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Online Poker Strategie

Inhaltsverzeichnis

Poker ist das beliebteste Glücksspiel schlechthin.

Auf der ganzen Welt spielen es die Leute im Casino, zu Hause und natürlich auch online.

Einige haben sich sogar dank der schnellen Vernetzung professionalisiert: mit Poker kann man tatsächlich sogar sein Einkommen bestreiten.

Das geht aber nur, weil Poker eben kein reines Glücksspiel ist, sondern der Erfolg im großen Maße von der Strategie und der Geschicklichkeit der Spieler abhängt.

Deshalb ist es erwiesenermaßen von größter Wichtigkeit, von den besten zu lernen und Strategien zu entwickeln, die die besten Wahrscheinlichkeiten für Erfolg bieten.

Weil Poker zudem nicht unter einem Hausvorteil des Casinos leidet - die Spieler spielen direkt gegeneinander und müssen nichts von ihren Gewinnchancen abgeben - ist die Marge beim Spiel höher als bei anderen Spielen.

Die wichtigsten Hinweise zur Pokerstrategie

Es gibt nicht “die eine” Strategie, um beim Poker zu gewinnen.

Beim Poker gibt es sehr, sehr viele Faktoren, die man nicht allgemein zusammenfassen und rechnerisch erörtern kann. Deshalb gibt es, anders als etwa beim Black Jack oder Video Poker, keine Anleitung dafür, wie man immer spielen sollte.

Abgesehen vom Glück ist eben die Übung und das Geschick des Spielers erforderlich, sowie die Einschätzung darüber, wie das Spiel aufgebaut ist, wie viele Spieler mitspielen, um welche Variante es sich handelt, wie stark die Hand in einer speziellen Position ist (im Gegensatz zu einer anderen Position), ob geblufft wird, und so weiter und so fort.

Dennoch lassen sich einige universale Hinweise finden, die das Spiel gliedern und besonders Anfängern eine Starthilfe dabei geben, was im Spiel schließlich zu beachten sein sollte.

Fundamentales Theorem des Poker

Das fundamentale Theorem des Poker von David Sklansky besteht aus der folgenden Aussage:

Man gewinnt, wenn man so spielt, als kenne man die gegnerischen Karten und gewinnt, wenn die Gegner anders spielen, als wenn sie es tun würden, wenn sie die eigenen Karten kennen würden.

Mit anderen Worten: man sollte immer so gut es geht antizipieren, welche Karten die gegnerischen Spieler auf der Hand haben und danach spielen. Gleichzeitig sollte man durch ein langsames Spiel oder gewieftes Bluffen die Gegner so beeinflussen, dass sie von dieser Regel abweichen.

Pot Odds (Pot Wahrscheinlichkeiten)

Das Verhältnis zwischen den Pot Odds (Wahrscheinlichkeit, den Pot zu gewinnen) und die Gewinnchancen ist eines der wichtigsten Konzepte für eine gelungene Pokerstrategie. Pot Odds ist das Verhältnis von der Größe des Pots zur Größe der verlangten Wette um im Pot zu bleiben.

Mit anderen Worten: wenn ein Spieler 10€ callen muss um einen 40€ Pot zu gewinnen, dann liegen die Pot Odds bei 4 zu 1. Um eine positive Erwartung an den Gewinn zu haben, muss die Gewinnwahrscheinlichkeit des Spielers besser sein als die Pot Odds. Wenn die Gewinnwahrscheinlichkeit auch bei 4 zu 1 liegt, kommt der Spieler bei Null raus.

Täuschungsmanöver und Bluff

Durch Täuschungsmanöver kann ein Pokerspieler darauf hoffen, dass der Gegner anders spielt als er sollte (er soll immer so spielen, als könne er die Karten sehen).

Bluffen ist eine Form des Täuschungsmanöver: der Spieler wettet dabei stark auf eine schwache Hand, um die anderen zum Folden (Aussteigen) zu bringen.

Das langsame Spielen ist das Gegenteil vom Bluffen: mit einer starken Hand langsam und wenig wetten, damit andere Spieler mit einer relativ schwachen Hand weiter wetten oder sogar den Einsatz erhöhen und damit die Auszahlung am Ende der Runde zu maximieren.

Position

Die Position bezeichnet den Platz, an dem der Spieler am Tisch sitzt. Diese kann maßgeblich zur Spielstrategie beitragen.

Poker Strategie, Positionen am Poker Tisch

Spieler, die in frühen Positionen sitzen und daher zuerst reagieren müssen, brauchen stärkere Hände um zu wetten oder den Einsatz zu erhöhen als Spieler, die erst später dran sind.

Beispielsweise: wenn fünf andere Spieler nach dem ersten kommen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass einer von ihnen den Einsatz noch erhöht. Der letzte Spieler wird dann schon gesehen haben, wie seine Gegner setzen, wetten und aussteigen und die Situation besser einschätzen können.

Die Position am Pokertisch ist eine der wichtigsten Elemente einer soliden Strategie. Die Informationen, die mit der Position einhergehen, sind ungemein wichtig für einen positiven Spielverlauf.

Bankroll Management

Beim Poker wird mit Mindesteinsätzen (Blinds) gespielt. Manchmal kann es sein, dass man schon durch die Blinds am Geldverlieren ist. In Kombination mit schlechten Karten kann das sehr schnell dazu führen, dass man kaum gespielt hat und trotzdem sein Geld in den Abfluss spült.

Das ist beim Poker aufgrund der Varianz völlig normal, es gibt eben gute Runden und schlechte Runden, die man aussitzen muss. Trotzdem macht es keinen Sinn, sich von diesem Kreislauf auffressen zu lassen.

Deshalb ist das sogenannte Bankroll Management wichtig. Mit diesem strategischen Fundament spielt man bestimmte Limits innerhalb seines finanziellen Haushaltes (die man eben Bankroll nennt).

Wer längere Zeit Poker spielt, wird konsistent Geld verlieren. Nicht, weil man schlecht spielt, sondern weil es die Verteilung der Karten manchmal so will. Diese Fluktuationen müssen ins Spiel einberechnet werden. Das bedeutet, wenn man nicht genug Geld in der Bankroll hat, um einen solchen lang anhaltenden Tiefschlag zu absorbieren, kann man alles sehr schnell verlieren. Deshalb gelten folgende Regeln:

Bei Cash Games:

Wer Pot Limit oder No Limit Poker spielt, sollte 20 Mal den Buy-In in der Bankroll haben.

Das bedeutet: wer bei einem Maximum Buy-In von 200€ und 1€/2€ Blinds mitspielen will, sollte mindestens 4000€ mitbringen.

Wer Limit Holdem spielt, sollte 300 Big Bets als Minimum mitnehmen.

Wer also ein 1€/2€ Limit Holdem spielt, sollte mindestens 600€ mitbringen.

Bei Turnieren:

Es ist empfehlenswert, eine Bankroll mitzubringen, die dem Spieler 40 Buy-Ins geben würde.

Wer also ein 10€ + 1€ Sit ‘n Go Spiel spielen möchte, sollte 440€ in seiner Bankroll haben.

Pokervarianten und Basisstrategien

Es gibt viele, fast unzählige Pokervarianten, die alle verschiedene Spielabläufe und Regeln haben. Deshalb ist es unmöglich, eine einheitliche Strategie für alle Spiele zu entwickeln. Das mit Abstand beliebteste Pokerspiel ist neben Seven Card Stud und Omaha Hold 'em die Texas Hold 'em Variante.

Das "Hold 'em" im Namen bezeichnet alle Pokervarianten, die mit fünf offenen Community Cards gespielt werden, die von allen Spielern am Tisch zur Bildung der Pokerhand genutzt werden können.

Texas Hold 'em Basisstrategie

Um im Texas Hold 'em Poker wirklich gut zu werden, muss man lernen, seine Gegner zu lesen und zu erkennen, wann sie bluffen und wann sie wirklich eine starke Hand haben. Mit den folgenden Grundsätzen kann man dafür sorgen, dass man auch gegen starke Spieler eine Chance hat.

Dennoch muss gesagt werden: es gibt keine einfache, schnell angewandte Strategie, die man nutzen kann, um immer zu gewinnen.

Jedes Spiel ist abhängig von unzähligen Faktoren, die ein guter Spieler zu berücksichtigen weiß. Ein guter Spieler spielt nicht konsistent immer das selbe, sondern weiß, wann es sich lohnt, abzuweichen (weil die Position oder die Hand oder die Anzahl der Spieler genau das her gibt).

Für Anfänger sind die unten gelistete Hinweise trotzdem nützlich, denn sie geben eine Idee davon, worauf eine Strategie aufgebaut werden kann.

Karten bewerten

Die erste Entscheidung im Texas Hold 'em Poker wird anhand der eigenen zwei Karten getroffen.

Wenn man sich seine Karten genauer anschaut, sollte man keinerlei Reaktion nach außen zeigen, weder sprachlich noch durch die verräterische Mimik. Der Gegner darf auf keinen Fall erahnen, was man auf der Hand hat - sonst ist das Spiel vorbei, bevor es angefangen hat.

Aber wie weiß man, dass die eigene Hand gut ist? Das hängt teilweise davon ab, wie viele Spieler am Tisch sind. Aber eine prinzipielle Regel ist, dass man lieber aus dem Spiel gehen sollte, wenn man weniger als ein Paar hat und beide Karten weniger als 10 sind.

Ein konservativer Spieler würde auch schon folden, wenn nur eine Karte weniger als 10 ist.

Ein aggressiverer Spieler würde vielleicht drin bleiben, wenn er eine 8 und 9 der gleichen Farbe hat (immerhin eine Chance auf einen Straight oder Flush).

Wenn der Big Blind klein genug ist, kann es sich vielleicht lohnen, den Flop zu sehen - selbst wenn die Hand nicht so stark ist. Wer durchchecken kann, sollte das natürlich machen, aber sich nicht im Laufe des Spieles darauf verlassen, dass die gewünschten Karten kommen.

Anbei eine Tabelle, die genau auflistet, wie man vor dem Flop zu spielen hat. Die Tabelle ist sehr hilfreich, um am Anfang ein Gefühl dafür bekommen, wie man seine Gewinnwahrscheinlichkeiten maximiert, und welche Starting Hands gut sind.

R = raise(d)

RR = reraise(d)

C = Call

F = Fold

UR = ungeraised

Wer mit dieser Tabelle im Online Poker Zimmer schon mal übt, kann sich schnell die nötige Intuition aneignen, wann ein Raise oder ein Call etwa angebracht sind - und welche Hände andere Hände schlagen, und wann man lieber aus dem Spiel gehen sollte.

Der Flop

Nachdem man den Flop gesehen hat, sollte man nicht zögern, seine Verluste an dieser Stelle zu minimieren und auszusteigen. Ein oft gesehener Anfängerfehler ist die Entscheidung “ich bleibe drin, habe ja schon bezahlt” zu treffen - denn es geht noch weiter, und die Wette kann erhöht werden.

Mit sieben Spielern am Tisch wird das Pärchen oder höher gewinnen. Wenn man nicht das hohe Paar nach dem Flop hat (etwa zwei Könige), und man keine guten Erwartungen auf einen Straight oder Flush hat, lautet die Devise: sofort raus. Allerdings sollte man sich auch der Tatsache bewusst sein, dass die Stärke der Hand proportional zur Anzahl der wegfallenden Spieler steigt.

Wenn man der erste am Flop ist, sollte man keine Angst vor dem Check haben. Das kann auf zwei Arten ein Vorteil sein.

1. Wenn die Hand eher schwach ist, kann man vielleicht noch eine weitere Karte sehen, ohne mehr in den Pot ein zu zahlen.

2. Wenn die Hand eher stark ist, kann man den ein oder anderen Gegner davon überzeugen, dass sie schwächer ist.

Turn & River

Die vierten und fünften Community Karten, die als Turn und River bekannt sind, geben noch zwei weitere Chancen darauf, den Pot zu verlassen bevor man noch mehr Geld verliert oder die potenziellen Gewinne zu maximieren. An diesem Punkt ist es wahrscheinlich, dass noch zwei weitere Spieler noch im Pot dabei sind. Der beste Ratschlag ist hier: vorsichtig sein.

Nach dem Turn sollte man nicht im Pot bleiben, weil man auf einen Straight oder Flush hofft - die Wahrscheinlichkeiten sind gegen diese Hoffnung; außer natürlich man kann durchchecken (also weiterspielen, ohne mehr Chips in den Pot zu schmeissen).

Im Endeffekt geht es darum: man sollte sich nicht erlauben, mit einer schwachen Hand zu tief in den Pot gesogen zu werden. Allerdings gibt es immer mal wieder einen Punkt, wo das eigene Investment bereits diktiert, dass man drin bleiben muss.

Es ist nützlich, das alles an den eigenen Chips zu messen. Wer bereits 40% seiner Chips im Pot hat, der kann auch noch mal 5% rein schmeissen. Aber das ist eine Grauzone, die mit Vorsicht erwogen werden sollte.


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