Das Whittaker Wettsystem

Das Whittaker Wettsystem

03 Feb 2017 | 04:20 Autor: Melissa Körner

Sind wir mal ehrlich: Beim Glücksspiel geht es für die Meisten darum zu gewinnen. Klar, das Ganze macht auch Spaß und ist ein schöner Zeitvertreib, aber so richtig unterhaltsam wird es doch erst, wenn das Spiel auch Gewinne abwirft. Deshalb denkt eigentlich jeder Spieler über kurz oder lang darüber nach, wie er sein Spiel zum besten Ergebnis hin optimieren kann. Aus diesen Überlegungen heraus entstanden verschiedene Wettsysteme. In unserer 14-teiligen Reihe stellen wir jeden Monat ein anderes Wettsystem vor. Heute: Das Whittaker System.

In diesem Monat geht es um das Whittaker Wettsystem, das manchmal auch „Whittacker“ System geschrieben wird. Es ist ein Spiel mit negativer Progression und ähnelt sehr dem Labouchere System, ein System, bei dem das Budget in eine Zahlenreihe aufgeteilt und nach dieser eingesetzt wird. Wer sich jetzt wundert und denkt, dass ihn diese Vorgehensweise an das Fibonacci System erinnert, hat Recht. Das Whittaker Wettsystem ähnelt diesem sehr. Es gibt sogar Spieler die behaupten, dass es im Grunde das selbe System sei, nur in einer Varianz.

Wer genau sich das Whittaker (Whittacker) Wettsystem ausgedacht hat, ist nicht bekannt. Da haben die beiden verwandten Systeme, Labouchere und Fibonacci schon eine andere Geschichte vorzuweisen. Aber kommen wir zurück zum eigentlichen System und wie es gespielt wird. Es ist ein Wettsystem, das hauptsächlich beim Roulette eingesetzt wird, aufgrund seiner Funktionsweise ist das Whittaker Wettsystem perfekt für Wetten, die eine 50:50 Chance bieten. Also z. B. Rot/Schwarz oder die Wette auf gerade oder ungerade Zahlen, die sogenannten Außenwetten.

Und da haben wir auch schon den größten Knackpunkt, den alle Wettsysteme gemeinsam haben: Eine 50:50 Chance gibt es in einem Casino nicht, weder online noch in stationären Casinos. Denn der Vorteil liegt immer bei der Bank. So ist es im Falle des Roulette die 0 oder wie im Amerikanischen Roulette sogar noch die 00, die den Vorteil immer Zugunsten der Bank verschiebt.

 

Das Whittaker Wettsystem

Whittaker System

Whittaker Wettsystem ist ein System mit negativer Progression. Nach zwei Verlusten hintereinander werden die beiden Einsätze addiert und als nächste Wette eingesetzt. Bei jedem weiteren Verlust werden die zwei vorangegangenen Wetten addiert. Wiederholen, bis man gewonnen hat.

 

Schauen wir uns an, wie das Whittaker Wettsystem funktioniert: Vereinfacht ausgedrückt muss der Spieler bei diesem Wettsystem warten, bis er zwei Verluste hintereinander eingefahren hat, und dann diese zwei Verluste addieren, um den nächsten Einsatzbetrag zu erhalten. Bei jedem weiteren Verlust werden die zwei vorangegangenen Wetten addiert. Die Schritte, die der Spieler bei der Anwendung des Wettsystems durchläuft, wären also die folgenden, wenn wir annehmen, dass der Spieler 10 als eine Einheit ausgewählt hat:

  • 10 setzen – und verlieren;
  • erneut 10 – und verlieren;
  • Der Spieler hat nun zwei mal hintereinander verloren, nun muss er die Verluste der beiden vorangegangenen Wetten addieren und 20 setzen;
  • Wenn der Spieler wieder verliert, setzt er 30 (also 20 +10);
  • Verliert er wieder, muss er 50 setzen (30+20);
  • Wenn er verliert, beginnt die Prozedur von vorn bei einem Einsatz von 10.

Es ist wichtig, dass die Wettfolge immer von vorn begonnen wird, sobald der Spieler gewinnt. Dabei ist es ganz egal an welcher Stelle des Spiels der Spieler gerade steht, ob am Anfang oder Mittendrin: Sobald er gewinnt, beginnt er mit dem Einsatz von vorn, also mit einer Einheit. Wie hoch eine Einheit ist, legt der Spieler vor Beginn des Spiel fest. Dabei muss er sich am Mindesteinsatz am Tisch orientieren und auch an seiner Bankroll. Eine gute Vorgehensweise ist es, seine Bankroll durch 100 zu teilen und diesen Teil als 1 Einheit zu verwenden (sofern der Mindesteinsatz es zulässt).

 

Das Whittaker System bei anderen Casino Spielen

Zwar stammt das Whittaker Wettsystem ursprünglich aus dem Roulette, es kann aber genauso gut bei anderen Spielen, wie beim Blackjack oder an Spielautomaten angewendet werden. Dabei geht man genauso vor wie beim Roulette: Start-Einheit festlegen und immer dann, wenn man mindestens zwei Mal hintereinander verloren hat, die beiden vorangegangenen Wetten addieren, um den nächsten Einsatz festzulegen. Bei einem Gewinn beginnt die Progression von vorn.

 

Unterschied zwischen Fibonacci und Whittaker

Der wohl größte Unterschied ist die Geschichte: Während das Whittaker Wettsystem nicht so recht eine Entstehungsgeschichte vorweisen kann, geht das Fibonacci System auf Leonardo von Pisano zurück (er wurde später als Fibonacci bekannt, eine Kurzform von Filius Bonacci). Er dachte damals darüber nach, wie schnell sich Kaninchen vermehren würden, wenn keiner davon sterben und jeder weibliche Hase jeden Monat zwei Babys gebären würde. Um dieses Rätsel zu lösen, nutzte Leonardo eine Zahlenreihe, die folgendermaßen funktioniert: Er addiert die letzten beiden Nummern, um daraus die nächste der Folge zu erzeugen. Noch heute findet seine Sequenz vielerorts Anwendung, auch außerhalb des Glücksspiels.

Es gibt einen weiteren Punkt, in dem sich das Whittaker System vom Fibonacci System unterscheidet: Beim Whittaker System muss der Spieler zwei Mal verlieren, bevor er die beiden vorangegangenen Wetten addiert. Bei beiden Wettsystemen ist es deshalb wichtig, mit kleinen Einsätzen zu beginnen, weil ansonsten das Tisch-Limit und das eigene Bankroll-Limit schnell erreicht sind.

 

Vorteile und Nachteile des Whittaker Wettsystems

Der größte Vorteil des Whittaker Wettsystems: Wie eingangs schon erwähnt eignet es sich besonders gut für 50:50 Wetten. Man arbeitet mit dem Whittaker System so, dass man rein statistisch gesehen, immer gewinnen sollte. Die Chancen sehen hier ganz ähnlich aus wie beim Martingale System.

Und damit kommen wir auch schon zu den Nachteilen des Systems: Ihm sind natürliche Grenzen gesetzt. Es kann nur auf lange Sicht funktionieren, aber niemand kann ewig weiter spielen. Da sind zum Einen die Tisch-Limits, die die Höhe des Einsatzes reglementieren, aber auch die eigene Bankroll, die dem Wettsystem Grenzen setzen. Und das – aufmerksame Leser unserer Wettsystem-Reihe werden das wissen – sind die Einschränkungen, mit denen im Grunde jedes Wettsystem leben muss.

 

Fazit

Beim Whittaker Wettsystem ist es wie bei en anderen auch: Den Hausvorteil zu überwinden ist schwierig, wenn nicht gänzlich unmöglich. Das Wettsystem ist also keine Garantie für einen positiven Spielausgang, es hilft Ihnen nicht dabei, das Spiel sicher zu gewinnen. Aber es bietet Ihnen Orientierung für Ihr Spiel, auch wenn es einmal schwierig wird oder wenn es besonders gut läuft. Gerade dann ist es wichtig, einen klaren Fokus zu behalten und sich nicht auf waghalsige Wetten einzulassen. Mit Hilfe eines Wettsystems haben Sie eine klare Spielvorgabe, die Sie davor schützt, zu riskant zu spielen.

 

Vorteile

  • ähnelt dem Fibonacci
  • leicht anzuwenden

Nachteile

  • funktioniert auf lange Sicht nicht
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Chef-Redakteur

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