Die Skatregeln

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Die Spielregeln des Skat sind nicht ganz einfach. Doch wie bei jedem Spiel sollten sich auch die Skatregeln schnell verinnerlichen, wenn man es ein paar mal ausprobiert hat. Es gibt beim Skat verscheidene Spielarten, welche sich an den Trümpfen orientieren.

Hinterhand (der Kartengeber beim Skat) teilt die Karten wie folgt aus: 3 Karten an Vorderhand (links von Hinterhand), 3 Karten an Mittelhand (rechts von Hinterhand), 3 Karten an sich selbst und 2 Karten in den Skat bzw Stock (die Mitte der Runde). Anschließend nochmal je 4 Karten an Vorderhand, Mittelhand, Hinterhand und schließlich nochmals 3 an jeden.

Nun wird ausgereizt, wer an das Spiel kommt, sprich welcher Spieler gegen die anderen beiden spielt. Dannach kann sich der Alleinspieler entscheiden, ob er den Skat aufnimmt oder lieber von der Hand spielt. Hat er den Skat aufgenommen, kann er sich aussuchen, welche 10 Karten er behalten möchte und welche zwei er wieder zurück in den Skat legt (drückt). Dabei ist zu beachten, dass bei allen Spielen außer Null diese beiden "gedrückten" Karten bei der Punktevergabe mitgezählt werden.

Farbspiel

Dies ist das klassische Skatspiel, bei denen alle Buben und eine Farbe Trumpf sind. Diese wird vom Alleinspieler bestimmt und ist damit im Idealfall optimal an sein Blatt angepasst. Ziel des Farbspieles ist es eine höhere Punktzahl als seine(n) Gegenspieler zu bekommen. Pro Spiel gibt es maximal 120 Punkte zu verteilen. Dies ergibt sich aus den Werten der einzelnen Karten:

Karten-Typ Punkte pro
Karte/ 4 Karten
7er, 8er, 9er 0/0
10er 10/ 40
Bube 2/ 8
Dame 3/ 12
König 4/ 16
Ass 11/ 44
Gesamt 120

Diese Punkte erreicht man, indem man die Karten-Stiche für sich entscheidet. Die Punkte der beiden Teilnehmer, die als Team spielen, werden dabei zusammen gerechnet.

Wie bei allen gängigen Kartenspielen beginnt auch hier der linke Nachbar des Gebers (Vorderhand). Er spielt nun eine Karte aus, dessen Farbe von den anderen „bekannt" werden muss. Das bedeutet, dass sie die selbe Farbe ausspielen müssen, wenn sie diese auf der Hand haben. Pro Runde spielt jeder nur eine Karte. Derjenige, der die höchste Karte gespielt hat, erhält den Stich und legt diese beiseite; die Punkte werden am Ende des Spiels gezählt.

Sollte man nicht bekennen können, muss man sich entscheiden: Will man eine Karte „wegwerfen" oder will man einen Trumpf spielen? „Wegwerfen" bedeutet, dass man eine andere Farbe spielt, die kein Trumpf ist. Diese Karte kann keinem Fall einen Stich gewinnen, jedoch werden ihre Punkte bei der Abrechnung mitgezählt.

Beispiel: Vorhand spielt alleine gegen Mittelhand und Hinterhand, Kreuz ist Trumpf. Vorhand spielt eine Herz- Dame, Mittelhand daraufhin einen Herz- König. Hinterhand hat kein Herz, sieht aber, dass sein Partner Mittelhand bereits den Stich gewonnen hat. Nun sollte Hinterhand natürlich so viele Punkte wie möglich für sich und Mittelhand aus diesem Stich herauszuholen und spielt eine Pik- 10. Zwar ist 10 eine höhere Karte als König (4 Punkte), aber dadurch, dass es weder ein Herz (zu bekennende Farbe) noch Kreuz (Trunpf) ist, geht der Stich an Mittelhand. Bei der Abrrechnung werden die von Mittel- und Hinterhand gewonnen Stiche zusammen gezählt. 

Hand-Spiel

Bei einem Hand- Spiel wird zu Beginn der Skat nicht von dem Alleinspieler aufgenommen, sondern er begnügt sich mit den Karten, die er auf der Hand hat. Der Vorteil, wenn man den Skat nicht aufnimmt, ist dass man bei Gewinn dieses Spiels mehr Punkte bekommt; das gilt jedoch sowohl für den Alleinspieler, als auch seine Gegenspieler. Dazu mehr unter Abrechnung.

Ein Handspiel ist sowohl beim Farbspiel möglich, als auch bei den Spielarten Null und Grand.

Ouvert

"Ouvert" kommt aus dem Französischen und bedeutet „Offen". Das ist wörtlich zu nehmen, man spielt sprichwörtlich mit offenen Karten, die man gut sichtbar vor sich auf dem Tisch vor sich ausbreitet. Einen Ouvert sollte man deshalb nur mit einem sehr guten Blatt spielen. Die Gegenspieler sollten keine Möglichkeit haben, dieses Spiel zu gewinnen. Auch wenn man einen Ouvert für gewöhnlich bei einem Grand oder einem Null spielt, ist diese Variante auch beim Farbspiel möglich. Ein Ouvert lässt sich nur in Verbindung mit den vorangehenden Gewinnstufen spielen.

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