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Manipulation im Casino - in diesem Casino wurde sie aufgedeckt!

Autor: Pia, Harald

Croupiers sollen in das Spiel eingreifen? Manipulieren, vielleicht sogar betrügen? Wenn ja, warum dann nicht zu ihrem eigenen Vorteil? Ihr zweifelt noch an der Basis, für das gesamte, von mir ausgearbeitetem Roulette-Systems. Dann lest bitte folgenden Bericht.

Betrug beim Roulette: 2 Croupiers und ein Gast ergaunerten 60.000 Euro

Sie wollten sich nicht alleine auf ihr Glück verlassen und haben gerade deshalb Pech: Durch interne Sicherheitskontrollen sind in der Spielbank Bad Kissingen Manipulationen zweier Croupiers und eines Gastes aufgedeckt worden.

Der aktuelle, Anfang 2010, aufgedeckte Fall von Manipulationen rund ums Roulette in der Spielbank Bad Kissingen ist nach Einschätzung des Oberstaatsanwaltes Vogt „um einige Nummern kleiner und plumper“ als der ziemlich Aufsehen erregende ähnliche Fall in der ersten Hälfte der 90er Jahre.

Allerdings wisse man noch nicht verlässlich, schränkte der Leiter der Staatsanwaltschaft Schweinfurt ein, ob es bei der bisher bekannten Schadenssumme von rund 60 000 Euro bleibt. Die Ermittlungen des Landeskriminalamts (LKA) dauern noch an. Bei den Prozessen von 1994 war es umgerechnet um mehrere hunderttausend Euro gegangen. Auch die Zahl der Beteiligten lag höher.

Das System des Trios war einfach. Nach Angaben der Polizei zahlten die zwei Croupiers an ihren spielenden Komplizen Gewinne aus, ohne dass der vorher tatsächlich auf die Gewinnnummern gesetzt hätte. Der Stammgast aus der Region habe beim American Roulette dem Croupier seine Chips gegeben, meist zwei im Wert von 500 Euro, ohne die zu spielenden Zahlen zu nennen. In Abstimmung mit dem Tischchef sei nach dem Fall der Kugel unrechtmäßig ausgezahlt worden.

Weniger Croupiers am Tisch

Begünstigt wurden diese Tricks möglicherweise durch den Umstand, dass es sich beim betroffenen Spiel um American Roulette handelt. Dabei sitzen nur zwei Croupiers am Tisch. Beim Französischen Roulette sind es vier. Das Risiko für Beteiligte ist von daher geringer. Es müssen wenige eingeweiht sein. Nicht zuletzt weil wegen des geringeren Personalbedarfs damit Einsparungen möglich sind, hatte kürzlich sogar der Landesrechnungshof gefordert, in Bayerns Spielbanken die Umstellung auf American Roulette zu forcieren.

Zudem, sagen Fachleute, laufe diese Form des Roulette auch schneller ab. Aufgefallen sind die Manipulationen trotzdem. Wie berichtet, griffen laut Spielbank und LKA die internen Sicherheitsmaßnahmen.

Eine genaue Festlegung, auf welchen Zeitraum sich die Manipulationen erstreckten, traf Leitender Oberstaatsanwalt Vogt nicht. Die Manipulationen hätten sich wohl 2009 abgespielt, sagte er am Donnerstag auf Nachfrage. Näher könne er das beim vorläufigen Stand der Ermittlungen noch nicht eingrenzen.

So wie der Vorgang jetzt einzuschätzen sei, werde es vor Gericht bei den beiden Croupiers um den Vorwurf der Untreue gehen und beim Gast um Beihilfe dazu, erläuterte Vogt. Für Untreue seien Geldstrafen oder Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren vorgesehen.

Vorausgesetzt, es bleibt bei der bis jetzt genannten Schadenssumme, ist wohl eher ein Strafmaß im unteren genannten Bereich zu erwarten. Die Kugel fiel am vergangenen Donnerstag. Da durchsuchte das LKA die Wohnungen der Beschuldigten. Bei einem stellten die Beamten 16.000 Euro sicher.

Nach Einschätzung des LKA dürfte dieses ein Großteil seines Anteils sein. Die zwei Croupiers im Alter von 37 und 40 Jahren und der 79-jährige Rentner sollen ihre Gewinne in drei gleiche Teile aufgeteilt haben. Einer der Beteiligten hat offenbar auch bereits ein Geständnis abgelegt.„Die reichen von Fassungslosigkeit bis Erschütterung.“

Die Kissinger Spielbank ist damit die einzige der insgesamt neun bayerischen Spielbanken, bei der in den vergangenen Jahrzehnten gemeinsame Manipulationen von Angestellten und Gästen festgestellt wurden. Woran das liegt, darüber lässt sich nur spekulieren. Ein Grund könnte die üblicherweise strenge Überwachung sein.

Ihr seht, es liegt an der Überwachung, aber nicht an der mangelnden Bereitschaft der Croupiers. Hier wurde mit einem Spieler zu Ungunsten des Casinos betrogen und das viel der Spielbank auf. Wird gegen die Spieler taktiert, wovon auch die Casinos profitieren, greift niemand ein. Viele können es, viele sind talentiert genug und beherrschen das Spiel. Wenn ihr mein Roulette-Gewinnsystem (Harald Pia's Roulette-System) konsequent einsetzt, seid ihr die Gewinner und sie die Verlierer.

 


 

 

Gerichtsverfahren gegen Stuttgarter Croupiers - Vier Croupiers und drei Spieler vor Gericht

Reaktionen motivieren. Besonders freue ich mich, wenn zu einem Artikel ein positiver Kommentar gesetzt wird.

Zu meinem Blogbeitrag schrieb ein Leser Interessante Info. Weiter so! Mir ist es sehr wichtig, immer wieder ein Mal zu belegen, dass Croupiers bei einem Betrug überführt wurden. Das gesamte, von mir ausgearbeitete  Roulette-Gewinnsystem basiert darauf, dass Croupier Menschen mit Schwächen, eigenen Intentionen und Versuchungen sind. Dafür möchte ich euch besonders sensibilisieren.

Bei jedem Casinobesuch muss euch bewusst bleiben, dass die Croupiers keine neutralen,  das Spiel nicht beeinflussende Faktoren der Maschinerie Roulette sind. Betrügereien gegenüber Gästen werden selten bzw. nie zur Anzeige gebracht. Das Casino besitzt an negativer Publicity kein Interesse, und für den Spieler sind Beweise fast unmöglich herzuleiten. Wie schwierig die Beweislage für die Staatsanwaltschaft selbst bei einem Betrug der Croupiers gegen das Casino ist, zeige ich euch in diesem Blogbeitrag.

Vier Croupiers und drei Spieler saßen vor dem Amtsgericht Stuttgart auf der Anklagebank. Sie sollen die Spielbank Stuttgart betrogen haben, in dem die Croupiers nach dem Fall der Kugel schnell noch die Jetons auf die Gewinnfelder verschoben. Die Beweislage ist jedoch schwierig.

Die Gewinnserie der drei 44, 37 und 42 Jahre alten Spieler begann Mitte November 2005: In verschiedenen Kombinationen mit einem der vier beteiligten Croupiers sollen die drei insgesamt mehr als 200.000 Euro gewonnen haben. Dabei gingen die Männer nach Ansicht der Staatsanwalts raffiniert vor: mehr als zwei bis drei Gewinne an einem Abend, eventuell sogar an zwei verschiedenen Tischen, hätten die Angeklagten nicht eingestrichen.

Ende Januar 2006 wies eine anonyme Anzeige auf die Manipulationen in der Spielbank hin. Das Casino ließ daraufhin die Amerikanischen Roulettetische beobachten und die vier Croupiers beurlauben. Angeblich existierten Videobänder die das Betrugssystem bestätigen.

Die Croupiers sollen bei dem schnelleren Spiel an den Amerikanischen Roulettetischen die Jetons noch verschoben haben, als die Kugel im Kessel schon auf eine Zahl gefallen war - laut Anklage verschoben sie dann die Jetons auf die Zahl oder eine Kombination. Mehr als 12.000 Euro Gewinn habe die Kooperation aus Croupiers und Spielern am Tag eingestrichen, insgesamt listete der Staatsanwalt 71 Fälle auf.

Wer nun einen schnellen Gerichtsentscheid erwartete, der sah sich getäuscht. Das Verfahren zog sich immer länger hin. Die Vorgänge lagen schon mehr als drei Jahre zurück, und die Anklage wanderte immer noch zwischen Staatsanwaltschaft und Gericht hin und her. Der Vorsitzende Richter des Schöffengerichts lehnte die Anklageschrift mit der Begründung ab, die Sache sei "noch nicht ausermittelt".

Dafür sei nicht das Gericht, sondern die Staatsanwaltschaft zuständig. Die Staatsanwaltschaft erzwang schließlich über das Landgericht, dass die Klage doch zugelassen wurde, selbst wenn alle Beteiligten unsicher sind, ob sich der Betrug überhaupt nachweisen lässt.

Die Verteidiger der sieben Angeklagten, die allesamt schweigen, erklären, es gebe gar keinen Beweis für die Manipulation: "Das kann auch Fahrlässigkeit gewesen sein, wenn ein Croupier mal zu spät noch die Jetons verschoben hat", äußerte ein Anwalt. Auch die Aufnahmen der Spielbank führten nicht zu eindeutigen Beweisen.

Neben einer schlechten Bildqualität zeigten die Kameras auch nicht, wie die Kugel fällt, sondern nur die Raumperspektive und den Spieltisch von oben, mit den schnellen Händen des Croupiers. Der Gutachter hatte sich alle Mühe gegeben, alle 71 Fälle untersucht und besonders auffällige Sequenzen sekundengenau niedergeschrieben.

Auch er war der Meinung, dass die sieben Angeklagten ein falsches Spiel spielten: "Die Kugel war schon gefallen, als der Croupiers noch die Jetons auf die Nummer Zehn setzte", erklärte der Gutachter. Und das war natürlich die Siegerzahl, die der Croupier durch einen Seitenblick ausspioniert hatte - doch die Kugel selbst war nicht im Bild der Kamera.

Die Aufnahmen präsentierten immer nur den Kessel und den Croupier von hinten – wie kann so bewiesen werden, dass der Croupier genau zu der Zeit in den Kessel geblickt hat? Noch dazu waren die meisten Verteidiger, der Staatsanwalt und der Vorsitzende Richter im Roulette absolute Laien: Was bedeutet es, wenn eine Annonce liegen bleibt?

Und was wäre, wenn der Besitzer der Jetons dem Croupiers wirklich noch "auf die Zehn" zugerufen hätte? Denn die Bilder sind stumm, der Ton wird im Spielcasino nicht mitgeschnitten. Die berühmten Worte "nichts geht mehr", die bedeuten, dass nicht mehr gesetzt werden darf, sind demzufolge nicht zu hören. Der Schluss: "Alles Spekulation", so die Verteidiger.

Um einen endgültigen Beweis zu erbringen, scheute die Justiz keine Mittel, und ließ einen originalen amerikanischen Roulettetisch im Saal 4 des Amtsgerichts aufbauen. Ein Gutachter und Sachverständiger für Spielbanken aus Lindau bemühte sich den Trick zu demonstrieren und anhand der Videoaufzeichnungen der Stuttgarter Spielbank zu belegen.

Doch glücklich wurde der Richter mit dieser Vorführung auch nicht. Nach einer Unterbrechung verkündet er seine vorläufige Meinung: "Die Sache hat ein Gschmäckle." Doch die Beweislage sei schwierig - Wie solle der Betrug zweifelsfrei festgestellt werden, wenn es keinen Ton gibt? -Auch wenn es zu einem Schuldspruch kommen würde, sei das Urteil angreifbar, dann werde in zweiter Instanz, "bis ins Unendliche" verhandelt.

Letztendlich reichten dem Amtsgericht Stuttgart die Beweise doch und zwei von den vier Croupiers sowie drei weitere Spieler wurden verurteilt. Das Urteil lautet: wegen Unterschlagung zu Freiheitsstrafen von sechs, acht und 14 Monaten auf Bewährung.

Deshalb kommt niemals auf die Idee nach Möglichkeiten zu suchen, gemeinsam mit Croupiers zu manipulieren. Nutzt nur ihre Intentionen und spielt mit dem Roulette-Gewinnsystem erfolgreich gegen sie.

Roulette:

 

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