Gewalt in Spielen nicht Schuld an Aggression

Gewalt in Spielen nicht Schuld an Aggression

17 Apr 2014 | 14:42 Autor: Melissa Körner

Video-Spiele geraten immer wieder in Verruf, unsere Jugend zu verführen. Die Gewalt, die in vielen Video-Spielen an der Tagesordnung ist, soll Jugendliche aggressiv machen und sie dazu bringen, selbst Gewalt anzuwenden. Eine Studie aus den USA stellt nun fest: Es hat nichts mit den Inhalten von Spielen zu tun – oft sind es Gefühle des Versagens und der Inkompetenz, die Spieler dazu bringen, aggressiv zu werden.

Spielerlebnis sei Schuld an Wut und Aggression

Es ist das Gefühl, versagt zu haben, mit etwas nicht zurecht zu kommen, einer Sache nicht Herr zu werden, die Spieler aggressiv werden lässt – nicht das, worum es im Spiel geht.

Es ist nicht die Gewalt, die Spieler dazu bringt, den Controller vor Wut auf den Boden zu werfen – es ist das Spielerlebnis selbst. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die an der Universität von Rochester in den USA durchgeführt wurde.

Dabei mussten 600 Probanden verschiedene Tests mit Computerspielen absolvieren. Einige davon hatten gewalttätige Inhalte, andere nicht.

Es wurde für die Studie sogar eigens eine gewaltfreie Version des beliebten Shooters „Half-Life 2“ entwickelt, bei dem die Gegner nicht getötet sondern nur gekennzeichnet werden und sich dann in Luft auflösen anstatt Blut verspritzend zu sterben.

Einige Spieler mussten auch Tetris spielen – den Tests gemein: Oft war die Bedienung der Spiele nicht intuitiv, die Schalter entgegen der Gewohnheit vertauscht.

Und dieses „nicht klar kommen“ führte bei den Spielern zu Frustration und aggressiver Stimmung. „Wenn Menschen merken, dass sie keine Kontrolle über den Ausgang eines Spiels haben, führt das zu Aggression“, erklärt Richard Ryan, Co-Autor der Studie.

Bad Company 2

Battlefield: Bad Company 2

Das gilt für Video-Spiele genauso wie für alle anderen Spiele – wie oft sieht man beispielsweise beim Tennis einen Spieler, der bei einem Fehler frustriert den Schläger zu Boden wirft.

„Wir haben es in unseren Experimenten gesehen: Wenn sie jemandes Kompetenz unterdrücken, werden sie aggressiver. Und dabei ist es egal, ob das Spiel gewalttätig war oder nicht“, so Ryan weiter.

In ihrer Studie fanden die Wissenschaftler heraus, dass es nicht die Story oder die Bildwelt ist, die die Spieler in aggressives Verhalten führt, sondern der Mangel an Kontrolle und der Schwierigkeitsgrad eines Spiels.

Aggression ist „nur“ ein negativer Effekt der Frustration, die die Spieler während des Spiels fühlen. „Wenn die Erfahrung unser Ego gefährdet, kann das dazu führen, dass wir gemein und fies zu anderen werden“, erklärt Ryan.

Die allseits gern geführte Diskussion um so genannte „Killerspiele“ könnte damit eine neue Perspektive bekommen haben, die es zu betrachten lohnt.

Casino-Spiele und die Spielsucht

Auch Spieler in einem Casino kennen Gefühle von Frustration – leidet die Bankroll, neigen viele Spieler dazu, aggressiv zu werden und zu verzweifeln.

Andere aber sehen das Spiel anders – sie sehen Verluste als „Fast-Treffer“ (wäre das und das so gelaufen, hätte ich ja gewinnen können) und genau dieses Verhalten ist es, das viele Spieler in die Spielsucht treibt, denn es ermutigt sie weiter zu spielen. 

Wissenschaftler an der Universität von Cambridge kamen jetzt zu einem erstaunlichen Ergebnis: Spielsucht kann behandelt werden – es ist ein Teil des Gehirns namens „Insula“, der Spielsucht und deren Verhaltensweisen steuert.

Probanden mit Gehirnschäden im Bereich der Insula zeigten keine fehlerhaften Denkstrukturen, die mit der Spielsucht in Zusammenhang stehen.

„Wir glauben, dass bei Patienten mit Spielsucht dieser Teil des Gehirns eine erhöhte Aktivität zeigen könnte und sie deshalb für falsche Denkmuster anfälliger sind. (...) Künftige Behandlungsmethoden für problematische Spieler könnten darauf abzielen, diese Hyperaktivität mit Hilfe von Medikamenten oder Therapien zu reduzieren“, so Dr. Luke Clark von der Universität Cambridge.

 

Ein bisschen Zocken schadet nicht

Sind Videospiele gut oder schlecht für unsere Jugend? Die Meinungen darüber gehen selbst unter Experten auseinander. Die einen erkennen die guten Seiten, die anderen sehen die potentiellen Gefahren. Nun hat die Universität Oxford eine neue Studie zum Thema Videospiele und deren Auswirkungen auf die Jugend heraus gebracht – mit dem Ergebnis: Ein bisschen Zocken ist gar nicht so schlecht.

Einige Studien kommen zu dem Ergebnis, dass Spieler sozialer und besser ausgebildet sind als Nicht-Spieler. Andere haben festgestellt, dass Spieler mit Videospielen ihre visuell-räumlichen Fähigkeiten und ihr Gedächtnis trainieren können. Andere Studien beweisen, dass gewalttätige Videospiele nicht Schuld an der steigenden Aggression unter Jugentlichen.

Die Forscher der Universität Oxford kommen zu dem Ergebnis, dass kleine Videospiel-Einheiten angepasstere Jugendliche hervor bringen.

Wer gar nicht spielt oder mehrere Stunden täglich hat schlechtere Karten. In der Zeitschrift Pediatrics wurde die Studie veröffentlicht. Die Wissenschaftler haben für ihre Arbeit fast 5.000 junge Menschen im Alter von 10 bis 15 Jahren rekrutiert, die Hälfte männlich, die andere Hälfte weiblich. Um sowohl die positiven als auch die negativen Auswirkungen von Videospielen untersuchen zu können, mussten die Probanden eine Reihe von Fragen beantworten. 

Zunächst mussten sie messen, wie viel Zeit sie täglich mit Videospielen verbringen, im Anschluss wurden ihnen verschiedene Fragen über das Leben gestellt, zum Beispiel wie sie damit zufrieden sind und wie gut sie mit Gleichaltrigen auskommen.

Playing games doesnt harm

Macht weniger spielen zufriedener?

Die Forscher haben so herausgefunden, dass Jugendliche, die mehr als die Hälfte ihrer täglichen Freizeit Videospiele spielen weniger gut an das Leben angepasst sind. Grund dafür könnte sein, dass sie das Videospielen von anderen, das Leben bereichernde Aktivitäten, abhält.

Die Teilnehmer, die weniger als eine Stunde täglich mit Videospielen verbrachten, zeigten sich eher zufrieden mit ihrem Leben und zeigten auch ein stärkeres prosoziales Verhalten.

Doch die „Spielen, aber in Maßen“-Regel konnten die Forscher mit ihrer Untersuchung nicht aufstellen. Das Ergebnis der Forscher:

Ein bis drei Stunden Videospiele am Tag haben weder positive noch negative Auswirkungen auf die Jugendlichen.

Auch die positiven Effekte bei denjenigen, die weniger als eine Stunde spielten waren gering, genauso wie die negativen bei denjenigen Probanden, die mehr als drei Stunden täglich spielten.

Bei der Entwicklung auffälligen Verhalten spielt also noch weit mehr eine Rolle als nur die Videospiele, so zum Beispiel die familiäre Situation, in der die Jugendlichen stecken und auch die Beziehungen in der Schule.

Eine Studie also mit einem variablen Ergebnis: Die Wissenschaftler können nicht beweisen, dass Videospiele positive oder negative Auswirkungen haben. Es ist möglich, dass andere Faktoren, die ebenfalls zu den beobachteten Ergebnissen hätten führen können, nicht berücksichtigt wurden. Dennoch werden die Forscher weiter an der Frage arbeiten wie sich Videospiele auf die Entwicklung von Jugendlichen auswirkt.

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