Spieler Legende Archie Karas verurteilt

Spieler Legende Archie Karas verurteilt

04 Dez 2014 | 15:56 Autor: Melissa Körner

Was wären Casinos ohne legendäre Spieler, die mit ihren grandiosen Glückssträhnen – oder auch Pechsträhnen – für Furore sorgten. Eine solche Legende ist Archie Karas, der in den 90er Jahren satte 40 Millionen Dollar gewann – und 30 Millionen Davon in nur zwei Wochen verlor. Diese Legende wurde nun von einem Gericht als Betrüger verurteilt.

Es sind die Legenden, die Casino-Geschichten zu guten Geschichten machen. Es sind aber auch die Betrüger und dreisten Diebe, die Casino-Geschichten zu guten Geschichten machen. Nicht immer zählen nur die Gewinne oder hohen Verluste, um in die Hall of Fame der besten Casino Geschichten einzugehen. Wie langweilig wäre denn ein „Ocean's Eleven“, wenn es in dem Film nicht um einen sagenhaft geplanten Casino-Überfall ginge, sondern „nur“ um einen Knüller-Gewinn?

Aber zurück zu Archie Karas – auch er ist das Salz in der Suppe der Casino-Legenden. In den 1990er Jahren schaffte er es mit seiner unglaublichen Glückssträhne zu einigem Ruhm. Nun ist der Ruhm zurück – allerdings ist es ein nicht ganz so schillernder. Vor wenigen Wochen wurde Karas nämlich zu drei Jahren Bewährung verurteilt – und zwar wegen Betrugs beim Blackjack.

 

Was hat Karas angestellt?

Der heute 63-jährige Karas wurde im vergangenen Jahr von den Überwachungskameras im Barona Casino in San Diego beim Markieren von Karten gefilmt. Bei späteren Durchsuchungen im Haus der Casino-Legende fanden die Polizisten ausgehöhlte Chips, in denen Karas vermutlich Tinte versteckte.

In der Folge musste Karas 6.800 Dollar von seinem 8.000-Dollar-Gewinn zurück zahlen. Die Summe, die er gewonnen hatte, nachdem er angefangen hatte, die Karten zu markieren.

Seit 1988 soll Karas bereits mehrfach mit Hilfe von Markierungen in Casinos betrogen haben. Das Nevada Gaming Control Board ließ ihn dafür vier Mal verhaften. Gemeinsam mit einem Partner soll Karas mit Hilfe von heimlich markierten Karten große Summen gewonnen haben. Für seine Vergehen wurde er nun verurteilt – auf freiem Fuß ist der noch, aber erlauben darf er sich nun nichts mehr.

 

Filmreifer Beutezug in Deutschland

Die großen und wirklich legendären Geschichten spielen meist in den USA – dort hat das Glücksspiel schillernde Figuren hervorgebracht. Aber auch hierzulande gibt es immer wieder Nachrichten von filmreifen Auftritten, wenn dreiste Diebe versuchen, sich an den Spielbanken zu bereichern, ohne dort zu spielen. Im Jahr 2012 schnappte die Polizei eine Betrüger-Bande, die mehrere Jahre lang deutsche Spielbanken ausgeraubt haben sollen – und dabei sehr planmäßig vorgegangen waren.

Lange Jahre der Ermittlungsarbeit steckten hinter der Festnahme auf einer Raststätte in Baden-Württemberg. Schon 2005 waren Mitarbeitern des Casinos in Bad Wiessee gewisse Dinge komisch vorgekommen. Das Casino schaltete die Kriminalpolizei ein und die Sichtung des Videomaterials bestätigte den Verdacht – hier war betrogen worden.

Bei ihren jahrelang planmäßig durchgeführten Aktionen gingen die Betrüger sehr effektiv ans Werk: Immer dann, wenn beim Roulette die Kugel fällt, lenkten die Täter den Croupier ab – und konnten so sehr hohe Beträge auf genau die Zahl setzen, die in Augenblick des Liegenbleibens bekannt wurde. Eine Taktik, die in Casino-Kreisen als „Poussette-Betrug“ bekannt ist.

 

Ein Überfall wie in einem schlechten Film

Nicht immer versuchen Kriminelle als Spieler getarnt an das Geld der Spielbanken zu kommen. Im Jahr 2010 gelang sechs Männern in Berlin ein filmreifer Auftritt. Mit Maschinengewähren, Schwertern und Handgranaten bewaffnet stürmten sie Europas größtes Poker-Turnier, das zu der Zeit im Berliner Luxushotel „Grand Hyatt“ abgehalten wurde. Die maskierten Männer bedrohten die Mitarbeiter, die in der Wechselstube des Hotels arbeiteten und verlangten das vorhandene Bargeld – um insgesamt 4,6 Millionen Euro ging es bei der EPT 2010.

Mit knapp 250.000 Euro waren die Männer geflohen, wurden aber sehr schnell von der Polizei geschnappt. Beim Prozess erhielten alle Täter und auch die Drahtzieher des Überfalls lange Haftstrafen, der Fahrer des Fluchtautos musste beispielsweise für sechs Jahre und vier Monate ins Gefängnis.

 

Auch Croupiers bereichern sich gern

Nicht immer sind es Täter von außen, die sich an den Casinos zu bereichern versuchen. Immer wieder stecken sich auch Mitarbeiter von Casinos das Geld in die eigenen Taschen. So beispielsweise in einem spektakulären Fall aus den 90er Jahren. Mehrere Croupiers und Spieler sollen in der Spielbank Bad Kissingen zusammen gearbeitet haben, um Geld zu erbeuten. Sie waren ein perfekt eingespieltes Team, nutzten geheime Zeichen und perfektes Timing und ebenfalls den Pousette-Betrug, um innerhalb von acht Monaten etwa 129.000 Euro zu ergaunern.

Poussette-Betrug

Bei dieser Art des Betruges beim Roulette versuchen die Täter noch Chips auf den Tisch zu legen, wenn die Kugel schon gefallen ist.

Das Wissen, welche Zahl gewinnen wird, ist beim Roulette sehr wertvoll.

Sofort nach Fallen der Kugel räumt der Cropuier in der Regel die Verlustfelder ab – für die Täter eine Chance, den Croupier abzulenken und noch Chips auf die gewinnende Zahl zu legen.

No Image
Mehr über Melissa Körner

Chef-Redakteur

Promotions

Casinoraum Promotion
Betfair Casino 10 Euro setzen, 10 Euro sofort gewinnen
Wer zum ersten Mal im Live Dealer Casino des BetFair Casino spielt, erhält einen Willkommensbonus, der sofort zum Spielen genutzt...

Zahlungsoptionen Guides

Gratis Roulette

Roulette online gratis spielen

Roulette online gratis spielen

Roulette: es ist das Glücksspiel, um das sich Mythen ranken. High Roller lieben es, Amateure lieben es, Casinos lieben e...

weiter

Bonus Calculator

IHRE GLÜCKSZAHL

lukcynumber
lukcynumber

Gratis Blackjack

Blackjack online gratis spielen

Blackjack online gratis spielen

Es gibt viele Gründe dafür, wieso man Online Blackjack gratis spielen sollte, und die zählen nicht nur für Anfänger, son...

weiter