Staat konfisziert Blackjack-Gewinn

Staat konfisziert Blackjack-Gewinn

12 Jan 2015 | 11:51 Autor: Melissa Körner

So jung der Januar noch ist, so schwarz ist er bereits für deutsche Online Casino Spieler. Ein Gerichtsurteil aus München könnte zum Präzedenzfall für andere Urteile werden und das Leben der Online Casino Spieler in Deutschland erschweren: Das Münchner Amtsgericht verurteile einen Malermeister zu 2.100 Euro Geldstrafe wegen illegalen Online Glücksspiels – sein Gewinn in Höhe von 63.490 Euro wurde von der Staatskasse eingezogen.

Es ist wahrlich ein schwerer Schlag für die Online Casino Spieler hierzulande – und auch für den 25 Jahre alten Malermeister aus München, dem seine Glücksspiel-Leidenschaft zum Verhängnis wurde.

Er wurde vom Amtsgericht München wegen seines regelmäßigen Blackjack-Spiels in einem nicht näher genannten Online Casino zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Gewinn, den er dabei erzielt hatte, wurde von der Staatskasse eingezogen. So bereichert sich der Staat also an zugegebenermaßen nicht rechtmäßig erworbenen Gewinnen...

Krücke Glücksspielstaatsvertrag

Ja, der Gewinn war nicht rechtmäßig erworben, denn leider, leider ist das Spielen in Online Casinos in Deutschland tatsächlich nicht erlaubt – und das nicht erst seit gestern. Schon jahrelang läuft die Debatte um den deutschen Glücksspielstaatsvertrag, der mit Ausnahme von Pferdewetten alle Online Glücksspiele verbietet.

Nicht nur bei der Casino-Lobby und den deutschen Spielern ist der Vertrag verpönt – selbst die Europäische Kommission hat die monopolistischen Regelungen in Deutschland scharf kritisiert. Geändert hat das bisher noch nichts.

Halt, doch, es sollten tatsächlich Lizenzen für ausländische Glücksspielanbieter vergeben werden, zumindest im Bereich der Sportwetten, doch passiert ist bisher noch nichts. Die EU Kommission ging sogar so weit zu sagen, dass der deutsche Glücksspielstaatsvertrag gegen geltendes EU-Recht verstößt, nämlich gegen den freien Handel innerhalb der EU. Die Glücksspielgesetze sollten deshalb zeitnah liberalisiert werden. Doch davon sind wir in Deutschland noch weit entfernt.

Malermeister zockt vom Firmenkonto

Doch zurück zum aktuellen Fall aus München. Der Malermeister soll bei einem in Gibraltar ansässigen Online Casino innerhalb von nur acht Monaten stolze 121.000 Euro gesetzt habe. Eine beachtliche Summe – etwa die Hälfte davon soll er vom Konto seines Unternehmens überwiesen haben.

Das war offenbar keine gute Idee, denn so kam man ihm auf die Schliche... Beim Spiel hatte der 25-jährige aber ein gutes Händchen, das Casino hatte ihm insgesamt 260.000 Euro ausgezahlt. Die Staatskasse bediente sich daran und zog 63.490 Euro aus den Gewinnen ein, die sie ihm nachweisen konnte.

Der Münchner, dessen Name in den Medien nicht genannt wird, verstand vor Gericht die Welt nicht mehr. Und offenbar hatte er von den in Deutschland geltenden Gesetzen nicht viel gewusst – zumindest gab er das an. Ob das nur eine Masche war und er genau wusste, dass er sich mit seinem Blackjack Spiel im Online Casino in einer rechtlichen Grauzone befand, kann man nur vermuten.

Der Maler sagte jedoch, dass er dachte, das Online Glücksspiel sei in Deutschland erlaubt. Schließlich machen deutsche Prominente wie Boris Becker in großem Stil Werbung für Online Poker & Co.

Der Richter lies sich von dieser Aussage nicht beeindrucken, der Spieler hätte nur mal das Kleingedruckte im Online Casino lesen müssen. Dort stehe, dass das Online Glücksspiel in einigen Ländern verboten sei und jeder Spieler prüfen müsse, welche Vorschriften in seinem Land gelten.

Ein klein wenig schnippisch wirkte die weitere Feststellung des Richters, dass der Maler nur mal bei Google hätte nach „Glücksspiel“ suchen müssen und schon hätte er herausfinden können, wie es um die rechtlichen Regelungen in Deutschland stünde.

Gericht unterstellt Vorsatz

So wurde dem Blackjack-Glückspilz also „bedingter Vorsatz“ unterstellt – er hätte wissen müssen, dass sein Spiel illegal sei – und er wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.100 Euro verurteilt. Seinen verbleibenden Gewinn musste er an die Staatskasse abdrücken. Mit einer Gefängnisstrafe musste er allerdings nicht rechnen. So ist der Malermeister aus München noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen – und in der Online Casino Szene grummelt es.

Viele dürften jetzt mehr Bauchschmerzen haben, wenn sie in einem Online Casino spielen. Wer wirklich legal in einem Online Casino spielen will, muss entweder in Hamburg leben (denn dort wurden einige Lizenzen an Online Casino Anbieter vergeben) oder warten, bis sich die Damen und Herren der Landesregierungen wieder mal an einen Tisch setzen, um den Glücksspielstaatsvertrag zu diskutieren und hoffen, dass es dieses Mal dann gut ausgeht für das Glücksspiel im Internet.

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