World of Warcraft - Achtung Suchtgefahr?

05 Nov 2009 | 15:57 Autor:

Die SpielerIn diesem ersten Teil der dreiteiligen Analyse geht es zunächst um die Merkmale der Spieler, die in den vergangenen Wochen an unserer online Umfrageaktion teilgenommen haben. Es wird u.a. aufgezeigt, in welchen Altersgruppen WoW am beliebtesten ist, wie häufig gespielt wird und was die Faszination an dem Spiel ausmacht.

Hintergrund: Was ist ”World of Warcraft”?

“World of Warcraft” ist ein sogenanntes Massively Multiplayer Online Role-Playing Game (MMORPG). Das bedeutet im Deutschen in etwa Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiel. Die Spiele können nur über das Internet gespielt werden. Das ist auch Teil des Spieleprinzips. Wie man aus dem Namen ableiten kann, werden MMORPGs von mehreren Teilnehmern gleichzeitig gespielt. Dazu erstellen die Spieler zu Beginn eine Spielfigur (auch Avatar genannt), welche sie dann durch die digitale Spielwelt steuern. World of Warcraft (WoW) ist mit weltweit mehr als 11,5 Millionen registrierten Spielern (Stand: Ende 2008) das erfolgreichste MMORPG. Aufgrund des Spielprinzips, dass es dem Teilnehmer ermöglicht in eine andere Rolle zu schlüpfen wird dem Spiel ein hohes Suchtpotenzial beigemessen.

 

Die Teilnehmer der Umfrage

Im Zeitraum vom 12. Oktober bis 11. November haben insgesamt 67 WoW Spieler an unserer Umfrage teilgenommen. Die erste Überraschung erfolgte bereits an der Frage nach dem Alter der Personen: 24 (35,8%) gaben an älter als 26 Jahre zu sein, zwei von ihnen sogar über 40 Jahre. Auch wenn sich in der Altersspanne 16- 25 Jahre mit 62,7% der Großteil der WoW Spieler zu finden ist, richtet sich das Spiel durchaus an Erwachsene als Zielgruppe.

Auch bei den Frauen scheint World of Warcraft durchaus beliebt zu sein. 41,8% der Umfrageteilnehmer gaben an dem weiblichem Geschlecht anzugehören.

Die meisten Teilnehmer unserer Umfrage sind durchaus erfahrene Spieler: 38,8% spielen seit mindestens einem Jahr, weitere 43,3% sind sogar seit drei Jahren oder länger dabei (Erscheinungsdatum Europa: 11.02.2005). Auch bei der Häufigkeit des Spielens handelt es sich bei den Befragten um geübte Spieler. Mit 44,8% spielen die meisten täglich WoW, weitere 40,3% mehrmals in der Woche.

 

Die Faszination World of Warcraft

Bei solch einer regen Spielbeteiligung kommt natürlich die Frage auf, was die Faszination an der ”Welt des Kriegshandwerks” ist. Auch dazu haben wir unsere Teilnehmer befragt. Der am häufigsten genannten Faktor ist das Zusammenspiel. Die Befragten schätzen das Zusammmenspiel und die Gemeinschaft (Community) in World of Warcraft. Es gibt unzählige Websites, wie z.B. Fuer-die-Horde.de, auf denen sich WoW-Fans austauschen können. Dieser Punkt steht noch vor dem eigentlichen Spielprinzip. Ein Spieler dazu:

”[...] Mit Teamspeak ist man auch oft untereinander im Gespräch und hat viel Spaß zusammen. Das Spiel ist für mich fast eher Nebensache. [...] Ich persönlich habe durch die Gilde viele leute kennen gelernt und 6 davon kenne ich mittlerweile persönlich und sind schon gute freunde geworden.”

Der Aufbau eines Avatars, also der Spielfigur ist für viele der Spieler ebenfalls ein sehr wichtiger Teil des Spiels. Andere schätzen die Grafik und das Design, aber auch die Tatsache, dass das Spiel kein Ende hat, finden einige faszinierend.


 

Selbsterkenntnis: der richtige Weg

Auf die Frage, ob die Teilnehmer denken, dass Sie mehr spielen, als sie eigentlich wollen oder sollten antworteten73,1% mit ”ja”. Die Mehrheit der Teilnehmenden Spieler hat demnach ein gewissen Suchtpotenzial des Spieles erkannt. Von denjenigen, die diese Frage verneiten, spielten 89% laut eigenen Angaben 2 bis 3 Mal in der Woche bzw. seltener.

 

Aufhören ist nicht immer leicht

Wer hat das nicht schon mal erlebt: Man geht ins Geschäft mit dem Vorsatz, nur dieses eine Teil zu kaufen, aber man verlässt das Geschäft dann doch mit der einen oder anderen Ware mehr. Mit Dingen, die uns gefallen ist es oft nicht leicht aufzuhören- sonst würden sie auch keinen Spaß machen. Auch unter WoW Spielern gab es den ein oder anderen Moment, wo man sich zum aufhören zwingen musste.
Der Moment zum Aufhören hängt bei den meisten Teilnehmern mit Beruf/ Studium/ Schule zusammen. Wenn man noch für eine Prüfung lernen musste oder schlafen gehen musste, da morgens di Pflicht ruft war der Hauptgrund zum aufhören. Ein Teilnehmer dazu:

”Wie viele andere Dinge, dient mir spielen auch dazu, unangenehme Pflichten hinauszuzögern. Wenn das Ende der Herauszögerungsfrist naht, zwinge ich mich, den unangenehmen Pflichten nachzugehen, und mit dem Spiel aufzuhören.”

Aber auch die soziale Komponente ist bei den Spielern ein wichtiger Grund zum aufhören. Wenn man sich mit Freunden verabredet hat oder sich bewusst geworden ist, dass man diese vernachlässigt hat. Für einen der Teilnehmer kam diese Erkenntnis leider zu spät, er verlor durch extensives Spielen einen guten Freund.

 

Wann ist Spielen eine Sucht?

Wie bei vielen psychischen Krankheiten ist auch bei der Spielsucht die Grenze zu gesund fließend. Derzeit hat die Weltgesundheitsorganisation nur eine Definition, die sich auf das Glücksspiel bezieht (Auszug aus dem ICD-10, Kapitel V, F63.0):

Definition: Pathologisches Spielen

Die Störung besteht in häufigem und wiederholtem episodenhaften Glücksspiel, das die Lebensführung des betroffenen Patienten beherrscht und zum Verfall der sozialen, beruflichen, materiellen und familiären Werte und Verpflichtungen führt.
Doch wie verhält es sich bei anderen Spielen? Auch dazu haben wir die Teilnehmer befragt. Deren Interpretertionen sind breit gefächert. Für manche ist eine Sucht gegeben, wenn man täglich spielt. Andere jedoch beschreiben eine Spielsucht ähnlich der Definition des WHO, wenn man die vom Glücksspiel auf WoW ableitet:

“Viele Spieler versuchen sich durch das Spiel (sei es nun WoW oder das kalssische Geldverzocken) Befriedigung zu verschaffen, die es durch erhalten eines im Spiel wichtigen Gegenstand oder einen Geldgewinn erlangen kann. Wenn diese Personen familäre oder berufliche Probleme hat, wird das Bedürfniss nach Ruhm natürlich verstärkt. […]”


 

Das ist die Antwort einer Frau auf die Frage, wie sie sich selbst gegen eine mögliche Sucht schützt. Sie konnte sich von ihrer Sucht befreien. Ähnlich wie sie helfen sich auch andere Teilnehmer der Umfrage. Sich mit Freunden zu treffen sei demnach das beste Mittel. Weitere setzen sich bewusst Grenzen, sei es nun eine zeitliche Begrenzung der Spielzeit oder bewusst einige Tage nicht zu spielen. Ein Teilnehmer versucht hingegen die Reize des Spiels bewusst auf das richtige Leben zu übertragen. Sein Kommentar zur Faszination von WoW lautete wie folgt:

”Angesichts des krassen Leistungsprinzips, welches nun nicht nur auf dem Arbeitsmarkt, sondern auch im sozialen Miteinander herrscht, fühle ich mich als emotionaler Träumer verloren. WoW gibt mir [...]die Möglichkeit, vorhandene Missstände zu entfernen; jeder der sich Mühe gibt, kann es schaffen. Gleichzeitig findet eine soziale Beurteilung des Gegenübers nur durch sein Verhalten statt [...]”

Wie andere Spieler auch, schäzt er an WoW das belohnungsorientierte Spielprinzip und das soziale Miteinander. Diese beiden Faktoren überträgt er bewusst auf das richtige Leben:

”[...] Das Schwierigste und vor allem Wichtigste ist, sich ersteinmal ein persönliches Lebensziel zu formulieren, sodass man darauf hinarbeiten kann. [...] Durch das Erleben von Erfolgen in der realen Welt entsteht die Hoffung, dass ich auch hier Jemand sein kann. Gleichzeitig ist das Erleben von Dingen die Basis für soziale Integration; wer nichts macht, der hat nichts zu erzählen.”

 

Weitere Tipps und Hilfen

Auch nach der Frage nach Tipps für suchtgefährdete Spieler kommen die Freunde an erster Stelle bei den Befragten. Sei es nun, sich mit diesen öfter zu treffen oder mit Familie und Freunden offen darüber zu sprechen, sodass sie einen unterstützen können. Auch die professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen findet Erwähnung. Des weiteren verdeuttlichen einige der Befragten, dass es sehr wichtig ist, sich selbst der Gefahr bewusst zu sein und sich (zeitliche) Grenzen beim Spiel zu setzen.

 

Fazit: Die Sucht unter Kontrolle

Diese Umfrage hat gezeigt, dass viele Teilnehmer ein gewisses Suchtpotenzial des Spiels erkannt haben, doch diese Erkenntnis hilft ihnen dabei, dass diese Sucht sie nicht ergreift. Als Fazit unserer Ananlyse möchten wir folgendes Zitat eines Teilnehmers hervorheben, der das viel diskutierte Suchtpotenzial von WoW unserer Meinung nach sehr passend darstellt:

”[...] Sucht kann man nicht an Stunden/Tag festmachen, da man z.B. 3 Stunden täglich spielen kann, was sich viel anhört und auch viel ist. Aber liegt das z.B. in der Abend-Fernsehzeit von 20.00-23.00 (man ist seiner Arbeit nachgegangen, hat seine Pflichten und Termine erledigt) kann man es nicht mit Sucht gleichsetzen. Eine Person, die Abends einen Film im TV schaut, ist sie fernsehsüchtig? Nein! Von daher ist es lediglich eine andere Art seinen Abend zu verbringen, wenn man z.B. nicht gern TV schaut.”

 

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