Zeigt das Blackjack Urteil erste Auswirkungen?

Zeigt das Blackjack Urteil erste Auswirkungen?

05 Feb 2015 | 11:35 Autor: Melissa Körner

Im Januar 2015 erging ein Urteil, das Online Casino Spieler und auch die Online Casino Betreiber betroffen gemacht hat. Ein Malermeister wurde zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er in einem Online Casino gespielt hatte, sein Gewinn in Höhe von 63.490 Euro wurde konfisziert (wir berichteten). Nun reagieren die ersten Online Casinos offenbar und wollen neuen Spieler aus Deutschland offenbar den Zugang verwehren.

Schon lange tut sich Deutschland schwer mit dem Online Glücksspiel. Wie soll man den Angeboten aus dem Ausland nur Herr werden? Das Internet ist doch so eine „unkontrollierbare“ Sache.

Da hat eben auch der Staat nicht überall den Daumen drauf. Und das ist auch gut so. Wir würden in einem seltsamen Land leben und uns wohl nicht besonders wohl fühlen, könnte der Staat lenken, was wir im Internet sehen können und was nicht.

Doch dass das Internet so frei ist, macht es zum Problem für die Regierung und zu einem Segen für die Spieler. Denn die Spieler haben eine riesige Auswahl an deutschen Online Casinos, in denen sie spielen können.

Eigentlich alle großen Anbieter haben eine deutsche Online Casino Seite mit Angeboten speziell für deutsche Spieler und auch einem deutschsprachigen Kundenservice. Doch seit dem 1. Februar ist die Auswahl für die Spieler kleiner geworden, wenn auch nur minimal.

Fünf Casinos verzichten auf deutschen Markt

Eine Reihe von Online Casinos, die mit der Software von Playtech laufen, will nun offenbar auf den so unvorhersehbaren deutschen Markt verzichten, darunter Casino.com, das auch wir auf unserer Seite rezensiert hatten. Zumindest das Echtgeldspiel soll nicht mehr möglich sein, zum Spaß können die Spieler aber weiterhin das Online Casino besuchen. Spieler aus Deutschland sollen ab sofort nicht mehr zum Spiel um Geld zugelassen werden. In einer E-Mail hat das Unternehmen seine Kunden über die Entscheidung informiert.

We regret to inform you that…a closure in the German market for all brands [...] All accounts will have to be stopped no later than January 30th, 2015.

Gott sei Dank bleiben den Spielern hierzulande noch viele weitere Online Casinos, in denen sie ihr Glück versuchen können. Und die belohnen eine Neuregistrierung oft mit lukrativen Willkommensboni, die sich wirklich lohnen. Die Casinos bieten Unterhaltung abseits vom staatlichen Glücksspielmonopol.

Ein Monopol, das es Anbietern und Spielern schwer macht, sich wirklich zu entfalten. Und dem Staat die Kontrolle über den Markt entzieht, die er sich eigentlich so sehnlichst wünscht. Aber was tun die Spieler, wenn sie mit Verboten belegt werden? Sie orientieren sich neu und finden Wege, um Sperren und Blockaden zu umgehen.

Blackjack Urteil als Grund für Rückzug?

Dass sie sich damit in einer rechtlichen Grauzone befinden, ist den meisten Spielern bewusst. Ein Malermeister (spielte Blackjack Online) aus Bayern sah das anders – und wurde vor Gericht eines besseren belehrt. Dieses Urteil, das erst im Januar gesprochen wurde, könnte ein Grund dafür sein, warum sich einige Online Casinos nun aus dem deutschen Markt zurückziehen.

Es ist ein Grundsatzurteil, das es bisher so nicht gab. Es könnte den Casino-Betreibern Angst gemacht haben – den Spielern hat es allemal einen Schrecken eingejagt. Ganz besonders natürlich dem Verurteilten, der nun die Summe, die ihm von den Gewinnen im Online Casino verblieben waren, an die Staatskasse übergeben musste.

Online Casino Regulierung in Europa

Sobald die erste Schock-Starre sich gelegt hat, dürfte sich die Lage aber auch wieder beruhigen – und dann bleibt nur zu hoffen, dass sich in Deutschland endlich etwas bewegt und der Staat einen regulierten Online Glücksspielmarkt schafft, wie es in anderen Ländern auch der Fall ist und bestens funktioniert. Für die Spieler und für die Staatskasse.

Unklare Situation weitere Grund für Rückzug?

Die Betreiber der betroffenen Playtech Casinos, die den Deutschen Spielern nun das Spiel um Geld verwehren, könnten auch die rechtliche Situation in Deutschland zum Anlass genommen haben, sich zurückzuziehen. Einst machte Schleswig-Holstein ja einen positiven Vorstoß und scherte aus dem Glücksspielstaatsvertrag aus, der es ausländischen Anbietern unmöglich macht, legal Online Casino Spiele um Geld anzubieten. In Schleswig-Holstein war das möglich, es wurden Lizenzen vergeben und Online Casinos gingen mit Erfolg an den Start.

Die neue Regierung hat nun aber wieder eine Kehrtwende gemacht und wird den Kurs nicht weiter führen. Und auch der Europäische Gerichtshof hat im Juni eine Entscheidung gefällt, die den Betreibern von Online Casinos und auch den Spielern nicht gefallen dürfte:

Nur weil Schleswig-Holstein entschieden hat, Online Glücksspiel Lizenzen zu vergeben, muss der Rest des Landes noch lange nicht nachziehen.

Vielleicht ist es ein bisschen die Resignation darüber, dass sich in Deutschland nichts bewegt, die die Online Casinos Betreiber zu diesem Schritt getrieben hat. Lange wird hier diskutiert und wenn sich dann mal dazu durchgerungen wird, Lizenzen zu vergeben, scheitert es schon in den Grundzügen – siehe das Beispiel der Sportwetten. Bleibt zu hoffen, dass bei der nächsten Überarbeitung des sperrigen Gesetzes alles besser wird.

 

Verband fordert neue Regeln in Deutschland

Das Online Glücksspiel ist in Deutschland zum Dauerthema geworden – zum Glück muss man sagen, denn immerhin beschäftigen sich die Beteiligten aus Politik und Wirtschaft am Thema. Und treiben so mögliche Änderungen voran. Noch immer sieht es für Online Casino und Poker Anbieter aus dem Ausland schlecht aus in Deutschland. Experten fordern jetzt ein Umdenken und kämpfen für faire Wettbewerbsbedingungen und eine Neuregulierung des Marktes.

Der „Deutsche Verband für Telekommunikation und Medien (DVTM) lud dazu Anfang Februar Vertreter der Gaming und Online Poker Branche nach München zu einer Tagung. Dort diskutierten die Teilnehmer die aktuelle Entwicklung der Regulierung des Glücksspiel-Marktes in Europa, aber ganz besonders auch die Situation in Deutschland.

DVTM

Deutsche Verband für Telekommunikation und Medien

Der DVTM ist ein Interessenverband der an Telekommunikation und Medien beteiligten Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf. Der Verband setzt sich gegenüber Politik und Gesetzgeber, aber auch gegenüber der EU für die Interessen seiner Mitglieder ein.

Zum siebten Mal bereits fand das Treffen statt, bei dem mehr als 40 Experten nach München kamen, um sich über die Entwicklung des Online Poker Marktes, aber auch des Glücksspiels in Deutschland insgesamt auszutauschen. Mit dabei war in diesem Jahr erstmals auch der Online Poker Anbieter und Big Player der Branche PokerStars.

Experten sind besorgt

Wohl wichtigstes Thema des Abends: „Milliardenmarkt Online Gaming: Spannungsfeld zwischen europäischer und deutscher Regulierung“. Denn noch immer ist der Markt in Deutschland einer der am stärksten eingeschränkten und einer der am schärfsten kontrollierten. Mit Ausnahme von Lotterie, Pferdewetten und Sportwetten sind in Deutschland keine Online Glücksspiele erlaubt.

Die Behörden greifen inzwischen hart durch – das zeigte das erst im Januar diesen Jahres gegen einen Blackjack Spieler aus Deutschland ausgesprochene Urteil: 2.100 Euro Geldstrafe wegen Teilnahme an illegalem Glücksspiel und Konfiszierung des Gewinns in Höhe von 63.490 Euro. Ein Urteil, das einige Online Casinos dazu bewogen hat, den deutschen Markt zu verlassen und die Echtgeld-Spiele für Besucher aus Deutschland zu sperren.

Online Casino Regulierung in Europa

Der DVTM will nun die Branche stärken, denn angesichts solcher Urteile und der gesetzlichen Regelungen hierzulande herrscht unter den Online Poker Anbietern, aber auch unter den Online Casino Betreibern große Unsicherheit, was den deutschen Markt angeht. Die Experten, die der Einladung zum „DVTM Executive Dinner“ gefolgt sind, waren sich einig, dass Deutschland sich bewegen muss, denn aufgrund der fehlenden Öffnung des Marktes entgehen auch dem Staat Vorteile: Steuereinnahmen in Millionenhöhe!

PokerStars begrüßt das Engagement

Für Eric Hollreiser, der im Auftrag von Amaya und PokerStars zu der Tagung kam, ist die Zusammenarbeit mit dem DVTM ein wichtiger Schritt, um in Deutschland etwas zu bewegen:

Eric Hollreiser
Eric Hollreiser,
Leiter für Öffentlichkeitsarbeit
bei Amaya

Der DVTM macht sich stark für unsere Branche. Die gesetzliche Situation in Deutschland fordert die Industrie zum Handeln auf. Die Branche kann aber nur gemeinsam eine wirksame Schlagkraft entwickeln. Deshalb hoffen wir sehr, dass auch andere Unternehmen folgen und sich dem Verband anschließen. Das gemeinsame Ziel ist eine Verbraucher-orientierte, rechtssichere und EU-konforme Regulierung des deutschen Online-Gaming-Marktes.

Genau das wünschen sich auch viele Spieler in Deutschland. Es geht den meisten Spielern – und auch den Anbietern - nicht darum, alles mögliche zu erlauben, aber es muss eine Regulierung her, die den Anforderungen an die moderne Art des Spielens gerecht wird und die Spieler, die ja genügend Angebote zur Verfügung haben – trotz Glücksspielstaatsvertrag – aus der Illegalität zu holen.

PokerStars

PokerStars

PokerStars ist einer der größten und wichtigsten Online Poker Anbieter der Branche. Seinen Sitz hat das Unternehmen auf der Isle of Man in der Irischen See. Das Unternehmen hat einen Marktwert von schätzungsweise drei Milliarden Dollar und wurde im vergangenen Jahr von der Amaya Gaming Group übernommen. Amaya hatte bei dem Deal mit Full Tilt Poker auch einen anderen Branchen-Riesen übernommen. Insgesamt sollen bei dem Verkauf 4,9 Milliarden Dollar geflossen sein.

DVTM erarbeitet Strategie

Gemeinsam mit den Experten will der DVTM eine Strategie erarbeiten, die faire Wettbewerbsbedingungen für alle Teilnehmer schafft und einen gemeinsamen Nenner für Anbieter, Politik und Verbraucherschutz schaffen will. So soll aktiv ein neues Modell für einen dem EU-Recht angenäherten Online Gaming und Gambling Markt geschaffen werden, das schon bald bei der Politik für Aufmerksamkeit sorgen soll. Vorstandsvorsitzender des DVTM Renatus Zilles fasste die Tagung zusammen:

Renatus Zilles
Renatus Zilles
DVTM Vorstandsvorsitzender

Wir wollen der Politik eine Antwort geben für eine schnelle Klärung der offenen Fragen.

 

Ziel ist die kurzfristige Öffnung des Marktes analog zu anderen europäischen Ländern – und das unter Wahrung des Interessenausgleichs.

Ob das gelingt, bleibt abzuwarten. Das letzte Wort hat immer noch die Regierung.

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