Online Poker - Regeln, Geschichte und Pokervarianten
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Online Poker - Regeln, Geschichte und Pokervarianten

Die Geschichte des Online-Poker ist noch sehr jung. Während mit echten Karten schon seit vielen Jahren gepokert wird, ging die erste Online-Poker Hand am 1. Januar 1998 über die Bühne.

Seither hat sich allerdings viel getan, das Internet hat sich rasant weiter entwickelt und es werden dort täglich mehrere hunderttausend Pokerhände gespielt.

Ob man lieber live oder im Internet pokert, ist Geschmackssache. Die Regeln sind identisch, doch die einen bevorzugen Gegner, die sie anschauen und mustern können, während andere es für einen Vorteil halten, im Internet in sehr kurzer Zeit sehr viele Hände zu spielen.

Hand-Ranking

Eine Pokerhand besteht immer aus fünf Karten, und obwohl es viele verschiedene Varianten gibt, ist die Rangfolge der Hände fast immer gleich.

So sieht sie in absteigender Folge aus:

  • Royal Flush: Fünf Karten von einer Farbe in einer Reihe, beginnend beim Ass. Beispiel: Herz Ass, Herz König, Herz Dame, Herz Bube, Herz Zehn.
  • Straight Flush: Fünf Karten von einer Farbe in einer Reihe, aber nicht beginnend beim Ass. Beispiel: Herz Zehn, Herz Neun, Herz Acht, Herz Sieben, Herz Sechs
  • Vierling: Vier Karten desselben Rangs. Beispiel: Vier Könige
  • Full House: Drei Karten desselben Rangs plus zwei Karten desselben Rangs. Beispiel: Drei Damen und zwei Achten
  • Flush: Fünf Karten von einer Farbe ohne bestimmte Reihenfolge. Beispiel: Pik König, Pik Acht, Pik Sechs, Pik Drei, Pik Zwei
  • Straight: Fünf Karten in einer Reihe, aber in unterschiedlichen Farben. Beispiel: Pik Neun, Herz Acht, Karo Sieben, Kreuz Sechs, Herz Fünf.
  • Drilling: Drei Karten desselben Rangs. Beispiel: Drei Sechsen
  • Zwei Paare: Zweimal zwei gleiche Karten. Beispiel: Zwei Achten und zwei Sechsen
  • Ein Paar: Einmal zwei gleiche Karten: Zwei Zehnen
  • Hohe Karte: Hat jemand eine der genannten Hände, entscheidet die höchste Karte

 

Pokervarianten

Texas Hold’em

Die beliebteste und bekannteste Pokervariante ist Texas Hold’em. Jeder Spieler erhält zwei Karten, die mit einem Board von fünf Karten kombiniert werden müssen. Am Ende entscheidet die beste Hand, wer gewinnt.

Am verbreitetsten ist sicher die Version No-Limit, bei der in jeder Setzrunde alles gesetzt werden kann. Die erste Setzrunde findet nach dem Austeilen der beiden Hand-Karten jedes Spielers statt. Danach folgt der Flop (3 Karten), dann der Turn (1 Karte) und schließlich der River (1 Karte). Um die nächste Karte zu sehen, muss man den Einsatz mitgehen, den der Gegner gebracht hat. Am Ende bildet der Spieler aus den sieben Karten (zwei Hand-Karten und fünfGemeinschaftskarten) seine Hand mit den besten fünf Karten.

Pot-Limit Omaha

Im Unterschied zu Texas Hold’em erhält jeder Spieler bei Pot-Limit Omaha, kurz PLO, vier Karten. Ansonsten verläuft das Spiel gleich, allerdings muss jeder Spieler genau zwei seiner vier Karten mit dem Board kombinieren.

Stud

Bei Seven Card Stud erhält jeder Spieler sieben Karten, wobei die beiden ersten und die letzte offen und die restlichen vier verdeckt  ausgeteilt werden. Nach jeder Karte gibt es eine Setzrunde, bevor die nächste Karte aufgedeckt wird.

Draw Poker

Beim Draw Poker erhält man fünf Karten und kann beliebig viele davon austauschen. Nachdem jeder Spieler die gewünschte Anzahl von Karten getauscht hat, gibt es eine Setzrunde und die Hände werden abgeglichen.

 

Texas Hold 'em Poker

Poker ist eines der beliebtesten Casinospiele weltweit, sowohl im Internet als auch im Casino oder zu Hause mit den Freunden.

Dabei ist die “Texas Hold 'em” Variante besonders beliebt unter den Spielern, denn es gibt keine Limits, die Regeln sind sehr einfach und jeder kann die nötigen Basisstrategien lernen, um erfolgreich Turniere oder Cash Games zu gewinnen.

Regeln

Das Texas Hold 'em Spiel ist auch als der “Cadillac des Pokers” bekannt. Das extrem beliebte Spiel ist vor allem deshalb so populär, weil es sich schnell lernen lässt, kurzweilig ist und flexibel an die Wünsche der Spieler angepasst werden kann. Man braucht etwa fünfzehn Minuten, um den Ablauf des Spiels zu verstehen.

Spielverlauf

Die Spieler sitzen im besten Fall an einem runden Tisch. Die zwei Spieler links vom Dealer müssen ihre “Blinds”, also ihre ersten, blinden Wetten, vor sich legen. Diese Wetten sorgen dafür, dass immer Geld im Pot ist, und dass jede Runde gespielt wird. Der Spieler direkt neben dem Dealer legt den Small Blind hin, der Spieler links neben ihm legt den Big Blind aus.

Der Wert der Blinds wird zu Anfang des Spiels festgelegt und erhöht sich in Intervallen (20 Minuten, 40 Minuten, etc). Je nachdem, wie lang oder kurz das Spiel sein soll, kann man das für sich anpassen. Je höher die Einsätze am Anfang sind, desto mehr Action kann man im Spiel erwarten.

Jeder Spieler bekommt sodann zwei verdeckte Karten. Diese nennt man die Hole oder Pocket Cards. Die erste Aktion fällt dem Spieler links neben dem Big Blind zu. Der Spieler kann entweder die Wette annehmen, sie erhöhen oder passen. Im Uhrzeigersinn dürfen anschließend alle anderen auch wetten. Wenn alle Wetten abgeschlossen sind, werden drei Karten offen auf den Tisch gelegt.

Die ersten drei Karten werden “Flop” genannt, und diese Karten sind die sogenannten Community Cards. Jeder am Tisch darf sie benutzen, um mit insgesamt fünf Karten eine Hand zu bilden, die gewinnen könnte.

Vom Flop aus geht das Wetten wieder los, nämlich links vom Dealer. Der Spieler kann entweder wetten oder checken (nichts machen und warten). Wenn alle dran waren, wird eine vierte Karte offen auf das Board gelegt. Diese nennt man den Turn; danach wiederholt sich das Wetten.

Schließlich wird die letzte Karte, der River, in die Mitte aufgedeckt gelegt und es wird noch ein letztes Mal gewettet. Die übrigbleibenden Spieler zeigen ihre Karten, und die Person, die aus den gegebenen Karten die beste Hand produzieren kann, gewinnt den Pot.

Wert der Hände

Im Hold Em Spiel muss man die bestmögliche Hand durch eine Kombination der eigenen zwei Karten und der fünf Community Karten auf dem Tisch erzeugen. Man kann beide, eine oder keine der eigenen Pocket Cards nutzen. Hier sind einige Regeln, auf die man beim Spiel achten sollte:

  • Es gibt keine Ausnahme bei der Reihenfolge der Hände, ein Flush schlägt immer einen Straight und ein Three of A Kind schlägt immer ein Pärchen. Die Reihenfolge von dem schlechtesten Ergebnis bis zum besten:
    • Highest Card
    • One Pair
    • Two Pairs
    • Three of a Kind
    • Straight
    • Flush
    • Full House
    • Four of a Kind
    • Straight Flush
    • Royal Flush
  • Es gibt keine anderen Hände als die hier aufgelisteten. Beispielsweise sind drei Paare eigentlich nur zwei Paare, und die Paare mit dem höchsten Wert bilden die Hand.
  • Pokerhände bestehen aus exakt fünf Karten, und nur diese fünf Karten werden zur Evaluierung herangezogen.  Wenn zwei Spieler dieselbe Hand haben (eine Straße etwa), wird der Pot aufgeteilt. Die übrigbleibenden Karten oder die Tatsache, dass einer der Spieler noch ein Paar hat, bedeutet nichts. Nur die fünf besten Karten werden einfaktorisiert.

Sobald der Gewinner ermittelt ist, bekommt er den Pot. Der Dealerbutton wandert eine Platz nach links weiter, ebenso die Blinds, und die nächste Runde beginnt.

Strategien

Beim Texas Hold Em Poker muss man einige Faktoren beachten, um erfolgreich zu spielen. Im Poker geht es nicht nur um Glück, sondern eben auch um viel Geschicklichkeit und Aufmerksamkeit. Die eigene Position beim Wetten und die Position der anderen ist maßgeblich beim Spiel; auch das Geld, was man mit bringt um zu spielen, ist wichtig um die Fluktuation der schlechten Karten zu überstehen und nicht schon durch die teuren Blinds zu verlieren. Mehr zu den Basisstrategien beim Poker gibt es auf unserer Strategieseite.

Spezifisch im Texas Hold Em-Spiel gibt es einige Hinweise, die man beachten und kombinieren kann, um auf einen großen Gewinn zu hoffen.

  • Man sollte keine schlechten Hände spielen. Das eigene Spiel wird auf Pocket Pairs, Asse in Kombination mit Karten der gleichen Farbe, Ass/König unterschiedlicher Farben, oder hintereinanderfolgende, hohe Karten der gleichen Farbe, beschränkt. Diese Spielweise erfordert viel Geduld.
  • Andererseits sollte man versuchen, nie vor dem Flop zu folden - außer jemand wettet extrem hoch, während man selbst eine schlechte Karte hat. Man weiß nie, was auf dem Flop folgt, und selbst mit einer schwachen Hand könnte man hier noch erfolgreich sein.
  • Trifft man eine gute Hand, sollte man aggressiv spielen. Vor dem Flop den Einsatz zu erhöhen ist eine gute Idee, wenn man bescheiden bleibt; steigen nämlich alle aus, bleiben einem nur die Blinds. Trotzdem: die meisten, auch die mit einer potenziell besseren Hand, sind damit aus dem Spiel.
  • Man darf niemals seine Position vergessen. Wenn man erst später dran ist mit der Wette, hat man einen erheblichen Vorteil. Man kann wetten, wenn andere gecheckt haben, und sie so aus ihrer schwachen Hand drängen. Andere Spieler, die immer zu viel bluffen, kann man re-raisen und damit in Verlegenheit bringen.
  • Bevor man eine Wette mit einem Flush Draw (also eine Karte bis zum Flush) annimmt, sollte man die “Pot Odds” kurz berechnen. Wenn 100€ im Pot sind und der Gegner die Wette um 100€ erhöht, wäre es ein Fehler, diesen Flush zu verfolgen. Man wird, zumindest auf Dauer, mehr Geld verlieren als man gewinnt.
  • Das Bluffen ist Teil des Spiels, aber es erfordert Zeit, es zu lernen. Man sollte mit dem Semi-Bluff anfangen, also mit einem nicht so gutem Blatt trotzdem wetten, in der Hoffnung, dass es besser wird. Man hat zwei Möglichkeiten zu gewinnen: entweder der Gegner geht aus dem Spiel raus oder man hat tatsächlich die beste Hand. Diese Taktik funktioniert am besten, wenn man eine späte Position hat und alle vorher gecheckt haben.
  • Essentiell geht es im ganzen Spiel darum, den Gegner zu lesen. Was würde er tun? Was denkt er, was man selbst tun würde? Diese gedanklichen Achsen stützen das Spiel eines jeden Pokerspielers und müssen immer und immer wieder bewertet werden.

 

Cash Games und Turniere

Beim Online-Poker stehen einem neben den genannten Varianten noch zwei weitere Optionen zur Verfügung. Dabei ist es eine Typfrage, ob man lieber Cash Game oder Turnierpoker spielt.

Cash Game

Beim Cash Game spielt man um Geld und nicht um Turnierchips, die man sich vorher gekauft hat. Jede Hand findet somit unter identischen Bedingungen statt, denn wenn man sein Geld verloren hat, kann man sich mit dem Maximum, das am Tisch erlaubt ist, neu einkaufen und weiterspielen.

Turnierpoker

Beim Turnierpoker tauscht man Geld gegen Turnierchips ein und versucht, möglichst weit damit zu kommen. Das Geld wandert in den Preisgeldfonds und wird in der Reihenfolge der Platzierungen ausgeschüttet. Nach und nach scheiden Spieler aus, die ihre Chips verloren haben, bis am Ende ein Spieler alle Chips hat und als Sieger feststeht.

 

Anmeldung und Boni, Freerolls

Die Anmeldung bei einem Online-Poker-Anbieter ist kinderleicht.

Man lädt die Software herunter und gibt seine persönlichen Daten an, und schon kann der Spaß beginnen.

Alle renommierten Pokerseiten bieten ihren Spielern Boni an. Meist gibt es einen Begrüßungsbonus, den man freispielen kann, und außerdem Bonusprogramme, bei denen man für eine bestimmte Anzahl gespielter Hände Punkte bekommt, die man in Geld oder Waren umtauschen kann. Regelmäßig werden auch sogenannte Freerolls angeboten.

Dabei handelt es sich um kostenlose Turniere, bei denen ein bestimmter Betrag ausgespielt wird, den der Anbieter zur Verfügung stellt.

 

Große Turnierserien

WSOP

Die größte und bekannteste Turnierserie der Welt und der Traum vieler Pokerspieler ist gewiss die World Series of Poker, kurz WSOP. Seit 1970 wird bei der WSOP in Las Vegas der Weltmeistertitel vergeben, den so berühmte Spieler wie Johnny Moss, Doyle Brunson, Stu Ungar und Johnny Chan sogar mehrfach gewinnen konnten.

Einen großen Pokerboom löste 2003 ein Mann namens Chris Moneymaker aus. Im normalen Leben Buchhalter qualifizierte er sich im Internet für die WSOP und holte dort beim Main Event den Weltmeistertitel. Erster deutscher Weltmeister wurde 2011 Pius Heinz, mit einem Preisgeld von 8,7 Millionen Dollar strich er die viertgrößte Summe in der Geschichte der WSOP ein.

EPT

2004 wurde von Online-Anbieter die European Poker Tour, kurz EPT gegründet. Seitdem hat sie sich als größte europäische Turnierserie etabliert und zieht Spieler aus der ganzen Welt an. Schon einige Male konnten bei Turnieren der EPT deutsche Spieler den Titel erringen, mit Sandra Naujoks gewann 2009 eine Frau das Heimturnier in Dortmund.

WPT

Etwas älter als die EPT ist die World Poker Tour, kurz WPT. Sie wurde 2002 gegründet und seitdem werden weltweit etliche Turniere ausgetragen. Jährlicher Höhepunkt der WPT ist die WPT Championship, bei der die höchsten Preisgelder nach der WSOP ausgeschüttet werden.

 

Online-Qualifikation

Bei fast allen Online-Poker-Anbietern finden im Vorfeld großer Turniere Qualifikationen statt. Bei diesen sogenannten Satellites kann man sich für wenig Geld seinen Traum erfüllen und ein Ticket für eines der großen Live-Turniere wie die WSOP gewinnen.

Dabeisein muss allerdings nicht das Ende der Fahnenstange sein, denn jeder Teilnehmer hat schließlich die Chance auf ein hohes Preisgeld.

 

Geschichte des Online Poker

Circa 1994 begann die Geburt des Online-Pokers. Der Inselstaat Antigua & Barbuda erließ ein Gesetz, das die Lizensierung von Online-Glücksspielen erlaubte. Microgaming, der führende Casinosoftwareanbieter, wurde im selben Jahr gegründet. Im Jahre 1997 explodiert das Online-Glücksspiel weltweit.

Von 15 Webseiten im Jahr 1995 stieg die Zahl auf 200. Aber die Hochzeit sollte erst noch im Jahre 2003 kommen. Es dauerte nicht lange, und es stießen zu den Online-Sportwetten auch die Poker-Rooms, die viel kostengünstiger für die Betreiber online waren als in den regulären Casinos. Mit der Gründung der erfolgreichen Seite Planet Poker wurde die erste virtuelle Hand am 1. Januar 1998 gespielt. Aufgrund der technischen Hürden - die meisten Spieler hatten damals nur 56k-Modems - wuchs die Anzahl der Spieler nur langsam.

Aber Ende 1998 war die Online-Glücksspiel-Industrie immerhin schon $834 Millionen wert. Spätestens 2003 wird Internetpoker ein Volkssport. Chris Moneymaker gewinnt bei den WSOP 2,5 Millionen Dollar, nachdem er bei einem 40$ Online-Turnier überhaupt erst eingestiegen ist. Spieler aus der ganzen Welt wollen nun für sich selbst die Chance ergattern, reich zu werden, und der Siegeszug von Online-Poker nimmt seinen Lauf.

Allerdings wurde dieser Trend künstlich durch Gesetze gestoppt. Allen voran in den USA wurde das Online-Glücksspiel zu einer kriminellen Straftat, weshalb viele Anbieter keine Spieler mehr aus den Vereinigten Staaten akzeptierten und so das Wachstum ausbremsen mussten. Dennoch ist Online-Poker auch im Jahre 2014 noch so beliebt wie eh und je. Viele Länder regulieren ihre Gesetze nun zu Gunsten der Spieler.

Poker – Woher kommt das Kartenspiel?

Das aus Deutschland stammende Spiel "Poch" (zum ersten Mal im Straßburg im Jahr 1441 erwähnt) gilt als eine der frühen Formen des heutigen Poker Spiels. Auch in Frankreich war ein solches Spiel unter dem Namen "Poque" vertreten. Im 16. Jahrhundert war auch das spanische "Primero" weit verbreitet, das ebenfalls als Vorläufer des Poker gilt.

Poch Spiel Tisch

Brett für das Poch-Spiel, sueddeutsch, 1713

Aber auch andere Spiele haben die Entwicklung des Kartenspieles, wie wir es heute kennen, beeinflusst. Der Name „Poker“ leitet sich vom englischen Verb für „pochen“ ab, „to poke“. Daraus entstand dann im Laufe der Zeit der Name „Poker“.

Poker erobert Amerika

Man vermutet, dass Poker um 1829 von französischen Siedlern nach Amerika gebracht wurde, genauer gesagt nach New Orleans, die Wiege des amerikanischen Glücksspiels. Auf den Dampfschiffen des Mississippi verbreitete sich das Spiel dann schnell über den ganzen Osten des Landes.

Der Goldrausch Mitte des 19. Jahrhunderts trug sein Übriges zur Verbreitung des Spiels bei. Jetzt fand das Poker Spiel auch seine Anhänger im Westen der Vereinigten Staaten. Nach der Ausbreitung über das ganze Land wurde das komplette Kartenspiel mit 52 Karten im Poker angenommen, zuvor spielte man mit einem Paket aus 20 Karten.

Poker-Spiel im Egan Saloon, Orlean, 1882

Ein Poker-Spiel im Egan Saloon, Burns, Orlean, 1882

Das Poker Spiel entwickelte sich immer weiter, um 1850 wurden beispielsweise die Möglichkeit eingefügt, Karten zu tauschen, um mehr Abwechslung und Spannung ins Spiel zu bringen. Auch der Straight und der Flush wurden als Poker Blätter anerkannt.

Boom in den 70er Jahren

Im Laufe der Zeit verlor Poker sein Image als Spielunken-Spiel und Spiel für Schummler und Betrüger. Mit Beginn der World Series of Poker Anfang der 70er Jahre wurde das Spiel immer beliebter, es wurde immer mehr deutlich, dass es beim Poker spielen nicht nur um Glück, sondern vor allem auch um Können geht.

Online Poker erobert die Welt

Richtig in den Köpfen der Menschen verankert hat sich das Poker jedoch erst im Jahre 2003, als der Poker Amateur Chris Moneymaker die World Series of Poker gewonnen hat. Ein Poker Anfänger schlägt die Poker Profis. Seither interessierten sich immer mehr Menschen für das Kartenspiel.

Chris Moneymaker

Poker Amateur Chris Moneymaker gewinnt 2003 die World Series of Poker

Die Entwicklung des Online Pokers beschleunigte den Boom rasant! Innerhalb kürzester Zeit war es Menschen auf der ganzen Welt möglich, in Poker Räumen ihr Glück zu versuchen und ihr Können unter Beweis zu stellen. Der schlechte Ruf des Pokers hatte damit ein Ende, heutzutage ist es für viele Menschen ein beliebter Zeitvertreib, sowohl live als auch im Online Casino.

Texas Hold 'em Geschichte

Am Anfang des 17. Jahrhunderts brachten die Franzosen ihre altertümliche Version des Pokers - Pogue - in die USA. Allerdings wurde es erst so richtig im 18. Jahrhundert beliebt.

Das Kartenspiel, bei dem es um’s Bluffen und Täuschen ging, hatte seine Hochphase im Bürgerkrieg. Die Soldaten spielten, um sich die Zeit zu vertreiben.

Aus dieser ersten Pogue-Version entstanden die anderen Pokervarianten, wie Draw oder Stud. Pogue wurde zu Poker - und Texas Hold Em wurde geboren, obwohl keiner so richtig weiß, wie, wann und wo das passierte.

Eine Legende besagt, dass Texas Hold 'em zum ersten Mal in Robstown, Texas gespielt wurde, um das Jahr 1900 herum. Was Texas Hold 'em aber wirklich berühmt machte, sind die World Series of Poker Turniere. Die WSOP gibt es seit 1970. Sie fanden im Horseshoe in Las Vegas statt. Seitdem ist Texas Hold 'em das heißeste Pokerspiel, denn es ist schnell und sorgt für exorbitante Gewinne.

Online Texas Hold 'em Geschichte

Dank dem Internet ist es nicht mehr nötig, dass Pokerspieler die ganze Welt bereisen und nach Las Vegas pilgern müssen, um an Texas Hold 'em Turnieren oder anderen Glücksspielen teilzunehmen. Heutzutage kann man aus dem eigenen Wohnzimmer aus mitspielen.

In den 1990er Jahren ging der Online-Casino-Hype los, aber wer genau das erste Mal Texas Hold 'em auf den Bildschirm brachte, kann man nicht mehr nachvollziehen. Erfolgreich waren sowohl die Casinos im Web, wie auch das Spiel selbst.

Chris Moneymaker, WSOP Champion im Jahre 2003, und Greg Raymer, Gewinner des WSOP 2004 Hauptevent haben sich beide in Online Pokerrooms für die Teilnahme an den größten Texas Hold 'em Turnieren überhaupt qualifiziert. Beide Spieler galten als Amateure, die große, professionelle Pokerturniere gewonnen hatten.

Spätestens seitdem - und mit Hilfe von Fernsehübertragungen der Turniere und aggressiver Online-Werbung für Casinos - gilt Texas Hold 'em als das beliebteste und profitabelste (Glücks-)Spiel online.

 

Alle wichtigsten Poker-Begriffe erklärt

Ace High

Eine Pokerhand mit einem Ass, mit der sich keine Kombinationen (z.B. Paar, Set usw.) bilden lassen nennt man Ace High.

Aces Up

Pokerhand mit einem Paar Assen und weiterem Paar wird als Aces Up bezeichnet.

Add-on

Zukauf weiterer Chips dieses ist bei Blackjack- oder Pokerturnieren möglich.

All-In

Der Spieler setzt sämtliche seiner verfügbaren Chips am Tisch zugleich.

Ante

Der Grundeinsatz den jeder Spieler am Spieltisch setzen muss.

Backdoor

Der Spieler erhält  seine gute Hand mit Gewinnchance erst durch die Karten auf dem Turn und dem River zusammen. Der Pott wird dann sozusagen durch die Hintertür (Glück und Risiko) gewonnen.

Bad Beat

Wenn eure sehr starke Hand trotz hoher Gewinnwahrscheinlichkeit verliert.

Bank

Bankhalter, Spielbank, Spielcasino, Casino.

Bankroll

Gesamtes dem Spieler jederzeit zu Verfügung stehendes Spielkapital

Bet

Einsatz, Spieleinsatz, Satz, Wette, Wetteinsatz

Bet the pot

Wenn ihr einen Einsatz in der Höhe des gesamten Pot setzt (sowohl bei Spielen mit Pot-Limit und No-Limit)

Blind

Blind ist ein erzwungener Mindesteinsatz. Ein Blind (eigentlich das Blind; umgangssprachlich der Blind) ist ein vorgeschriebener Einsatz, den nur bestimmte Spieler leisten müssen. Diese Form ist bei den Hold´em Varianten Texas Hold´em und Omaha üblich. Lediglich der Spieler links vom durch den Button angezeigten Geber (Dealer) muss einen Einsatz, das so genannte Small Blind, und dessen linker Nachbar wiederum das Big Blind, gewöhnlich das Doppelte des Small Blind, setzen. Die Höhe der Blinds bleibt bei normalen Spielen gleich, bei Turnieren steigen sie an, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass sich die Gesamtzahl der Chips auf immer weniger Spieler verteilt. Außerdem wird die maximale Zeit, die ein Turnier in Anspruch nimmt, dadurch begrenzt.

Bluffen

Vermeintlich favorisierte Hand vortäuschen, in der Hoffnung, dass die Gegner mit besseren Karten passen. Im umgekehrten Fall, dass man trotz starker Hand zunächst extra defensiv spielt, um möglichst viele Einzahlungen von Mitspielern in den Pott zu bekommen.

Board

Community Cards - Gemeinschaftskarten - 3 Karten die die in der Mitte des Tisches aufgelegt werden. Sie bestehen aus Flop (die ersten 3 Karten), Turn (1 Karte) und River (1 Karte) - diese Karten können alle Spieler nutzen.

Burn Card

Der Name der obersten Karte des Kartenpakets. Diese Karte wird aus dem Spiel genommen und erst danach werden die Karten verteilt. Dieses geschieht gelegentlich um ein unkorrektes Spiel unwahrscheinlicher zu gestalten.

Button

Der Button gibt den Spieler mit der letzten Position an. Er wird nach jedem Spiel um eine Position weitergeschoben. Die nachfolgenden Spieler müssen die Blinds setzen.

Buy In

Einsatz der gesetzt werden muss, um an einem Spiel oder Turnier teilzunehmen. Der Buy-In ist variabel und vom Limit abhängig.

Call

Wenn der am Tisch bisher gesetzte Betrag von den anderen Spielern ebenfalls gesetzt wird.

Cap / Cept

Die maximale Erhöhung in einem Spiel.

Check

Man setzt vorerst nicht sondern sagt „weiter“ und hofft, dass ein anderer Spieler einen Einsatz tätigt. So bleibt einem noch die Möglichkeit  später selber  ein Raise zu geben.

Chip Raise

Um kleinere, nicht mehr für das Limit nötige Chips aus dem Turnier zu wechseln, wird bei Turnieren ein Chip-Raise verwendet. Die Spieler erhalten pro Chip, der aus dem Turnier genommen wird, eine Karte. Der Spieler mit der höchsten Karte erhält, bekommt alle zu wechselnden Chips.

Dead Hand

Die Hand wird aus dem Spiel genommen.

Deal

Karten an die Spieler austeilen.

Dealer

Kartengeber, Croupier, Bankhalter

Down Cards

Verdeckte Karte, die nur ein Spieler einsehen kann,  im Gegensatz zur Community Card.

Downswing

Pechsträhne, Minuslauf. Zufällige Häufung von negativen Spielergebnissen. Der Begriff Downswing ist vor allem beim Poker gebräuchlich, aber er gehört auch zum Vokabular professioneller Blackjack- oder Baccarat-Spieler. Auch bei Skillgames mit nur teilweiser Zufallskomponente (Poker, Backgammon) sind lang anhaltende Downswings möglich, von denen auch die besten Profispieler nicht verschont bleiben. Ein Pokerprofi, der auf höchstem Level spielt und bereits Millionen gewonnen hat, könnte z.B. während der Downswing-Phase bei mehreren Pokerturnieren in Folge gleich in den ersten Vorrunden ausscheiden. Meist verliert er dann auch noch mit Händen, die eigentlich eine sehr hohe Gewinnwahrscheinlichkeit haben. Der Zufall sorgt dann dafür, dass schlechte Spieler mit sehr viel Glück bessere Hände zusammen bekommen und dass sich diese "Ungerechtigkeit" über einen gewissen Zeitraum häuft. Beim Roulette erlebt der Spieler die Pechsträhne z.B., wenn 10 x (oder öfter) in Folge Rot erscheint und er zugleich ständig erfolglos auf die Gegenchance Schwarz spielt. Anfänger spielen gern progressiv mit jeweils verdoppelten Einsätzen, so dass die Pechsträhne in dem Fall auch schwer wiegende finanzielle Verluste nach sich ziehen kann.

Drawing Dead

Eine Hand, die so schlecht ist dass sie nicht mehr gewinnen kann.

Drop

Passen, aus dem Spiel aussteigen.

Familiy Pot

Alle Spieler sind noch im Spiel

Flop

Die ersten drei Community Cards, die in der ersten Runde gleichzeitig gegeben werden.

Fold

Passen, aus dem Spiel aussteigen.

Free-Card

Spieler erhält eine Karte, ohne einen Einsatz bezahlt zu haben (Einsatzrunde ohne Bet, alle haben gecheckt)

Freeroll

Bei einem Freeroll Turnier kann man ohne Echtgeld Einsatz trotzdem echtes Geld gewinnen.

Freeze Out

Ein Turnier, bei dem die Spieler keine Möglichkeit haben, nochmals Chips nachzukaufen.

Gutshot

Straight-Lücke, eine fehlende Karte zur Vollendung der Straße.

Hand

Die fünf besten Karten jedes Spielers, die am Ende zur Bewertung herangezogen werden

Hand Analyse

Auswertung der gespielten Poker-Hände, um aus möglichen Fehlern zu lernen.

Heads-Up

Spiel-„Duell“, zwei Spieler gegeneinander.

Holecards

Verdeckte Karte, die nur ein Spieler einsehen kann, im Gegensatz zur Community Card.

Implied Odds

„einbezogene Chancen“, späterer Pot-Wert wird ins eigene Spiel mit hochgerechnet

Jam

Der maximale mögliche Einsatz

Key Karte

Einzig mögliche Karte um eine anvisierte Hand zu erreichen.

Kicker

Höchste Karte, die neben einem Paar verwendet wird.

Late Position

Letzte Tischposition beim Poker. Aus dieser besonders günstigen Position heraus kann der Pokerspieler deutlich aggressiver und mit schlechteren Starthänden spielen, als wenn er sich in einer früheren Position befinden würde. Aus der Late Position heraus kann man berechenbarer agieren, weil die Anzahl der maximalen Gegner, die im Spiel bleiben werden, bekannt ist.

Let It Ride

Poker Variante, Spieler gegen Dealer.

Limp

Pre-Flop Call-Spieleinsatz.

Limper

Spieler, die mitgehen (Caller).

Live Blind

Der Spieler, der das Blind bringt, kann erhöhen wenn er an der Reihe ist.

Mainpot

Hauptpot. Wichtig, wenn einem Spieler während eines Spiels die Jetons ausgehen. Bei einem All-in kommt sein Einsatz in den Mainpot der dann zu zur Seite genommen wird. Die verbleibenden Spieler bieten normal weiter und geben ihre Einsätze in den Side Pot (auch Nebenpot). Der Sieger gewinnt nur den Pot (oder mehrere Pots), in welchen er noch mitgeboten hat. In einem einzelnen Spiel können, falls erforderlich, auch mehrere Side Pots gespielt werden.

Muck

Wegwerfen der Holecards ohne sie aufzudecken - Die Gegner erfahren so nicht ob man geblufft oder wirklich eine Starke Hand besaß.

Nuts

Unschlagbare Pokerhand, für keinen der Mitspieler ist eine bessere Gewinnkombination möglich. Wenn man z.B. einen As Vierling zusammen bekommen hat und durch die Gegner kein Straight oder Royal Flush kombinierbar ist, hat man die Nuts. Man kann in diesem Fall ohne Verlustrisiko raisen, re-raisen oder am besten all-in gehen und wird den Pott mit 100%iger Sicherheit gewinnen.

Offsuit

Verschiedenfarbige Karten. Beispiel: Pokerstarthand AKo = As König offsuit. As und König, verschiedenfarbig. Diese Starthand wird seltener den Pott gewinnen als die Poker Starthand AK bzw. As und König gleichfarbig (z.B. As Kreuz und As König zugleich).

Option

Ein Spieler, der ein Blind gebracht hat, darf erhöhen, wenn er wieder an der Reihe ist, oder wenn kein anderer Spieler einen Einsatz erhöht hat Dead Hand.

Outs

Karten, die die eigene Hand verbessern

Overcard

Karte, die einen höheren Wert hat, als eine Karte der Gemeinschaftskarten.

Pocket

Holecards, die zwei verdeckten Karten der Spieler.

Pot

Die gesammelten Einsätze aller Mitspieler in der Mitte des Tisches.

Rack

Eine Box für 100 Pokerchips, beinhaltet jeweils 5 x 20 Chips.

Raise

Erhöhung des Einsatzes

Rebuy

Innerhalb eines Turniers nochmals Chips nachkaufen.

Reraise

Weitere Erhöhung des Einsatzes.

River

Letzte (5. Karte) Karte der Gemeinschaftskarten.

Running Pair

Wenn die letzen beiden Karten des Boards (Turn und River) ein Paar ergeben.

Rush

Gewinnserie, bei der ein Spieler mehrere Hände hintereinander gewinnt.

Sattelite

Ein Turnier mit nur kleinem Buy-In, in denen man das Buy-In für ein großes Turnier gewinnen kann.

Semi Bluff

Auf Risiko spielen. Obwohl die Hand nicht sehr gut ist setzt man einen hohen Einsatz, da noch eine Chance besteht, mit Glück seine Hand zu verbessern.

Shark

Hai, ein aggressiver Pokerspieler der meist erfolgreichagiert.

Show one show all

Zeigt ein Spieler einem anderen Spieler seine Karten, muss er diese Karten allen Mitspielern zeigen, sonst hätte ein Spieler einen Vorteil gegenüber den anderen, da er über mehr Information verfügt.

Showdown

Das Ende eines Spiels: Nach der letzen Runde des Setzens zeigen die Spieler ihre Karten. Die beste Hand bekommt dann den Pot.

Side Pot

Wenn einem Spieler während eines Spiels die Jetons ausgehen. Bei einem All-in kommt sein Einsatz in den Mainpot der dann zur Seite genommen wird. Die verbleibenden Spieler bieten normal weiter und geben ihre Einsätze in den Side Pot (auch Nebenpot). Der Sieger gewinnt nur den Pot (oder mehrere Pots), in welchen er noch mitgeboten hat. In einem einzelnen Spiel können, falls erforderlich, auch mehrere Side Pots gespielt werden.

Small Blind

Der kleine Live Blind, der von dem Spieler an der ersten Position nach dem Button sitzt, gezahlt werden muss.

Split

Teilung des Pots, wenn mehrere Spieler gleichwertige Karten besaßen.

Stack

Anzahl der Chips, die vor einem Spieler auf dem Tisch liegen.

Suited

Spielkarten mit gleicher Farbe.

Tight Game

Niedriger Pots, da alle Spieler sehr vorsichtig agieren.

Turn

Vierte Gemeinschaftskarte beim Texas Hold'em Poker und beim Omaha Holdem Poker. Die Turnkarte wird nach dem Flop aufgedeckt und ist die vorletzte Community Card, falls bis zum Showdown gespielt wird. In dem Fall folgt nach der Turn-Karte noch die Riverkarte.

Underpair

Starthand-Paar, niedriger als alle Board-Karten

Underraise

Eine Erhöhung bei All-In, die um einen zu kleinen Betrag erfolgt, da der Spieler über nicht mehr Chips verfügt

Under the Gun

Der Spieler der die „Early Position“ besitzt


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