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Hollandish System

Sind wir mal ehrlich: Beim Glücksspiel geht es für die Meisten darum zu gewinnen. Klar, das Ganze macht auch Spaß und ist ein schöner Zeitvertreib, aber so richtig unterhaltsam wird es doch erst, wenn das Spiel auch Gewinne abwirft. Deshalb denkt eigentlich jeder Spieler über kurz oder lang darüber nach, wie er sein Spiel zum besten Ergebnis hin optimieren kann. Aus diesen Überlegungen heraus entstanden verschiedene Wettsysteme. In unserer 14-teiligen Reihe stellen wir jeden Monat ein anderes Wettsystem vor. Heute: Das Hollandish System.

In diesem Monat geht es um das Hollandish System. Spielern, die gern nach einer negativen Progression vorgehen, dürfte dieses System gefallen. Genau wie im Martingale System oder auch im D'Alembert System arbeitet das Hollandish System nämlich mit einer negativen Progression. Das bedeutet, dass der Einsatz nach jedem Verlust erhöht wird. Im Unterschied dazu wird bei einem Wettsystem mit positiver Progression, z. B. dem Parlay System, bei einem Gewinn der Einsatz erhöht.

Das Hollandish System kann nicht auf eine schillernde Geschichte zurück blicken, über seine Entstehung ist nicht viel bekannt. Fakt ist jedoch, dass es hauptsächlich beim Roulette genutzt wird. Es ist ein Wettsystem, das nur auf Wetten genutzt wird, die eine 50:50 Chance bieten, also z. B. Rot/Schwarz beim Roulette oder die Wette auf gerade oder ungerade Zahlen, die sogenannten Außenwetten.

Und da haben wir auch schon den größten Knackpunkt, den alle Wettsysteme gemeinsam haben: Eine 50:50 Chance gibt es in einem Casino nicht, weder online noch in stationären Casinos. Denn der Vorteil liegt immer bei der Bank. So ist es im Falle des Roulette die 0 oder wie im Amerikanischen Roulette sogar noch die 00, die den Vorteil immer Zugunsten der Bank verschiebt.

Das Hollandish System

Im Vergleich zu anderen Spielsystemen mit negativer Progression ist das Hollandish System allerdings etwas entspannter. Es ist ein System mit geringerem Risiko und ist weniger aggressiv als z. B. das Martingale System. Der Grund dafür liegt im genauen Aufbau der Progression. Denn anders als beim Martingale System wird beim Hollandish System nicht nach jeder Runde der Einsatz verändert. Beim Hollandish System unterteilt man sein Spiel in Dreier-Einheiten. Was das bedeutet, schauen wir uns jetzt genauer an:

Zunächst einmal arbeitet auch das Hollandish System mit einer festen Zahlenfolge, die aber wiederum davon abhängt, welchen Wert man als eine Einheit wählt. Um es einfach zu halten, beginnen wir mit 1 Euro als 1 Einheit. Dann sieht die Zahlenfolge, nach der man seine Einsätze richtet, wie folgt aus:

1 – 3 – 5 – 7 – 9 – 11 usw.

Im Hollandish System wird der Einsatz also immer um den Faktor 2 erhöht. Wie schon erwähnt, kann man die Zahlenfolge auch mit einer anderen Einheit beginnen, z. B. 2. Dann sieht die Zahlenreihe folgendermaßen aus:

2 – 6 – 10 – 14 – 18 – 22 usw. In diesem Fall werden die Einsätze also jeweils um 4 erhöht. Also immer um das Doppelte des ursprünglichen Einsatzes. Beginnt man bei 3, würde der Einsatz jeweils um 6 Einheiten erhöht.

Diese Einheit legt der Spieler im Vorfeld für sich persönlich fest. Sie kann 1 oder 2 Euro betragen, muss in jedem Fall aber so hoch sein wie der Mindesteinsatz am Tisch.

Nun kommen wir zu dem Punkt, der das Hollandish System so sehr von den anderen Systemen mit negativer Progression unterscheidet: Man arbeitet sich nicht stur durch die Zahlenfolge wie in den anderen Systemen. Die Progression wird in Stufen unterteilt und auf jeder Stufe werden drei Einsätze gemacht. Mit anderen Worten: Bevor man seinen Einsatz macht, muss die Roulette-Kugel drei Mal in einem Fach gelandet sein.

Das Hollandish System im Einsatz

An einem Beispiel lässt sich diese Art, die Progression in Stufen zu unterteilen, am besten erläutern: Zunächst entscheidet der Spieler sich für eine Wette, die er machen möchte und mit welchem Einsatz. Nehmen wir an, er möchte auf Rot wetten und 1 Euro setzen. Er befindet sich in der ersten Stufe der Progression, macht also noch zwei weitere Male den selben Einsatz. Er setzt also drei Mal hintereinander 1 Euro auf Rot.

Gewinnt der Spieler zwei oder drei der Wetten, wird das als Gewinn verbucht und der Spieler beginnt erneut mit einem Einsatz von 1 Euro, den er drei Mal hintereinander setzt. Nur wenn der Spieler keine oder nur eine der drei Wetten gewinnt, zählt die Stufe als verloren und der Spieler geht auf die nächste Stufe der Progression, macht also mit 3 Euro als Einsatz weiter. Auch diese muss er wieder drei Mal setzen. Gewinnt er 2-3 Wetten, beginnt die Progression wieder von Neuem mit 1 Euro. Verliert er die Stufe 2, begibt er sich auf Stufe 3 und spielt mit 6 Euro weiter.

Zum besseren Verständnis schauen wir uns das Ganze einmal in Form einer Tabelle an:

Einsatz-Nummer Progressionsstufe Einsatzhöhe Ergebnis Bankroll
1 1 1 € Verlust -1 €
2 1 1 € Gewinn 0 €
3 1 1 € Verlust -1 €
4 2 3 € Gewinn 2 €
5 2 3 € Gewinn 5 €
6 2 3 € Verlust 2 €
7 3 1 € Verlust 1 €
8 3 1 € Verlust 0 €
9 3 1 € Gewinn 1 €

Das Hollandish System beachtet auch die Bankroll – hat man am Ende einer Stufe weniger Geld auf der Bankroll als der Einsatz, mit dem man gestartet hat, wird die Progression eine Stufe erhöht. Die Einsätze werden so lange erhöht bis man eine positive Bankroll erreicht hat, dann beginnt das Spiel von vorn.

Das Hollandish System bei anderen Casino Spielen

Zwar stammt das Hollandish System ursprünglich aus dem Roulette, es kann aber genauso gut bei anderen Spielen, wie beim Blackjack oder an Spielautomaten angewendet werden.

Dabei geht man genauso vor wie beim Roulette: Start-Einheit festlegen, drei mal hintereinander den Einsatz machen und nach einer gewonnenen Stufe von vorn beginnen, nach einer verlorenen Stufe mit der nächsten Stufe weiter spielen.

Fazit

Das Hollandish System ist eine schöne Abwechslung und vor allem für Spieler geeignet, die sich eine relativ langsame Progression wünschen. Es dauert wesentlich länger bis die Wetten in schwindelerregende Höhen klettern als bei anderen Progressionen. Auf der anderen Seite hat das System natürlich eine Schwäche: Wer zu viele Wetten in Folge verliert, muss riskante Wetten abgeben und nur ein anhaltende Glückssträhne kann das wieder ausgleichen.

Es kann außerdem ganz schön lange dauern, bis man wieder eine positive Bankroll erzielt hat. Wie bei anderen Wettsystemen gilt auch hier unser Rat: Setzen Sie sich ein Limit für Ihr Spiel. Hören Sie beispielsweise auf, wenn sie 50% Ihrer Bankroll verloren haben, genauso aber sollten Sie den Tisch verlassen, wenn Sie 50% gewonnen haben – so bleiben Sie auf der sicheren Seite, egal welches Spielsystem Sie wählen.

Vorteile

  • weniger aggressiv
  • leicht anzuwenden

Nachteile

  • kann langwierig werden