Alte Spielautomaten kostenlos spielen

Alte Spielautomaten – kostenlos spielen ohne Anmeldung

Wenn die Videospiele und Slots immer moderner und schneller werden, steigt auch der Wunsch nach ein bisschen Retro-Spaß. Spielen Sie jetzt alte Spielautomaten kostenlos und ohne Anmeldung.

Die Geschichte der Spielautomaten ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Es geht nämlich gar nicht immer um Geld, sondern um Kitkat, Musik und … die Zukunft!

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Merkur B (1977), Domino (1921), Rotamint (1953).

Auf dem Gebiet der Spielautomaten wurden in den letzten Jahren in technischer Hinsicht enorme Fortschritte gemacht. Nicht zuletzt hat sich sogar die Bezeichnung verändert. Was früher Spielautomat genannt wurde, entwickelte sich später zu den immer etwas abschätzig „Daddelmaschinen“ genannten Geräten, die man überall in Kneipen und Spielhallen findet, und heute setzt sich langsam der englische Begriff Slots durch, der den modernen Videospielen gegenüber am ehesten angemessen erscheint.

Die Video-Slots von heute verbindet mit alten Spielautomaten also eigentlich nicht einmal mehr der Name. Moderne Slots sind Videospiele mit Filmsequenzen, Spielen im Spiel und gewaltiger Hintergrundmusik wie im Kino. Das ist bei allem Respekt vor dem technischen Fortschritt und bei aller Bewunderung für das, was heute möglich ist, auch ein bisschen überwältigend. Nicht jeder Spieler ist begeistert, und so mancher wünscht sich gar den guten alten Spielautomat mit den drei Walzen und den Sonnen zurück.

Es ist eben ein bekanntes Phänomen, dass eine solch rasante Entwicklung oft auch eine Gegenbewegung auslöst. Nach dem Fast Food kam der Slow Food, nach dem Bugatti kam der Beetle. Auch bei Spielautomaten ist eine Hinwendung zum Retrostil zu erkennen.

Online-Casinos haben ihre Ohren immer am Puls der Zeit, deshalb ist diese Entwicklung auch an ihnen nicht vorbeigegangen. Das Ergebnis: Neben den neuesten bieten sie auch Spielautomaten im alten Stil an. Das Beste daran: Die „alten“ Spielautomaten arbeiten natürlich auch mit modernster Technik und sind deshalb zuverlässig und störungsfrei.

Aber schauen wir doch mal, wie es mit diesen Automaten überhaupt losging.

Centigrade 37 1977 Arc en Ciel 1933 Tempo Tempo 1952

Centigrade 37 (1977), Arc en Ciel (1933), Tempo Tempo (1952).

 

Vom Nadelspiel zum Video-Slot - Die Geschichte der Spielautomaten

Falls Sie bei Ihren Freunden mal mit Ihrem Fachwissen auftrumpfen möchten, fragen Sie doch mal, was der erste öffentliche Automat war und wann und wo er aufgestellt wurde. Hier ist die überraschende Antwort: Es handelte sich um einen Briefmarkenautomat, der 1857 in England in Betrieb ging.

Das war der Beginn eines beispiellosen Siegeszugs der Automatisierung. Die Automaten drangen in alle möglichen Lebensbereiche ein und ermöglichten eine ganze Reihe neuer Formen der Dienstleistung und der Unterhaltung. Mancher unserer geneigten Leser mag sich noch an öffentliche Waagen erinnern, aber die Automaten versorgten uns auch mit Dingen wie Präservativen, Kaugummi und Erdnüssen, Passfotos und vielem mehr.

In der Unterhaltungsbranche wurden nach und nach immer mehr Möglichkeiten entdeckt, die neue Technik für die eigenen Zwecke zu nutzen und Leute zum Spielen zu verführen.

Die frühen Spielautomaten hatten noch recht eigenartige Namen, unter denen man sich heute teilweise kaum noch etwas vorstellen kann. Zu den klassischen Spielen gehörten zum Beispiel:

  • Handleseautomaten
  • Schutzmittelautomaten
  • Elektroschockautomaten
  • Nadelspiele
  • Münzschleuderautomaten
  • Kugelfangautomaten

Und dann kamen natürlich auch die Musikautomaten auf, aus denen später die die „Juke-Box“ entstand. Bis weit in die 1980er Jahre war in vielen gastronomischen Lokalen die einzige Möglichkeit, für Hintergrundmusik zu sorgen, selbst ein paar Münzen in die Juke Box zu werfen und ein paar Songs auszuwählen.

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Handleser Chyromant (1915), Boxautomat Carpentier (1919), Schocker Elektra (1956).

Auch die Elektroschocker standen in den 1980ern noch auf vielen Straßenfesten, wurden schließlich aber doch abgeschafft, weil wohl irgendjemandem auffiel, dass es nicht gesund ist, sich selbst elektrische Schläge zu verabreichen. Heute kaum zu glauben, dass die Leute damals dafür sogar noch Geld bezahlten.

Die so genannten Nadelspiele führten später zu der Entwicklung des Flippergeräts, während Schleuder- und Fangspiele heute noch durch die Münzschiebemaschinen auf Jahrmärkten oder die Greifarmgeräte an Autobahnraststätten repräsentiert werden. Interessant sind auch die Preise, um die es damals ging. Sehr anschaulich ist das „Win a KitKat“, das im England der 1950er Jahre gespielt wurde. Offensichtlich war der Preis für den Gewinner damals der bis heute bekannte Schokoriegel.

Der erste Geldspielautomat wurde 1889 aufgestellt und trug den Namen „Black Cat“. Wegen des an der Seite angebrachten Arms wurde er scherzhaft auch „Einarmiger Bandit“ genannt. Ein Spitzname, der es erstaunlich weit bringen sollte… Die Black Cat arbeitet übrigens mit Spielkarten, und die Höhe des Gewinns hing davon ab, wie hochwertig die von der Maschine ausgeloste Pokerhand war.

Zehn Jahre später erblickte das erste Gerät mit den klassischen drei Walzen das Licht der Spielhallen. Es trug den schönen Namen „Liberty Bell“. Das war in San Francisco, aber der Erfinder war ein schwäbischer Auswanderer namens Charles Frey. Untypisch für die Tüftler aus dem Südwesten vergaß Frey jedoch, ein Patent anzumelden, und damit begann der globale Siegeszug der alten Spielautomaten.

In Großbritannien werden die Geräte übrigens als „Fruit Machines“ bezeichnet. Das rührt daher, dass schon 1902 Geldspielgeräte verboten wurden, Sachpreise aber nicht. In England verfiel man daher darauf, die Walzen mit Symbolen von Früchten oder Süßigkeiten zu bestücken, die dann eben auch als Gewinne warteten.

Teil der Faszination war das Gefühl, das Spielergebnis beeinflussen zu können, denn mit dem Arm an der Seite wurde eine Feder, gespannt, die die Mechanik in Bewegung setzte. Je nach Spannung der Feder dauerte das Spiel kürzer oder länger.

Win a kitkat 1950s favorit 1949 zeppelin schleuder 1905

Win a Kitkat (ca. 1950), Favorit (1949), Zeppelinschleuder (1905).

Erst in den 1960er Jahren verschwand der „Arm“ des Banditen langsam aus den Casinos. Er wurde durch Elektrotechnik ersetzt, die von nun an für Start und Stopp der Walzen sorgte. Druckknöpfe sorgten nun für die Aktivierung, sodass die Illusion, man könne das Ergebnis beeinflussen, wie bei den alten Spielautomaten blieb.

Schon 1976 entstanden Video-Slots, und die ersten Exemplare waren natürlich vor allem in Las Vegas zu sehen. Im selben Jahr baute die Gauselmann-Gruppe ihren ersten Spielautomat. Das Unternehmen verfügt heute über die wichtigste Sammlung alter Spielautomaten in Europa.

1996 erschien dann der erste Multiscreen-Videoslot, aber ohne dass es damals jemand wusste, war das bereits zu spät und das Schicksal der Spielautomaten besiegelt. Schon sechs Jahre zuvor waren die ersten Online Casinos ans Netz gegangen, und damit begann – zunächst sehr langsam – der Trend vom tatsächlichen Gerät zum virtuellen im Computer.

Lion’s Share – der gemeinste Spielautomat der Welt

Alte und neue Spielautomaten kostenlos zu spielen ist eine schöne Nebensache, aber sie um Geld zu spielen ist echter Nervenkitzel. Die Geräte arbeiten gemäß eines bestimmten Schlüssels, der bestimmt, wie viel Geld im Schnitt ausbezahlt wird.

lions share linda walter misco mgm las vegas

Der "Lion's Share" und die Jackpot-Knacker.

Fehler sind in diesem System nicht vorgesehen, und doch gab es lange Zeit zumindest einen Automaten auf der Welt, der sich beharrlich weigerte, seiner Pflicht nachzukommen und dadurch zunächst die Nerven seiner Spieler ruinierte, bevor er schließlich zur Legende wurde.

Das Gerät, von den hier die Rede ist, ist der „Lion’s Share“. Es handelt sich um einen simplen 3-Walzen-Automat, der im MGM Grand in Las Vegas steht und dort zu berüchtigter Berühmtheit gelangte. Das Gerät zahlte ab 1994 nämlich 20 (!) Jahre lang keinen Hauptpreis aus.

Im Sommer 2014 war der Jackpot des Geräts auf fast 2,5 Mio. Dollar angewachsen, und das bei einem Spielpreis von einem bzw. drei Dollar pro Runde. Der alte Spielautomat hatte über Jahre hinweg Kultstatus, kein anderes Gerät des Casinos – dass über 1500 Spielautomaten anbietet – wurde derart von Spielern belagert. Die Wartezeit konnte mehrere Tage dauern.

Ein Rentnerehepaar aus New Hampshire knackte schließlich den Jackpot am letzten Abend seines Urlaubs in Vegas. Selbst in der Glücksspielhauptstadt der Welt sorgte das für so viel Aufsehen, dass das Ehepaar seine Rückreise verschieben musste. Für sie wurde am nächsten Tag extra eine Pressekonferenz einberufen.

Die Sammlung Gauselmann

Wie bereits kurz erwähnt, ist die Sammlung Gauselmann die größte und berühmteste Sammlung alter Spielautomaten in Europa. Sie gehört zum Deutschen Automatenmuseum  im ostwestfälischen Espelkamp und besteht aus rund 1800 Exponaten, von denen rund 200 im Rotationsverfahren ständig ausgestellt werden.

Die Gauselmann-Gruppe ist auch das Unternehmen, das den Merkur-Stern erfand, jenes Symbol, das bis heute für Gewinn am Automaten steht.

Verändert haben sich bis heute aber nicht nur Aussehen und Funktionsweise der Spielautomaten. Auch der Einsatz und die Gewinne haben eine gewaltige Entwicklung durchlaufen. Während auf vielen der alten Spielautomaten noch die Kennzeichnung „1p“ für einen Penny oder einen Pfennig steht, findet man heute in den High Stakes Bereichen von großen Casinos auch Geräte, die einen Grundeinsatz von €500 pro 3-sekündiger Spielrunde verlangen.

Natürlich können daraus in besagten drei Sekunden dann auch €500.000 werden…

Bilder antiker Spielautomaten entnommen der Webseite des Deutschen Automatenmuseums.