Von Wissenschaft und Glücksspiel

Von Wissenschaft und Glücksspiel

10 Jun 2016 | 04:08 Autor: Melissa Körner

Der britische Mathematiker Adam Kucharski stellt in seinem neuen Buch „The Perfect Bet: How Science and Math Are Taking the Luck Out of Gambling“ eine interessante These auf. Er behauptet, dass die wissenschaftliche Erkenntnisse und Errungenschaften der modernen Welt stark vom Glücksspiel profitiert haben. Eine interessante Lektüre, nicht nur für Zocker.

Kucharski hat einen Abschluss in Mathematik der Universität von Warwick und einen Ph.D in angewandter Mathematik der Universität von Cambridge – er scheint also eine zuverlässige Quelle zu sein, wenn es um mathematische Annahmen geht. Und weil Wissenschaftler auch immer etwas veröffentlichen müssen, hat Kucharski ein Buch geschrieben. Darin beschreibt er, dass Wissenschaftler und Mathematiker auf der ganzen Welt immer wieder Kartenspiele und andere Glücksspiele dazu nutzen, um Theorien zu nutzen, die einen Einfluss auf unseren Alltag haben.

Adam Kucharski

Adam Kucharski

Adam Kucharski unterrichtet an der London School of Hygiene & Tropical Medicine. Zugegeben, ein Ort, an dem man den Autor des Buches „The Perfect Bet“ nicht vermutet hätte.

Am Tropen-Institut arbeitet er an mathematischen Analysen im Zusammenhang mit dem Ausbruch von Epedemien. Darüber hinaus schreibt er Artikel für wissenschaftliche Magazine, wie Scientific American, Nautilus, BBC Focus, Financial Times und den Observer.

Sein Buch „The Perfect Bet“ ist erhältlich bei Amazon.

Mit Beispielen aus Mathematik, Psychologie, Wirtschaft und Physik erklärt Kucharski in seinem Buch, warum Glücksspiele uns und der Wissenschaft auch weiterhin spannende Einblicke in Glück und Entscheidungsfindungsprozesse gewähren werden. „Von Galileo bis Alan Turing waren Glücksspiele für Wissenschaftler immer der Spielplatz ihrer Ideen: Würfelspiele in den Gaststätten des 16. Jahrhunderts brachten die Theorie der Wahrscheinlichkeit hervor“, verrät Kucharski auf dem Buchrücken.

 

Glück oder Geschick

Kucharski stellt auch fest, was viele Spieler längst aus Erfahrung wissen: „Die Grenze zwischen Glück und Geschickt und zwischen Spielen und Investitionen ist selten so klar wie wir denken“. Deshalb plädieren ja auch viele vor allem erfahrene Poker-Spieler dafür, das Spiel als Geschicklichkeitsspiel zu definieren und nicht allein als Glücksspiel. Für sie ist klar, dass das Können ein grundlegendes Element bei vielen Tischspielen, wie Poker und Black Jack ist. Oder sogar Baccarat, wenn Sie das Spiel so beherrschen wie Phil Ivey (oder vielmehr das Edge Sorting). Die Grenzen sind fließend, wann hört das Glück auf, wann beginnt der Einfluss des spielerischen Könnens?

Edge Sorting

Das so genannte „Edge Sorting“ ist eine Technik, mit der Kartenspieler kleinste Unregelmäßigkeiten im Druck auf der Rückseite von Spielkarten erkennen können. Die Karten sind sozusagen vom Hersteller „markiert“. Versierte Spieler können diese Unregelmäßigkeiten dazu nutzen, sich einen Vorteil gegenüber der Bank zu verschaffen.

Phil Ivey soll diese Technik dazu genutzt haben, sich in mehreren Casinos um mehrere Millionen Dollar beim Baccarat bereichert zu haben.

Sein Buch aber beschäftigt sich tatsächlich eher mit der Rolle des Glücksspiels in der Wissenschaft und nicht – wie der Titel vermuten lassen mag – mit der „perfekten Wette“ für die Spieler. Kucharski beschreibt in seinem Buch welche Bedeutung das Glücksspiel für die angewandte Wissenschaft spielt. Neu ist das unter Forscherkreisen nicht, sie wissen um den Zusammenhang zwischen Wissenschaft und Glücksspiel. Aber für Spieler, die sich für die Geschichte der Spieltheorie interessieren, ist es eine spannende Lektüre.

 

Wissenschaft mit langer Geschichte

Die frühesten Aufzeichnungen, aus denen wir Informationen über das Glücksspiel ziehen, sind mehr als 5.000 Jahre alt. Schon die alten Ägypter hatten ein in vier Abschnitte unterteiltes Brett, auf dem ein kleiner Knochen verspannt wurde. Es wurden Wetten darauf abgeschlossen, auf welchem Abschnitt die Markierung landen würde. Vom Römischen Kaiser Claudius ist bekannt, dass er ein besessener Spieler war. Er hat sogar ein Buch geschrieben mit dem Titel „Wie man ein Würfelspiel gewinnt“.

Nach Kaiser Claudius kamen unzählige weiter Autoren, die Bücher rund um das Glücksspiel geschrieben haben. Wie überwindet man die Chancen beim Roulette, wie gewinnt man bei Craps und Black Jack? Und natürlich auch darüber wie man seinen Gegner beim Poker schlägt. Aber damit hat Kucharskis Buch nichts zu tun. Wenn es um wissenschaftliche Forschung geht, werden die statistischen Daten aus diesen Spielen verwendet, um weitere Theorien und intelligente Algorithmen zu entwickeln.

Kucharski nimmt seine Leser mit auf eine Reise durch die Beziehung zwischen Glücksspiel und Wissenschaft von den „Teams hinter dem Wett-Äquivalent von Hedge-Fonds“ bis zum „Mathematiker, der eine Münze 25.000 Mal geworfen hat, um zu sehen, ob das Ergebnis fair ist“. Das Buch bietet interessante Einblicke und macht Lust, auf einen Casino-Besuch – ein Ort, an dem Wissenschaft und Glücksspiel verschmelzen.

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