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Wer fastet spielt besser

Autor: Melissa Körner

Das Glücksspiel und alles, was damit zusammen hängt, ist offenbar ein beliebtes Thema für Forscher und Wissenschaftler auf der ganzen Welt. Immer wieder werden spannende Studien zum Thema veröffentlicht, von denen zu berichten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Schließlich ergeben sich manchmal sehr spannende Erkenntnisse für Spieler aus der Forschung der Wissenschaftler. Zum Beispiel: Wer fastet spielt besser!

Eine Studie die zwar schon etwas älter, aber nach wie vor interessant ist, stammt aus dem Herbst 2014 und wurde an der Universität von Utrecht in den Niederlanden durchgeführt. Dort kamen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass Spieler, die vor ihrem Einsatz nichts gegessen haben, bessere Entscheidungen treffen. Gilt also der Satz: „Mit vollem Bauch spielt man nicht?“

Spieler, die vor ihrem Einsatz nichts gegessen haben, treffen bessere Entscheidungen.

Um das herauszufinden baten die Wissenschaftler eine Gruppe von Probanden, am Abend vor den Tests nicht zu essen und sich am nächsten Morgen – ohne Frühstück – im Labor einzufinden. Dort bekam ein Teil der Studenten etwas zu essen, die anderen gingen leer aus. Alle mussten anschließend am Computer Glücksspiel-ähnliche Aufgaben lösen.

Ihnen wurden vier Kartendecks gezeigt und sie mussten entscheiden, in welchen Decks sich die besten Karten verbargen. Darauf wurde ein Einsatz gemacht. Mit dem Ergebnis, dass die hungrigen Teilnehmer ihre Entscheidungen schneller getroffen haben.

Die hungrigen Spieler treffen ihre Entscheidungen schneller

In einem weiteren Test mussten die Studenten Fragen beantworten: Sie mussten wählen, ob sie lieber aktuell ein wenig Geld hätten oder stattdessen mehr Geld in der Zukunft. Die hungrigen Probanden entschieden sich für die zweite Variante.

Die hungrigen Teilnehmer waren auch besser darin, vorausschauend zu denken. Selbst wenn sie eine Glückssträhne hatten, trafen sie nicht unbedingt irrationalere Entscheidungen.

Unsere Empfehlung für Online Casino Spieler: Einfach mal mit leerem Magen spielen!

Glücksspiel trainiert das Gehirn

Nun zur nächsten Studie, die sich mit dem Glücksspiel beschäftigt. Und zwar mit seinen „heilenden“ Eigenschaften. Oft schon wurde in den vergangenen Jahren darüber geschrieben, dass Spiele gut für das Gehirn sind. Ob es nun Video Spiele oder Glücksspiele sind – sie regen das Gehirn an und sorgen dafür, dass sich bestimmte Bereiche besser entwickeln. Das können motorische Fähigkeiten sein, aber auch die Gedächtnisleistung kann mit Spielen trainiert werden.

In einer Studie aus dem Sommer 2014 erforschten die Wissenschaftler die Auswirkungen von Poker auf Alzheimer-Patienten. Vorgestellt wurde die Studie auf der Internationalen Konferenz der Alzheimer Association in Kopenhagen. Viele Forscher arbeiten weltweit daran, die Folgen von Alzheimer abzuwenden und den Betroffenen wieder ein erfülltes Leben mit intaktem Gedächtnis zu ermöglichen.

Poker könnte einen Teil dazu beitragen, so das Ergebnis einer Gruppe von Forschern des Alzheimer-Institutes von Wisconsin, USA. Sie untersuchten 329 gesunde Erwachsene. 74 Prozent der Probanden hatten Eltern, die an Alzheimer erkrankt sind oder tragen das Gen selbst.

Eine regelmäßige Poker-Runde könnte dabei helfen, das Gehirn zu trainieren.

Die Teilnehmer, die von sich selbst sagten, regelmäßig Karten oder Schach zu spielen oder Kreuzworträtsel zu machen, hatten mehr Gehirnmasse in Regionen, die mit Alzheimer in Verbindung gebracht werden. Und sie schnitten in Erinnerungstests und Tests zu kognitiven Fähigkeiten besser ab.

"Spielen könnte dabei helfen, die Gehirnregionen, die von Alzheimer besonders betroffen sind, zu stärken und sie weniger anfällig für die Krankheit zu machen", so die Wissenschaftler.

Eine regelmäßige Poker-Runde unter Freunden oder ein Spiel im Online Casino könnte also dabei helfen, das Gehirn zu trainieren.

Unsere Empfehlung für Online Casino Spieler: Öfter mal die Karten in die Hand nehmen!

Spielsucht eine kognitive Störung

Auch mit den Schattenseiten des Glücksspiels beschäftigen sich Forscher auf der ganzen Welt. Die Spielsucht ist – wie andere Süchte auch – ein schwieriges Terrain und für die Betroffenen eine echte Belastung. Die Familie, das soziale Miteinander ist belastet, ganze Existenzen bedroht, denn Spieler mit problematischem Spielverhalten laufen Gefahr, im wahrsten Sinne des Wortes ihr letztes Hemd zu verspielen.

Eine aktuelle Studie kommt nun zu dem Ergebnis, dass die Entwicklung einer Spielsucht von einer tatsächlichen Störung des Gehirns ausgelöst werden könnte. Denn „Problem-Spieler“ sehen Muster, wo gar keine sind. Und das führt zwangsläufig zu immer falschen Entscheidungen, das Spiel betreffend.

Spieler mit problematischem Spielverhalten häufig falsche Entscheidungen treffen, weil sie Muster sehen, wo gar keine sind

Die Studie wurde von Wissenschaftler der Universität Konstanz und der Clarkson Universität in New York durchgeführt. Die Arbeit zeigte, dass von der Spielsucht Betroffene auch häufig kognitive Störungen aufweisen. Das unterstreicht die inzwischen immer häufiger vertretene Annahme, dass solche Süchte sich nicht zwangsläufig entwickeln, sondern in Zusammenhang mit einer Erkrankung stehen.

In der Studie zeigte sich, dass Spieler mit problematischem Spielverhalten häufig falsche Entscheidungen treffen, weil sie Muster sehen, wo gar keine sind.

Spieler mit problematischem Spielverhalten häufig falsche Entscheidungen treffen, weil sie Muster sehen, wo gar keine sind.

Sie klammern sich an vermeintliche Wahrscheinlichkeiten und nehmen z. B. an, dass die Kugel, die beim Roulette acht Mal auf rot gelandet ist, jetzt auf dem schwarzen Feld landen muss. Doch das ist falsch.

Auch bei anderen kognitiven Problemen zeigten die Probanden mit problematischem Spielverhalten deutlich schlechtere Ergebnisse als „gesunde“ Menschen. So wurden sie beispielsweise mit folgender Aufgabe konfrontiert:

Ein Ball und ein Schläger kosten 1,10 Dollar. Der Schläger kostet 1 Dollar mehr als der Ball. Wie viel kostet der Ball? Die Problem-Spieler vertrauten oft auf ihren ersten Impuls und sagten 10 Cent. Doch das ist falsch. Der Ball kostet 5 Cent, der Schläger 1,05 Dollar – also genau 1 Dollar mehr als der Ball.

Unsere Empfehlung für Online Casino Spieler: Nicht auf falsche Muster vertrauen und sich Hilfe suchen, wenn es problematisch wird.

Zocken: Männer wollen sich beweisen

Wie stellt sich jemand, der sich noch nie mit Online Casinos oder anderen Glücksspielen beschäftigt hat, wohl einen Glücksspieler vor? Vermutlich denkt er zunächst an einen Mann, vielleicht raucht er, ein Bierchen beim Spiel ist sicher auch nicht verkehrt. An Frauen denkt vermutlich selten jemand. Doch auch Frauen zocken gerne – allerdings haben sie dafür andere Gründe als Männer.

In der Zeit von Mobile Casinos und Online Casinos kann das Bild vom trinkenden, rauchenden und unvernünftig zockenden Mann mit Dreitagebart ohnehin nur noch schwer aufrecht erhalten werden.

Das Glücksspiel ist weit verbreitet und hat einen besseren Ruf als noch vor vielen Jahren. Das Internet durchdringt unser Leben – so kommen Viele früher oder später auch mit Online Casinos in Kontakt. Und diese sind ein Zeitvertreib, sie gehören dazu, genau wie die vielen andern Spiele-Seiten im Netz.

Doch natürlich lockt auch das Geld. Einer aktuellen Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zufolge ist es vor allem die Aussicht auf einen Gewinn, der die Menschen zum Spiel um Geld bewegt – das gilt für Männer und Frauen gleichermaßen. Viele spielen aber auch über die Spielgeld-Variante der Online Casinos und probieren sich so aus, machen sich mit der Welt der virtuellen Glücksspiele vertraut.

Wo Männer und Frauen anders ticken

Tatsächlich ist das Glücksspiel eine Männer-Domäne und Männer haben auch einen andern Zugang zum Spielen.

Sie wollen sich beweisen und wählen deshalb eher Glücksspiele, bei denen auch Geschick oder Wissen gefragt ist, so zum Beispiel bei Sportwetten. Hier ist es durchaus wichtig, sich gut mit der Materie auszukennen. Ein daraus resultierender Gewinn beweist den Männern: Ich weiß Bescheid und bin gut in meinem Hobby.

Online Poker Grinding
Rohit 'GodlikeRoy' Bhasin beim Online Poker Grinding

Genauso ist es beim Poker. Es ist ein Spiel, bei dem es nicht nur um Glück geht. Es sind vor allem Können und Erfahrung gefragt: den Gegner zu lesen, das eigene Blatt richtig einzuschätzen, die richtige Taktik wählen – das alles sind Elemente, die  zu einem erfolgreichen Poker-Spiel gehören.

Ob am Ende die richtige Karte ausgeteilt wird, entscheidet zwar immer noch Fortuna, doch was der Spieler daraus macht, ist eine Frage des Könnens. Hier können sich die Männer beweisen – und wohl auch deshalb ist dieses Spiel (trotz vieler erfolgreicher Poker-Spielerinnen) noch immer eine Männer-Welt.

Bei Frauen ist es eher die reine Lust am Spiel, die sie in Lotterien oder in Online Casinos treibt. Sie möchten sich ablenken, suchen den Zeitvertreib und das Kribbeln im Bauch. Sie müssen sich nicht beweisen und spielen vor allem um des Spielens willen. Frauen sind auch häufiger auf Online Bingo Seiten zu Gast als Männer. Eine Erkenntnis, die dazu geführt hat, dass sich viele der Online Bingo Seiten speziell auf die weibliche Zielgruppe konzentrieren und Design und Angebote entsprechend anpassen.

In Online Casinos sind es die Slots, die Frauen besonders schätzen. Die Damenwelt hat eben einen Sinn fürs Schöne und honoriert ansprechend und aufwendig gestaltete Spiele, aber dennoch kurzweilige Spiele mit hohem Unterhaltungswert – und die sind eben eher bei den Online Slots anzutreffen als anderswo.

Studie zeigt was uns zu Gewinnern macht

Wer immer schon einmal eine Glückssträhne in einem Casino hatte, ist fest davon überzeugt, öfter zu gewinnen. Es läuft einfach gerade gut, das Glück scheint eindeutig auf der Seite des Spielers zu sein. Eine kürzlich veröffentlichte Studie sagt aber, dass es nicht die Glückssträhne ist, die uns zu Gewinnern macht, sondern sicherere Einsätze.

Wer schon einmal in einem Online Casino gespielt hat oder auch nur eine kleine Wette unter Freunden abgeschlossen hat, hat sicher schon mindestens einmal die Erfahrung von unglaublichem Glück oder Pech gemacht und eine Glückssträhne oder Pechsträhne erlebt.

Bei einer Glückssträhne können wir gar nicht verlieren – ob beim Poker oder beim Roulette, das Glück ist auf unserer Seite. So empfinden wir es zumindest.

Für viele Spieler spielen Glück und Aberglaube eine wichtige Rolle. Wieder andere glauben, dass es ein Irrglaube ist, vorhersagen zu können, ob zufällige Ereignisse dabei sind, sich zu unseren Gunsten zu verändern oder nicht.

Einer neuen Studie zufolge ist das aber nicht ganz richtig, denn die Gewohnheiten der Spieler selbst, können das Spiel zu ihren Gunsten verändern.

Gewinner gewinnen, Verlierer verlieren

Die Studie wurde am University College in London unter der Leitung des Professors für Psychologie, Nigel Harvey, und der Doktorandin Juemin Xu durchgeführt.

Mit einem erstaunlichen Ergebnis: Wenn Spieler gewinnen, gewinnen sie sehr wahrscheinlich auch weiter. Während Verlierer wahrscheinlich eher weiter verlieren. Für die Studie, die im May 2014 im Magazin „Cognition“ veröffentlicht wurde, wertete das Team das Spielverhalten von Online-Glücksspielern auf einer Sportwettenseite aus.

Keine Sorge: Die Studie will nicht die Gesetze der Wahrscheinlichkeit neu schreiben. Stattdessen zeigt sich, dass die Spieler dazu neigen, ihr Verhalten zu verändern. Und das verbessert ihre Chancen, auch weiterhin zu gewinnen – und zwar öfter und eindrucksvoller als man erwarten sollte:

Für die Studie wurden 565.000 Einsätze von 776 Spielern analysiert. Beim ersten Einsatz stehen die Chancen auf einen Gewinn noch bei nur 48 Prozent, beim zweiten Einsatz nach einem Gewinn stieg die Chance auf 49 Prozent – keine besonders hohe Steigerung.

Gewinner und Verlierer in Casino

Doch dann scheint es mit den Glückssträhnen los zu gehen. Nach einem weiteren Gewinn (Bild: blaue Linie) lag die Chance auf einen Gewinn bei bereits 57 Prozent, in der nächsten Runde bei 67 Prozent, dann 72 Prozent und schließlich bei 75 Prozent für die sechste Wette in einer Glückssträhne.

Bei einem Verlust sah das ganze anders aus: Nach einem Verlust (Blid: rote Linie) standen die Chancen auf einen Gewinn bei 47 Prozent, nach einem weiteren Verlust sank diese Chance auf 45 Prozent und nach sechs Niederlagen sank die Chance auf einen Gewinn sogar auf nur 23 Prozent ab.

Was verursacht Glückssträhnen?

Die Forscher untersuchten nun, ob die Spieler mit den Glückssträhnen einfach besser spielten als diejenigen, die schlechte Läufe hatten.

Aber am Ende verloren beide Gruppen fast die gleiche Menge an Geld pro Pfund, das sie einsetzten. Stattdessen stellte sich heraus, dass die Antwort auf die Frage was Glückssträhnen ausmacht in der Art liegt, wie die Spieler die Einsätze machten. Spieler in einer Glückssträhne nutzten zunehmend sichere Wetten, um ihre Glückssträhne zu halten.

Verantwortungsvoll spielen

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