Weiße Linien

Weiße Linien

23 Okt 2011 | 13:14 Autor:

Jetzt geht das schon wieder los ... Las Vegas ist dabei, die Schlagzeilen in den USA zu beherrschen, aber in einer Weise, die der Stadt mehr schadet als nutzt.

Heute Morgen um 2 Uhr war ich noch wach und eventuell einer der Ersten, der die folgende Schlagzeile lesen konnte: 

Paris Hilton wegen Drogenbesitzes in der Nähe des Wynn-Hotels festgenommen


Soweit ich es den Nachrichtendiensten entnehmen konnte, geschah Folgendes: Um 23.30 Uhr nahm die Polizei „Marihuana-Geruch“ aus einem Wagen wahr. Aufgrund des Geruchs hielt sie den Wagen an und durchsuchte die Insassen. Eine der Insassen des Wagens war Paris Hilton, und bei der Durchsuchung wurde Kokain gefunden.

Tja, Paris Hilton geht mir am Arsch vorbei. Mir fällt niemand ein, der mich weniger interessiert. Die Geschichte jedoch interessiert mich, und das aus mehreren Gründen.

Zunächst fasziniert es mich, dass die Polizei von Las Vegas den Geruch von Marihuana wahrnehmen konnte, der aus einem Wagen strömte, und diesen als Anlass sah, den Wagen anzuhalten. Im Ernst, das klingt doch nach einem schlechten Witz.

Zweitens verstehe ich nicht, warum Hilton zuließ, dass man sie durchsuchte. Da sie nicht die Fahrerin war, hatte sie das Recht, die Durchsuchung zu verweigern. Vielleicht ist sie wirklich so blöd, wie die Witze über sie behaupten. Immerhin machte sie keine verstohlene Bewegung.

Drittens sind Nachrichten von Festnahmen wie dieser einer der Gründe, warum Las Vegas seinen Nimbus als liberale Stadt zusehends einbüßt.

Als ich zum Beispiel die Nachricht zum ersten Mal im Internet gelesen hatte, schaltete ich den Fernseher ein und ein 24-Stunden-Nachrichtenkanal hatte sich des Themas bereits angenommen. Die Sprecherin sagte, „Trotz des vermeintlichen Images gehören die Drogengesetze von Las Vegas zu den schärfsten des Landes und die Richter von Nevada sind als sehr gesetzestreu bekannt“. Diese Kommentare stehen in direktem Kontrast zu dem Image, das Las Vegas dem Rest der Welt verzweifelt verkaufen will.

Denken Sie an die jüngsten Nachrichten, die aus Las Vegas kamen. Darin ging es nicht um Neueröffnungen von Hotels, um riesige geknackt Jackpots oder großartige neue Shows und Attraktionen.

Vielmehr betrafen die nationalen und internationalen Schlagzeilen folgende Punkte:

  • Rechtliche Sonderstellung;
  • OJ Simpson verhaftet und eingesperrt;
  • Razzias der Polizei und der Drogenbehörde bei Pool-Partys wegen Drogen und Prostitution;
  • Razzias der Polizei und der Drogenbehörde in Nachtclubs wegen Drogen und Prostitution;
  • Verhaftungen von Prostituierten und anschließende Bekanntgabe auf der Titelseite der Lokalpresse;
  • Erschießung mitten ins Gesicht eines Kleindealers durch die Polizei, während dieser sich in seinem Badezimmer niederkauerte;
  • Festnahme von Personen, die Urlaubsfotos machten;
  • Die Amateurspion-Kampagne unter der Bezeichnung "See Something, Say Something"
  • Polizisten zerschießen mitten auf dem belebten Vegas Strip einem Mann das hintere Fenster, weil dieser in einen „Wortwechsel“ mit ihnen geraten war (was ist eigentlich aus dieser Geschichte geworden?);
  • Das Righthaven Journal verfolgt 100 Freizeit-Blogger wegen Urheberrechtsverletzungen;
  • Ein Costco-Kunde wird erschossen, weil er seine verfassungsgemäßen Rechte wahrnimmt;
  • Caesars erhält eine Strafe über 250.000 Dollar, weil ein Stammgast auf dem Tisch tanzt (wer leitet eigentlich die Glücksspiel-Kommission, der Prediger aus „Footloose“?);

Und jetzt wird Paris Hilton verhaftet, weil sie auf dem Strip Kokain mit sich führt.

Leute, was ist aus „Roofilyn“ geworden?

Das war lustig, nicht wahr?

Erinnert Ihr Euch an den Polizeiwagen?
Erinnert Ihr Euch an den Tiger?

Hahaha. Da musstet Ihr laut lachen, stimmt‘s?

Wo, verdammt noch mal, WAR das?

Was ist aus der „Stadt der Sünde“ geworden, als die Las Vegas bezeichnet wird?

Welche Sünde ist hier überhaupt erlaubt?

Sind Sie 17 Jahre alt oder macht Bier Sie glücklich?

Paris Hilton war also im Besitz von Kokain … der helle Wahnsinn. Wir sollten sie nicht verhaften, sondern ihr Kokain geben, sobald sie aus dem Flugzeug gestiegen ist. Wir sollten jedem Kokain geben, sobald er aus dem Flugzeug gestiegen ist. Es ist die perfekte Droge für das Image, das Las Vegas der Welt verkaufen will. Die Menschen werden kontaktfreudiger und sozialer. Sie hilft ihnen, wach zu bleiben und die ganze Nacht zu feiern. Sie erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Leute ihr Geld an den Spieltischen ausgeben.

Ich will hier nicht spekulieren, aber ich gehe davon aus, dass die meisten Leser dieses Artikels schon das ein oder andere Mal Kokain genommen haben und fast keiner deswegen sein Leben ruiniert hat. Die Medien konzentrieren sich auf willenlose Verlierer und machen Drogen für ihr Scheitern verantwortlich, doch in der Realität sind die meisten davon einfach gescheiterte Existenzen, die Drogen nehmen. Würden Sie nicht Kokain nehmen, wären es eben Zigaretten, Big Macs, Alkohol oder Psychosen.

„Aber, Rex, was sollen die Polizisten tun? Das Kokain einfach ignorieren?!

Ja, genau das hätten sie tun sollen.

Gibt es wirklich jemanden, der glaubt, dass Paris Hilton ein paar Sieben- bis Elfjährige aus der Stadt umhauen wollte, um ihre Suchtgewohnheiten zu verteidigen?


Was genau, glaubte die Polizei, wäre passiert, wenn sie die dumme Kuh einfach laufen gelassen hätte. Was soll denn passieren, wenn sie jemand laufen lässt? Hat sie Angst, dass die Täter dreißig Minuten länger wach sind?

Der ganze Vorfall zeigt einfach einmal mehr, was ich schon vor einem Jahr gesagt habe – die Stadt ist selbst ihr ärgster Feind.

Leute beschweren sich, dass ich auf die Stadt einschlage, aber was tut sie selbst?  

Ich sage es Ihnen. Sie ist nicht mehr die „Unterhaltungsmetropole der Welt“, sondern mittlerweile die „Gesetzesvollzugsmetropole der Welt“. Das ist buchstäblich die Wahrheit. Sie greift resolut gegen alles durch, das nicht in den anderen 50 Bundesstaaten legal ist.

Was also ist der Grund, hierher zu kommen, außer in einem extrem billigen Vier-Sterne-Hotel zu übernachten?

Genau das ist meines Erachtens DIE Frage, die sich der Rest der Welt stellt. Gewiss, die Leute buchen weiterhin die preiswerten Hotelzimmer, aber sie trinken ihr Bier dort und zocken im Indianer-Casino oder im Internet.

Die Stadt der Sünde ist ein Mythos, und der Rest der Welt kapiert es allmählich. Die Stadt offenbart sich immer mehr als Betrug. Sie macht viele Worte, lässt diesen aber keine Taten folgen und es wird sie auch nicht retten, dass sie alle beschimpft, die dies klarstellen. Falls Las Vegas nicht anfängt, sein liberales Image in die Tat umzusetzen, ist es mehr oder weniger erledigt. Der Grabstein kann schon gemeißelt werden.

Dennoch wird Las Vegas in den nächsten 24 Stunden wieder die Nachrichten beherrschen, und dies wieder aus dem falschen Grund.

Paris Hilton allerdings kann sich bei niemandem außer sich selbst für ihre jüngsten Probleme beschweren.

Sie hat genau das bekommen, was einen in Las Vegas erwartet.

Machen Sie nicht denselben Fehler.

 

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