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Online Bridge - Regeln, Geschichte, Online spielen

Sie wollen nicht nur auf ihr Glück vertrauen? Sie suchen die ultimative intellektuelle Herausforderung, die ein Kartenspiel bieten kann?

Ein Spiel, in dem nicht der Zufall sondern alleine Können und Geschick bestimmen, wer als Sieger den Tisch verlässt? Ein Spiel, in dem eine ausgefeilte und überlegene Taktik auch einem Spielerpaar, die schlechte Karten haben, ermöglicht zu triumphieren?

Sie suchen die Auseinandersetzung Geist gegen Geist, den die besttrainierten, die strategisch und psychologisch versiertesten Spieler gewinnen? Dann erleben Sie die Faszination von Bridge, dann ist Bridge Ihr Kartenspiel!

Nach seinem unnachahmlichen Siegeszug in privaten Runden und auf den offiziellen Turnierschauplätzen dieser Welt, gelingt es Bridge auch Online immer mehr Anhänger zu begeistern. Und das ist gut so, denn Bridge bietet alles was ein modernes Kartenspiel auszeichnet: Teamplay, Spannung, Taktik und Turnierfähigkeit.

Geschichte

Über die genaue Herkunft von Bridge lässt sich wunderbar streiten. Einige Quellen geben an, dass der Ursprung von Bridge in Russland liege, andere lassen wiederum vermuten, dass sich das Spiel von der Türkei aus verbreitete.

Fragen Sie einen Engländer, so wird er auf das Grab der Queen Mum (die nicht nur Gin, sondern auch Bridge liebte) schwören, dass Bridge eine Weiterentwicklung des aus England stammenden und 1529 erstmalig urkundlich erwähnten Whist ist. Gesichert ist nur, dass Bridge Ende des 19. Jahrhunderts letztlich in England und New York auftauchte und von dort aus die Welt eroberte.

Bereits im Jahre 1932 wurde die International Bridge League gegründet. Noch im selben Jahr fand die erste Europameisterschaft statt und nur drei Jahre später, also 1935, schon die erste Weltmeisterschaft. Seither erfreut sich Bridge weltweit einer ungebrochenen Beliebtheit, was sich nicht zuletzt an der Vielzahl von Bridgeclubs ablesen lässt.

Kein Spiel, sondern Sport

In einigen Regionen (insbesondere Ländern aus dem ehemaligen Commonwealth) läuft Bridge traditionell sogar anderen Kartenspielen, wie Skat oder dem wiedererstarkten Poker, erfolgreich den Rang ab. Doch im Unterschied zu vielen anderen Kartenspielen, werden im Bridge - insbesondere bei offiziellen Turnieren - Zufall und Kartenglück weitgehend ausgeschaltet.

Bridge ist vor allem ein Denkspiel, das hohe Ansprüche an Konzentration, Kombinationsgabe und strategisches Denken der Spieler stellt. Aus eben diesem Grund wurde dem Spiel ähnlich wie Schach und Go der Rang eines Leistungssports zugesprochen und es vom Internationalen Olympischen Komitee in die Familie der Olympischen Sportarten aufgenommen.

Leider hält sich vor allem im deutschsprachigen Raum nach wie vor das Vorurteil, Bridge sei nicht mehr als ein geselliges Gedächtnistraining für ältere Herrschaften. Das liegt vermutlich auch daran, dass der Deutsche Bridge-Verband erst 1949 gegründet wurde, wobei die Mitgliederzahlen seither stetig anwachsen. Besonders in den USA, aber ebenso bei unseren europäischen Nachbarn genießt Bridge gerechterweise das Ansehen einer Leistungssportart.

Bridge fordert neben einer ausgeprägten Intelligenz auch grundlegende Kenntnisse in der Psychologie, um das Spiel des Gegners so weit wie möglich zu durchschauen. Bei Bridgeturnieren spielen alle Teilnehmer mit den gleichen Kartenausteilungen, so dass die Platzierung ausschließlich von der individuellen Spieldurchführung abhängt. Das heißt, es kommt nicht auf das erreichte Ergebnis an sich an, sondern vielmehr auf das in der Relation zu den anderen Resultaten erzielte Ergebnis.  Gewinner wird, wer bei gleichen Voraussetzungen mehr Stiche als der entsprechende Gegner bekommt.

Grunderegeln

In den meisten Bridge-Clubs und - Vereinen wird nach den offiziellen Regeln des DBV gespielt, die jedoch vor allem für Anfänger sehr kompliziert erscheinen können. Einen kleinen Einstieg in die Grundregeln möchten wir Ihnen daher an dieser Stelle geben:

Bridge ist grundsätzlich für vier Personen geeignet und wird mit einem französischen 52 Kartenblatt gespielt. Der Wert der Farben wird wie folgt untergliedert, Pik (♠), Herz (♥), Karo (♦), Treff (Kreuz) (♣)!  Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Stiche zu machen.

Das Team

Es werden 2 Teams gebildet, wobei diese fix sind (z.B. zwei Ehepaare die sich miteinander duellieren) oder per Losverfahren bestimmt werden.

Die Aufteilung der Spieler selbst erfolgt nach Himmelsrichtungen, so dass die jeweiligen Partner, gegenüber Patz nehmen. Es bilden sich somit ein Nord-Süd-Paar und ein Ost-West-Paar, die nun gegeneinander spielen. Das Spiel selbst ist dabei in 2 Phasen geteilt: das Reizen (Lizit) und das Abspiel der Karten. Der Geber mischt zuerst die Karten, lässt einmal abheben und teilt die Karten einzeln aus, bis jeder Spieler 13 Karten hält.

Blattbewertung

Bevor Sie reizen, müssen Sie die Stärke Ihres Blattes gut einschätzen können. Ein Hilfsmittel sind die sogenannten Figurenpunkte.

Ass = 4 Punkte

König = 3 Punkte

Dame = 2 Punkte

Bube = 1 Punkt

Die restlichen Karten werden mit 0 Punkten gezählt

Ein Blatt mit weniger als 10 Punkten ist als schwach zu bewerten. Ein Blatt ab 12 Punkten dagegen ist stark genug für ein erstes Reizen. Bei 16-19 Punkten lässt sich von einem starken, ab 20 Punkten von einem sehr starken Blatt sprechen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Verteilung. Je mehr Karten man von einer Farbe hält, desto sinnvoller ist es, diese als Trumpf zu bestimmen.

Das Reizen

In dieser ersten Phase wird festgelegt, wie viele Stiche jedes Paar machen muss und ob es einen Trumpf gibt, bzw. wenn ja, welche Farbe Trumpf ist. Beginnend mit dem Geber sagt jeder Spieler nun im Uhrzeigersinn sein Angebot bezüglich Stiche und Trumpffarbe an.

Dabei liegt das niedrigste Gebot bei 1 Treff (Treff = Kreuz). D.h. er verpflichtet sich mit seinem Partner 7 Stiche (6+1) mit Treff als Trumpf zu erzielen. Sollten alle vier Spieler beim Reizen passen, (kein Angebot abgeben) wird das Blatt als eingepasst bezeichnet. Die Karten werden zusammengeworfen, neu gemischt und der nächste Geber teilt das kommende Blatt aus.

Der Spieler, der das höchste Angebot genannt hat, ist nun der Alleinspieler. Er spielt gegen seinen rechten und seinen linken Nachbarn und versucht mindestens die Zahl der von ihm angesagten Stiche zu erreichen.

Das Spiel

Der Spieler links vom Alleinspieler spielt nun eine beliebige Karte aus. Der Partner des Alleinspielers (Dummy) legt seine Hand offen dar (wobei diese nach Farben und Werten sortiert sein müssen) und ist jetzt nicht mehr aktiv am Spiel beteiligt. Der Alleinspieler darf jetzt über die offen gelegten Karten seines Mitspielers verfügen.

Wenn der Dummy an der Reihe ist, sagt ihm der Alleinspieler, welche Karte er aufnehmen muss. Dem Dummy selbst ist es dabei streng untersagt, während des Spiels Ratschläge oder Kommentare abzugeben. Da pro Spieler 13 Karten ausgegeben werden, sind in einem Spiel maximal 13 Stiche möglich. Im Bridge muss man Farbe bedienen, kann man dies nicht, so darf man trumpfen oder auch eine Karte abwerfen.

Gewinn

Um das Spiel zu gewinnen, benötigt der Alleinspieler mindestens die angesagte Anzahl an Stichen, während die Gegenspieler dieses genau zu verhindern suchen. Zusätzliche Stiche heißen Überstiche. Erreicht der Alleinspieler weniger Stiche als annonciert, so gewinnt die Gegenpartei.

Wichtig bei der Abrechnung sind nur die gemachten Stiche, die Punktezahlen der einzelnen Stiche sind bedeutungslos.

Sechs Stiche nennt man Buch. Jeden über das Buch hinausgehenden Stich nennt man Trick. Die einzelnen Tricks haben folgende Werte:

Spielt man ohne Trumpffarbe, so zählt der erste Trick 40 Punkte, alle anderen 30 Punkte. Spielt man mit Trumpffarbe, so zählen Treffstiche (Treff =Kreuz) und Karo-Stiche 20 Punkte. Sticht man mit Pik oder Herz (Herz wird hier Coeur genannt) sind diese Stiche 30 Punkte wert. Diese Punkte sind allerdings nur von Bedeutung, wenn man mit einem Prämiensystem spielt.

Soweit die einfachen Grundregeln von Bridge, die Ihnen einen ersten Einblick in die faszinierende Welt dieses Spiels ermöglichen sollen. Das Spiel an und für sich ist wesentlich komplexer und es gibt verschiedene Varianten davon. Alleine die Blattbeschreibung, mit der ein Spieler seinem Partner mittels Codes die Stärke seines Blattes vermittelt, ist eine Wissenschaft für sich.

Am besten und schnellsten lernen Sie Bridge, wie jedes andere Kartenspiel auch, indem Sie es sich von erfahreneren Spielern beibringen und an konkreten Spielsituationen erklären lassen. Schauen Sie doch einfach einmal bei einem Bridge-Club in Ihrer Region vorbei!

Online Bridge

Spannung und intellektuelle Herausforderungen sind Ihnen beim Online Bridge gewiss. Eine stetig wachsende Anzahl von Spielportalen bietet Ihnen heute die Möglichkeit, sich kostenlos rund um die Uhr im Bridge zu messen. Um gerade auch viele Neueinsteiger zu motivieren, können Sie Online auch gerne auf die einfachste Variante von Bridge - Rubberbridge -zurückgreifen. Vier Teilnehmer spielen solange, bis ein Paar zwei Runden gewonnen hat.

Versuchen Sie es, und Sie werden verstehen, warum viele Prominente wie Winston Churchill, Margaret Thatcher und Bill Gates Bridge zu ihrem Lieblingsspiel erkoren haben.

Sie können sich sowohl mit unbekannten Gegnern einen aufregenden Wettkampf liefern oder Ihre Freunde und Familie dazu einladen. Gleich mit wem Sie spielen, Online Bridge verspricht immer eine perfekte, kostenfreie Freizeitunterhaltung.

Literatur

Sie wünschen die vielen, anspruchsvollen Strategien, Regeln und Taktiken des Bridge ausführlich zu erlernen? Dann empfehlen wir Ihnen diese Bücher!

Schafkopf, Karten

Bridge für Dummies

 

 

Autor: Eddie Kantar

 

 

 

Schafkopf, Karten

Das große Humboldt Bridge-Buch

 

 

Autor: Wolfgang Voigt

 

 

 

Schafkopf, Karten

Robert Koch's Bridge-Lexikon

 

 

Autor: Robert Koch

 

 

 

Schafkopf, Karten

Bridge vom Anfänger zum Profi

 

 

Autor: Pierre Jais, Michel Lebel

 

 

 


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