Hold´em, ist es generell am besten zu setzen, wenn ihr der Meinung seid über das beste Blatt zu verfügen.

Es bestehen natürlich einige Situationen, in denen andere Alternativen besser wären, aber in den allermeisten Fällen werdet ihr mit starken Karten setzen umso den optimalen Wert herausziehen zu können. Dieses ist eine bei weitem nicht so eindeutige Entscheidung im No Limit Hold´em.

Wenn ihr ein einigermaßen wertvolles Blatt habt, ist es oftmals wesentlich sinnvoller zu schieben und erst beim Turn mitzugehen. Eine Setzrunde zu eröffnen, gestaltet sich im No Limit Spiel weitaus gefährlicher, als im Limit Spiel. Im Limit könnt ihr im Extrem damit konfrontiert werden, dass ihr von einem Spieler eine erneute Erhöhung mit einem festgelegten und einfach mitzugehenden Betrag erhaltet.

Im No Limit Format dagegen kann eine Erhöhung  katastrophale Folgen haben. Hier besteht das Risiko, dass ein Spieler nun seinerseits wiederum eine sehr große erneute Erhöhung spielt, die euch in eine sehr schwierige Lage bringt. Deshalb verstehen gute No Limit Spieler, dass es Zeiten gibt, in denen Sie die Pottgröße klein halten sollten, selbst wenn sie wahrscheinlich das beste Blatt haben.

Sie gehen mit oder schieben in Situationen, in denen sie mit Sicherheit in einem Limit Hold´em Spiel setzen oder erhöhen würden.

Dasselbe gilt für die Freien Karten. (Als Freie Karte bezeichnet man eine Karte, wenn man sie kostenlos einsehen kann. Checken z.B. beim Flop alle Spieler, dann kann jeder die nächste Karte sehen ohne gesetzt zu haben. Diese Karte nennt man dann Freie Karte oder Free Card.)

Eine der ersten Lektionen, die jeder Spieler bei Limit Hold´em Spiel lernt,  beinhaltet den Grundsatz: - Möglichst keine Freie Karten zu vergeben, wenn sie davon ausgehen das beste Blatt zu halten -. Keine Freie Karte schützt die eigene Hand (eine Freie Karte verleiht jedem die Chance sein bis dahin auch schlechtes Blatt zu verbessern) und maximiert den Pott. Im No Limit Hold´em sind Freie Karten oft ein ungeliebtes aber notwendiges Übel.

Das Risiko zu setzen und die Setzrunde erneut zu eröffnen, erweist sich manchmal als zu groß und es beweist sich als vorteilhafter zu schieben und seine Entscheidung erst am River zu treffen. Gerade eine Pott-Maximierung ist im No-Limit auch dann noch möglich wenn alle Board Karten offen liegen.

Ihr seht, ein unkontrolliertes Pottwachstum ist das größte Risiko dem ihr beim No Limit Hold´em ausgesetzt seid. Deshalb ist richtig einschätzen zu können, wie hoch eure Gegner - auch mit schlechteren Karten - bereit sind zu setzen, der Schlüssel zum Erfolg. Nur so könnt ihr die jeweils bestmögliche Entscheidung treffen.

Ich empfehle  No Limit Turniere erst dann zu spielen, wenn ihr eine große Erfahrung im Pokern besitzt.

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